Der Traum
Wir hatten mit den Mädels ein Glas Wein und ich beschloss, nach Hause zu fahren. Ich wollte das Auto nicht in der Stadt stehen lassen und dachte, es ist ja früh am Morgen, das wird schon klappen. Am Stadtrand trat plötzlich eine ältere Frau vor mein Auto und ich habe sie angefahren. Es gab einen lauten Knall, ich schrie auf. Als ich ausstieg, lag sie verdreht auf dem Boden. Sie sah mich an und sagte:
„Du bekommst noch eine Chance, aber du musst versprechen, nie wieder zu trinken.“
Weinend versprach ich es und plötzlich wachte ich in meinem Bett auf. Keuchend schaute ich aus dem Fenster, das Auto stand unversehrt in der Einfahrt. Als ich mit meinen Freundinnen sprach, bestätigten sie, dass wir zusammen getrunken hatten und ich trotz ihrer Warnung gefahren war. Ich bin mir sicher, das war kein Traum – ich habe wirklich eine zweite Chance vom Leben bekommen. Das ist jetzt sieben Jahre her und seitdem habe ich keinen Tropfen mehr getrunken.
Die Stimme
Meine Kindheit war nicht einfach und eines Abends war ich so verzweifelt, dass ich zu beten begann – obwohl in meiner Familie niemand religiös ist. Nachdem ich all meinen Schmerz ausgesprochen und um Gottes Hilfe gebeten hatte, hörte ich eine Stimme: „Ich bin bei dir.“ Die Stimme war nicht menschlich, sondern übernatürlich – wie das Rauschen eines Sturms, eines Wasserfalls oder eines Erdrutsches. Eine tiefe Ruhe erfüllte mich und seitdem glaube ich.
Der Sturz
Ich stand am Strand und sah mit innerem Auge, wie ein kleiner Junge vom Klettergerüst fiel, dann kehrte ich zurück in die Realität. Ich schaute hin und da war das Kind, also ging ich auf es zu. Mein Freund rief mir hinterher, wohin ich gehe. Als ich ankam, rutschte der Junge aus und fiel genau in meine Arme. Seine Mutter war sehr dankbar, mein Freund starrte nur ungläubig.

Trance
Ich hatte eine Salvia-Reise (Wahrsagersalbei), in der ich Mutter war. Ein Ex-Mann, ein Sohn und eine Tochter lebten mit mir in einem Haus unter Wasser. Wir führten ein normales Leben, mein Mann war liebevoll, die Kinder gut. Sie schlossen die Schule ab, arbeiteten, heirateten und beschenkten uns mit Enkelkindern. Wir wurden alt, mein Mann starb und dann ich. Dann erwachte ich wieder in meinem jetzigen Leben. Es war sehr seltsam, zurückzukommen, denn ich war etwa fünf Jahrzehnte weg. Bis heute vermisse ich manchmal meinen Mann, meine Kinder und Enkel, aber ich bin im Frieden, weil wir ein schönes Leben zusammen hatten.
Oma
Meine Großmutter ist gestorben, die ich sehr geliebt habe. Am nächsten Tag gingen wir mit Verwandten in ihre Wohnung, um ihre Sachen zu regeln, und abends vor dem Einschlafen erschien sie mir. Ich sah sie nicht klar, sondern spürte nur ihre Präsenz und sagte ihr, dass sie mir jetzt schon sehr fehlt. Ich fühlte verständnisvolle, beruhigende „Wellen“ und hörte dann: „lila Tasche“, bevor ich einschlief. Am nächsten Tag suchte ich unter Omas Schmuck nach einer Kette, die sie immer für mich bestimmt hatte, fand sie aber nicht. Meine Tante sagte bedauernd, Oma hätte sie sicher verloren. Als ich dann vor allen zu ihr ging, griff ich in die Tasche ihres lila Cardigans und zog die Kette heraus.
Projektion
Als ich zum ersten Mal eine astrale Reise erlebte, „flog“ ich zum Haus meiner Cousine. Es war Nacht, alle schliefen, nur ihr Vater arbeitete im Garten. Am nächsten Tag rief mich meine Cousine an, weil ihre Katze verschwunden war. Ohne nachzudenken sagte ich: „Dein Vater hat sie gestern hinten im Garten vergraben.“ Leider hatte ich Recht und mein Onkel versteht bis heute nicht, wie ich das wusste.

Die Therapie
Ich habe in meinem Leben einmal Magic Mushrooms ausprobiert, auf einer Hausparty. Meine Freunde sagen, ich hätte stundenlang still mit geschlossenen Augen gesessen, aber ich weiß, was passiert ist. Ich beobachtete von außen, wie mein jetziges Ich und das Kind in mir miteinander sprachen. Viele Traumata kamen hoch, ich bekam Erklärungen, Antworten auf Fragen und viele Lösungen. Es hat mir so sehr geholfen, dass ich seitdem keine Psychologin mehr aufsuche.
Nicht.
Ich fuhr nachts nach Hause, als eine Stimme sagte: „Nicht da lang.“ Schnell wechselte ich die Spur und nahm eine Umleitung. Am nächsten Tag erfuhr ich, dass ein Baum auf der Straße lag – genau dort, wo ich sonst gefahren wäre – und es einen tödlichen Unfall gab.
Der Engel
Ich wollte mich umbringen, doch als ich die Klinge an mein Handgelenk setzte, spürte ich eine Hand auf meiner Schulter. Ich sah keine Gestalt, nur ein durchsichtiges Lichtwesen, dessen Anwesenheit mich mit Freude erfüllte. Ich fragte, wer er sei, und er antwortete lautlos in meinem Kopf: „Dein Schutzengel.“ Seitdem weiß ich, dass er auf mich aufpasst.
Perspektive
Ich bekam eine tolle Jobchance, die in Gefahr geriet, weil ich meinen Reisepass nicht fand. Ich suchte anderthalb Tage ohne Schlaf, aber er war weg. Weinend sank ich auf den Boden und mitten in meiner Verzweiflung verließ ich meinen Körper. Ich sah mich von oben, wie ich auf dem Boden weinte und noch etwas anderes… Ich kehrte zurück, stand auf, griff oben auf den Kühlschrank – und da war mein Reisepass.











