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Hängende Blumenkörbe im Sommer: 7 bewährte Tricks gegen das Austrocknen

Nyul Debóra4 Min. Lesezeit
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Hängende Blumenkörbe im Sommer: 7 bewährte Tricks gegen das Austrocknen — Garten & Terrasse
In diesem Artikel

Hängende Blumenkörbe gehören zu den schönsten Dingen, die einen Balkon oder eine Terrasse zum Leben erwecken – doch die Sommerhitze macht ihnen gnadenlos zu schaffen. Wer es satt hat, täglich mehrmals zur Gießkanne zu greifen, sollte ein paar clevere Methoden kennen, die die Feuchtigkeit im Boden halten und die Pflanzen auch an den heißesten Tagen frisch und blühend halten.

1. Den richtigen Topf wählen

Das Material des Hängekorbs hat einen großen Einfluss darauf, wie schnell die Erde austrocknet.

Kunststoffkörbe speichern Wasser deutlich besser als Varianten aus Draht oder unbehandeltem Holz. Gerade in der Hochsommerphase, wenn jeder Tropfen zählt, ist das ein echter Vorteil. Wichtig ist dabei aber immer eine ausreichende Drainage – Staunässe schadet den Wurzeln genauso wie Trockenheit.

Holzkörbe wirken natürlicher und halten Feuchtigkeit etwas besser als klassische Drahtkörbe, die am schnellsten austrocknen.

2. Eine wasserrückhaltende Einlage verwenden

Die Innenauskleidung eines Hängekorbs spielt eine größere Rolle, als viele denken. Kokosfaser oder Moos sehen zwar hübsch aus, verlieren bei Hitze aber schnell ihre Feuchtigkeit.

Eine einfache Lösung: Hinter die natürliche Schicht eine dünne Plastikfolie legen – mit ein paar kleinen Löchern, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. So bleibt die Erde länger feucht, und man muss seltener gießen.

3. Die Wasserspeicherfähigkeit der Erde verbessern

Wasserspeichernde Granulate und Hydrogele sind heute weit verbreitet – und das aus gutem Grund. Sie nehmen große Mengen Wasser auf und geben es nach und nach an die Pflanzenwurzeln ab.

Besonders in Balkonkästen und Hängekörben, wo die Erdmenge begrenzt ist, können diese Mittel den Unterschied machen. Die Pflanzen werden so auch an sehr heißen Tagen länger mit Feuchtigkeit versorgt.

4. Richtig einpflanzen

Auch beim Einpflanzen selbst lässt sich einiges für die Wasserversorgung tun.

Den Korb nicht bis zum Rand mit Erde füllen – etwa 4 bis 5 Zentimeter Abstand zum oberen Rand sind ideal. Dieser sogenannte Gießrand sorgt dafür, dass das Wasser nicht sofort seitlich abläuft, sondern Zeit hat, in die Wurzelzone einzusickern.

Nach dem Einpflanzen die Erde einmal gründlich durchfeuchten, damit sie gleichmäßig und vollständig mit Wasser gesättigt ist.

5. Trockenheitstolerante Pflanzen wählen

Nicht jede Pflanze braucht gleich viel Wasser – und das ist eine Chance.

Wer nicht täglich gießen kann oder möchte, sollte auf Arten setzen, die gelegentliche Trockenheit gut vertragen. Begonien, Portulakröschen oder hängende Rosen kommen mit der Sommerhitze gut zurecht und blühen dabei zuverlässig die ganze Saison.

Diese Pflanzen sind nicht nur pflegeleicht – sie sehen auch wunderbar aus.

6. Seltener, aber gründlicher gießen

Schnelles, oberflächliches Gießen ist einer der häufigsten Fehler bei Hängekörben.

Für die Pflanzen ist es viel besser, seltener aber dafür tief zu gießen – so, dass das Wasser wirklich bis in die unteren Erdschichten gelangt und die gesamte Wurzelzone durchfeuchtet wird.

Ein paar Minuten nach dem Gießen einfach mit dem Finger prüfen: Wenn auch die tieferen Schichten feucht sind, haben die Pflanzen genug bekommen.

7. Morgens gießen – der beste Zeitpunkt

Die beste Zeit zum Gießen ist der frühe Morgen.

Dann haben die Pflanzen genug Zeit, die Feuchtigkeit aufzunehmen, bevor die Mittagshitze einsetzt. Morgens gegossene Pflanzen sind widerstandsfähiger gegen die heißen Stunden des Tages und welken seltener.

Abendliches Gießen ist weniger empfehlenswert: Dauerhaft feuchte Blätter und Blüten über Nacht können Pilzkrankheiten begünstigen.

Was tun, wenn man in den Urlaub fährt?

Vor einem mehrtägigen Urlaub machen sich viele Balkonliebhaber Sorgen um ihre Hängekörbe. Wenn niemand gießen kann, empfiehlt es sich, die Körbe vorübergehend an einen schattigen oder halbschattigen Platz zu hängen und sie direkt vor der Abreise gründlich zu wässern.

Weniger direkte Sonne bedeutet weniger Verdunstung – und damit eine deutlich bessere Überlebenschance für die Pflanzen während der Abwesenheit.

Kleine Tricks mit großer Wirkung

Hängende Blumenkörbe brauchen im Sommer etwas mehr Aufmerksamkeit – aber mit den richtigen Maßnahmen lässt sich das Austrocknen spürbar reduzieren. Der passende Topf, eine wasserrückhaltende Einlage, das richtige Substrat, klug gewählte Pflanzen und durchdachtes Gießen ergänzen sich perfekt.

Das Ergebnis: Ein farbenfroher, blühender Balkon oder eine strahlende Terrasse – den ganzen Sommer lang, ganz ohne täglichen Gießmarathon.

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