Leider schenken viele dieser zauberhaften Pflanze nicht genug Aufmerksamkeit. Nach ein paar Wochen sehen sie schlapp aus, vergilben, verlieren ihre Blätter und der einst dekorative Weihnachtsstern wird so unansehnlich, dass man ihn am liebsten entsorgen möchte.
Der Weihnachtsstern zeigt uns, was er braucht
Gute Nachrichten für alle, die sich jetzt schlecht fühlen: Mit ein bisschen Aufmerksamkeit können wir einen prachtvollen Weihnachtsstern mit buschigen, roten Blättern züchten – der sogar im nächsten Sommer noch ein echter Hingucker sein kann. Die Lösung ist auf mehreren Ebenen spannend und erfordert unter anderem einen großen Karton.
Der Weihnachtsstern stammt ursprünglich aus Mexiko, wo er zu einem echten Baum von mehreren Metern Höhe heranwachsen kann. In den 60er Jahren kam er nach Europa und dank Züchtungen erhielt er seine heute bekannte Form als Zimmerpflanze mit etwa 10 bis 60 cm Höhe.
Der Weihnachtsstern kommuniziert sehr gut mit seiner Umgebung – vorausgesetzt, wir lesen seine Signale richtig. Fühlt er sich unwohl, wirft er sofort einige Blätter ab. Dann sollten wir überlegen, ihn an einen helleren oder kühleren Ort zu stellen. Wenn er Wasser braucht, hängen die Blätter traurig herunter, doch nach dem Gießen richten sie sich schnell wieder auf. Reagieren wir rechtzeitig, bleibt die Pflanze gesund und schön.
Manche Garten-Websites empfehlen, den Weihnachtsstern im Februar kräftig zurückzuschneiden, wenn er seine roten Blätter abwirft und grüne nachwachsen. Es gibt aber auch eine andere Methode, mit der die Pflanze ihre roten Blätter behält.

Ran an den Karton
Damit der Weihnachtsstern noch monatelang mit roten Blättern glänzt, braucht er täglich mindestens 12 Stunden Dunkelheit. Das gelingt, wenn wir ihn in einen Schrank stellen oder jeden Tag mit einem großen Karton abdecken.
Für Blumenfreunde klingt es vielleicht seltsam, eine Pflanze absichtlich im Dunkeln zu halten. Aber genau das liebt der Weihnachtsstern. Es ist wirklich erstaunlich, wie er abends „zu Bett geht“ und morgens wieder „aufwacht“. Dafür belohnt er uns mit seinen strahlend roten Blättern.
Wenn wir alle anderen Bedürfnisse erfüllen – regelmäßiges Gießen und Temperaturen unter 21 Grad – wächst der Weihnachtsstern bald so stark, dass wir einen größeren Karton brauchen. Alle zwei Wochen oder einmal im Monat freuen sich die Pflanzen auch über etwas Flüssigdünger im Gießwasser.
Wer alles richtig macht und den Weihnachtsstern täglich 12 Stunden dunkel hält, kann sich bis zum Sommer über eine bis zu viermal so große Pflanze freuen. Dann darf sie sogar ins Freie, denn der Weihnachtsstern ist mehrjährig.
Diese Methode hilft auch, die Rotfärbung der Pflanze zu timen. Selbst ein komplett grüner Weihnachtsstern vom Vorjahr wird so angeregt, bunte Blätter zu bilden – ein Versuch lohnt sich!
Es gibt auch Weihnachtssterne in anderen Farben: gelb, rosa, lila und sogar blau. Der Autor dieses Artikels hat diese Sorten noch nicht mit der 12-Stunden-Dunkelheitsmethode ausprobiert, daher fehlen sichere Erfahrungen, welche Blattfarbe sie dann zeigen. Aber wie man so schön sagt: Was noch kommt, das kommt.











