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Erdrückst du deine Liebe fast? Klare Anzeichen für Bindungsprobleme

Berényi Nora3 Min. Lesezeit
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Erdrückst du deine Liebe fast? Klare Anzeichen für Bindungsprobleme — Beziehung
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Gibt es eine gute Bindung?

Die Frage ist berechtigt, denn eigentlich können wir nur mit dem emotionalen Gepäck umgehen, das wir von zu Hause mitbekommen haben. Was für den einen „A" ist, ist für den anderen „B" – und keines davon ist schlechter, nur anders. Deshalb ist es sinnlos, darüber nachzudenken, wann man perfekt an jemanden binden könnte, denn so etwas gibt es wahrscheinlich nicht. Was für dich perfekt wäre, kann für jemand anderen unverständlich sein. Am wichtigsten ist, einen Partner zu finden, mit dem ihr gut zueinander finden könnt – so wie Yin und Yang. Auch wenn dein Partner dein Gegenpol ist, könnt ihr euch wunderbar ergänzen.

Ohne dich geht es nicht!

Bindung ist ein wunderbarer Teil des Menschseins. Zu spüren, dass man dazugehört und dass auch andere zu einem gehören, ist unbezahlbar. Doch frühere Traumata können verzerrte Bindungsformen entstehen lassen.

Zum Beispiel, wenn in einer Partnerschaft eine Person ihren Partner fast mit Liebe erdrückt und eine symbiotische Beziehung erzwingen möchte.

Diese Art der Bindung ist bei Frauen häufiger, aber natürlich auch bei Männern möglich.

Sie kann einer Beziehung, Freundschaft oder Familie aus mehreren Gründen schaden. Menschen mit ängstlicher Bindung verhalten sich nicht nur in Partnerschaften so, sondern in allen zwischenmenschlichen Beziehungen. Es ist völlig normal, dass Paare am Anfang viel Zeit miteinander verbringen und sich nahekommen. Doch wer sein ganzes Leben so lebt, dass er dem anderen auf der Pelle sitzt, zeigt, dass es hier um mehr als nur Liebe geht.

Vielleicht braucht der andere gar nicht so viel Fürsorge oder wünscht sich mehr Zeit für sich, was der ängstlich Bindende als Angriff empfinden kann. Psychologen sagen, dass ängstlich Bindende oft Partner wählen, die weniger Bindungsbedürfnis haben. Das gilt auch umgekehrt. Überraschenderweise ist Trennung nicht die einzige Lösung.

Wichtig ist, dass der ängstlich Bindende erkennt, warum er so eine symbiotische Bindung sucht – oft steckt Angst vor Verlassenwerden dahinter, die eine genaue Aufarbeitung der Kindheit erfordert.

Ich bin raus!

Schauen wir auf die andere Seite: Menschen, die sofort flüchten, wenn eine Beziehung zu viel wird. Das kann passieren, wenn die Beziehung ernster wird oder wenn der Partner zu stark bindet. Diese „Flucht“-Typen fürchten Nähe. Auch hier liegen die Ursachen oft in der Kindheit.

Vielleicht wuchsen sie in Familien mit übermäßiger Kontrolle auf, wo jede Bewegung überwacht wurde.

Im Erwachsenenalter kann ein ängstlich Bindender genau die Knöpfe drücken, die beim Flucht-Typ den Alarm auslösen – denn hier fühlt sich jemand wieder kontrolliert, nur mit anderen Mitteln.

Man könnte denken, dass diese Bindungsform eher bei Männern vorkommt, doch viele Frauen haben ebenfalls Schwierigkeiten, Nähe zuzulassen. Angst vor Verletzlichkeit kann Flucht auslösen, wenn jemand seine Unvollkommenheit nicht zeigen will und deshalb lieber vorher geht. Auch hier gibt es oft große Probleme mit Intimität.

Eine Lösung für beide Seiten…

Wenn beide versuchen, den anderen zu verstehen und eine gesunde Bindungsform zu entwickeln, in der beide glücklich sind, kann das sehr verbindend wirken. Solch eine Herausforderung bringt Menschen näher und zeigt ihnen ihre blinden Flecken. Der ängstlich Bindende sollte lernen, die Grenzen des Partners zu respektieren und Liebe zu zeigen, ohne zu erdrücken. Der Flucht-Typ muss sich seinen Ängsten stellen, statt immer wieder wegzulaufen.

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