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In diesen Ländern bedeutet Händeschütteln etwas ganz anderes als bei uns

Arany Inez2 Min. Lesezeit
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In diesen Ländern bedeutet Händeschütteln etwas ganz anderes als bei uns — Freizeit
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Japan

In Japan ist Händeschütteln nicht die alltägliche Begrüßungsform wie in vielen westlichen Ländern. Stattdessen zeigt die Verbeugung Respekt und Höflichkeit. Dieser alte Brauch trägt Hierarchie, Alter und sozialen Status in sich. Wenn es doch zum Händedruck kommt, ist dieser meist sanft und kurz. Hier ist der richtige Winkel und die Tiefe der Verbeugung viel wichtiger, denn sie zeigen den Grad des Respekts.

Wenn du einer japanischen Person begegnest, ist es ratsam zu warten, bis dir ein Händedruck angeboten wird, da sie sich bei solchen westlichen Gepflogenheiten oft unsicher fühlen.

Thailand

In Thailand ist die übliche Begrüßung nicht das Händeschütteln, sondern der „Wai“. Dabei werden die Handflächen zusammengeführt und eine leichte Verbeugung gemacht – ein zentraler Ausdruck von Demut und Respekt im Land. Je nach sozialem Status und Alter variiert die Tiefe der Verbeugung, was dem Gruß eine besondere Bedeutung verleiht.

Ein Thailänder wäre wahrscheinlich überrascht, wenn du sofort die Hand zum Händedruck ausstreckst, denn das ist eher bei Geschäftstreffen üblich, auch wenn Ausländer dabei sind.

Indien

Porträt eines gut aussehenden Bräutigams in traditioneller Kleidung, der bei der Hochzeitszeremonie lächelt und in Gebetshaltung grüßt

Von den vielen kulturellen Traditionen Indiens ist „Namaste“ die bekannteste Begrüßung, die das Händeschütteln ersetzt. Dabei werden die Handflächen vor der Brust zusammengelegt und eine leichte Verbeugung gemacht. Dieser Gruß zeigt Respekt und bedeutet: „Das Göttliche in mir grüßt das Göttliche in dir“.

Statt eines Händedrucks ist es also besser, diesen Gruß zu verwenden, denn so wird deine Annäherung leichter akzeptiert – besonders in traditionelleren Gemeinschaften.

Russland

In Russland ist Händeschütteln verbreitet, aber es gelten bestimmte Regeln. Ein kräftiger Händedruck ist üblich, doch bei Frauen ist das nicht immer angebracht. Wichtig ist auch, dass der Händedruck kurz bleibt, denn ein zu langes Festhalten kann Misstrauen oder Aggression signalisieren.

Es ist wichtig zu wissen, dass Frauen meist nicht von sich aus die Hand zum Händedruck anbieten. Deshalb ist Verständnis gefragt, um die passenden Höflichkeitsformen zu wahren.

China

Zwei asiatische Geschäftsleute schütteln sich die Hände

In China gehört Händeschütteln zu offiziellen Begrüßungen, doch oft ist ein sanfter und längerer Händedruck üblich, der die Bedeutung der Beziehung unterstreicht. Häufig wird der Händedruck durch Verbeugungen ergänzt, sodass sich ein kultureller Mix ergibt, der in vielen Situationen zum Einsatz kommt.

Es ist gut zu wissen, dass zu langes Händeschütteln oder heftiges Händeschütteln als unangemessen empfunden werden kann. Hier ist Zurückhaltung gefragt, denn Respekt bleibt das wichtigste Element der Kommunikation.

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