Viele sparen nicht regelmäßig, weil sie glauben, dass kleine Beträge kaum etwas bewirken und ein paar Euro im Monat nicht ausreichen, um ihre finanzielle Lage spürbar zu verbessern.
Das ist zwar eine bequeme Ausrede, aber aus mehreren Gründen nicht stichhaltig: Schon mit jedem Euro, den du zurücklegst, kannst du dich gegen unerwartete Ausgaben absichern – wie etwa den plötzlichen Austausch eines defekten Haushaltsgeräts – und gleichzeitig deinen Zielen näherkommen.
Es stimmt, dass du mit einigen hundert Euro pro Jahr auf deinem Spar- oder Investmentkonto größere Wünsche wie den Autokauf angehen kannst. Doch hast du bereits etwas Geld zurückgelegt, brauchst du bei größeren Ausgaben weniger Kredit, was dir auch Kosten spart.
Und wenn du über Jahre hinweg dranbleibst, kannst du auch mit kleinen Beträgen eine beachtliche Rücklage aufbauen. Legst du das Geld zudem an, kannst du mit wachsenden Erträgen rechnen.
Das Angebot der Banken wird immer vielfältiger
„In letzter Zeit sind viele Sparmodelle auf den Markt gekommen, die Kunden ansprechen, die regelmäßig sparen und Rücklagen bilden oder für größere Ausgaben vorsorgen möchten“, erklärt Gergely Péter, Finanzexperte von BiztosDöntés.hu.

Bei diesen Programmen ist es besonders wichtig, dass du schon mit kleinen Beträgen starten kannst: Die meisten Anbieter verlangen eine regelmäßige Sparrate von 20–30 Euro, manche sogar weniger. Ein weiterer Vorteil ist, dass dein Geld automatisch in einen von dir gewählten Investmentfonds oder ein Fondsportfolio angelegt wird. So beginnt dein Geld sofort „für dich zu arbeiten“ – dein Sparguthaben wächst und du kannst mit Renditen rechnen. Die Auswahl an Anlagemöglichkeiten ist groß: Du kannst risikoärmere Optionen wählen oder, wenn du möchtest, auch höhere Renditen mit etwas mehr Risiko anstreben.
„Natürlich kannst du dich bei der Auswahl des passenden Fonds oder Portfolios beraten lassen. Und wenn du merkst, dass das gewählte Modell nicht passt, kannst du jederzeit wechseln“
Wie funktioniert regelmäßiges Investieren?
Dein Geld wird in einen oder mehrere Investmentfonds angelegt. Wichtig ist, dass du ein Wertpapierdepot bei der jeweiligen Bank hast. Die Depotgebühren werden bei regelmäßigen Investments oft erlassen, und manche Anbieter legen dir sogar als Willkommensbonus Investmentanteile im Wert von mehreren hundert Euro ins Depot.
Hast du ein Depot, wählst du einfach aus, in welche Anlage dein monatlicher Sparbetrag fließen soll und wie viel du sparen möchtest. Dann gibst du den Dauerauftrag frei – und schon legst du regelmäßig Geld zurück.
„Es ist sehr wichtig, nur Beträge anzugeben, die du sicher sparen kannst. Wenn die Bank wegen unzureichender Deckung nicht ausführen kann, verlierst du Vorteile: Zum Beispiel kann die reguläre Depotgebühr statt der ermäßigten anfallen“, warnt Gergely Péter.
Unser Experte erklärt, dass regelmäßige Investmentprogramme dir ermöglichen, schon nach ein bis zwei Jahren sichtbare finanzielle Rücklagen aufzubauen. Gleichzeitig sind sie flexibel und vorteilhaft.
„Diese Programme bieten viele Vorteile: Du musst dich nicht ständig darum kümmern, denn dein Geld wird automatisch monatlich investiert. Du musst die Anlagedauer nicht festlegen und kannst jederzeit auf dein Geld zugreifen. Die Investmentanteile kannst du zum aktuellen Kurs zurückgeben. Die Programme sind meist kostenlos, es fallen nur Gebühren für den Handel mit Investmentanteilen an. Und wenn sich deine finanzielle Situation ändert, kannst du deinen Sparbetrag flexibel anpassen“, erklärt Gergely Péter.
Der Experte rät jedoch, ein regelmäßiges Investmentprogramm nur zu starten, wenn du langfristig – mindestens ein bis zwei Jahre – planst. Wenn du dein Geld ständig ausgibst, bevor du eine nennenswerte Rücklage aufgebaut hast, erreichst du dein wichtigstes Ziel nicht.











