Lockiges Haar? Diese Fehler können deine Locken ruinieren, wenn du nicht aufpasst
Lockiges Haar ist wunderschön und charaktervoll, aber oft auch empfindlich. Ohne die richtige Pflege werden die Locken schnell strohig, formenlos oder kraus. Zoltán Hegedűs, Meisterfriseur und Gründer von BubblyPro, teilt jetzt die häufigsten Fehler und wie du sie im Alltag und Salon vermeidest.

Zu wenig oder zu viel – die doppelte Herausforderung bei lockigem Haar
Viele denken, lockiges Haar „regelt sich von selbst“, andere verwenden zu viele Produkte in der Hoffnung, die Form zu verbessern.
„Die Textur von lockigem Haar erfordert extra Pflege auch zwischen den Haarwäschen. Trockenes Durchkämmen ist tabu, denn das zerstört sofort die Lockenform und verursacht Frizz. Ebenso wichtig ist ein vorsichtiger Umgang mit nassem Haar und kein starkes Rubbeln mit dem Handtuch, da die Haare dann besonders empfindlich sind“, warnt Zoltán Hegedűs.

Die Geheimnisse von Frizz
Frizz entsteht oft durch Austrocknung lockiger Haare, und mechanische Einflüsse verschlechtern den Zustand der Locken zusätzlich.
„Frizz ist bei lockigem Haar leider häufig. Die Locken trocknen schnell aus, und mechanische Belastungen zerstören die schöne Lockenform. Die richtigen Leave-in-Produkte und natürliche Öle können hier viel bewirken“, erklärt der Experte.
Welche Produkte liebt lockiges Haar?
Lockiges Haar ist nicht gleich lockiges Haar – achte bei der Produktauswahl auf die Inhaltsstoffe:
„Man kann nicht für alle lockigen Haare dieselbe Liste empfehlen. Was aber bei jedem lockigen Haar unverzichtbar ist, sind natürliche Öle. Produkte sollten kein Silikon oder Mineralöl enthalten, denn das Haar braucht echte Pflege. Deshalb haben wir bei unserer Marke sulfat-, silikon- und parabenfreie Produkte entwickelt, die die Pflege lockiger Haare unterstützen.“

Waschen und Trocknen – kleine Fehler, große Folgen
Ohne die richtige Wasch- und Trocknungsroutine verlieren Locken schnell ihre Form:
„Vier Dinge sollte man unbedingt vermeiden: zu heißes Wasser und starkes Rubbeln, beim Föhnen die höchste Stufe und Temperatur, das Lufttrocknen, das oft zu formenlosen Strähnen führt, und silikonhaltige Conditioner, die das Lockenbild stören“, warnt Zoltán Hegedűs.

Perfekte Form mit Diffusor
Ein Diffusor hilft, die Lockenform zu bewahren, doch oft werden Fehler gemacht:
„Das Wichtigste ist Geduld. Der Föhn darf nicht auf der höchsten Stufe laufen, denn das verursacht Frizz und Hitze schädigt lockiges Haar besonders. Während des Trocknens sollte man die Locken möglichst wenig anfassen: nicht rubbeln oder werfen, so bleibt die Frisur schön.“

Schneide-Tipps
Mehrlagiges Schneiden und natürliche Übergänge betonen die Locken, schlechte Techniken hingegen schaden:
„Schichten und Übergänge heben Wellen und Locken schön hervor und verleihen Bewegung und Volumen. Gleichmäßig geschnittene ‚Block‘-Formen machen das Haar schwer und lassen es kaum lockig werden. Ich halte das Ausdünnen mit Effilierscheren für besonders schädlich: Die abgeschnittenen Haare schauen heraus und erzeugen einen strohigen Eindruck.“
Locken am nächsten Tag auffrischen
Schöne Locken behalten nicht immer ihre Form bis zum nächsten Tag:
„Mechanische Einflüsse sind die Hauptursache. Ein Satinkissen oder ein Satin-Futter für die Mütze minimiert das nächtliche Zerzausen. Für ein schnelles Auffrischen reicht oft ein Leave-in-Feuchtigkeitsspray, danach die Locken mit den Händen zurückdrücken und neu formen. Am dritten oder vierten Tag kann es helfen, die Haare leicht anzufeuchten und neu zu stylen.“

Wenn du noch Anfänger in bewusster Pflege bist
„Geduld ist wichtig, und oft ist weniger mehr. Du brauchst nicht viele Produkte. Ein gutes Shampoo, ein silikonfreier Conditioner oder Haarmaske, ein Stylingprodukt, ein natürliches Öl und ein Leave-in-Spray reichen völlig aus. Mehr braucht lockiges Haar nicht“, rät abschließend Zoltán Hegedűs.











