Sie treten morgens mit einer Tasse Kaffee auf die Terrasse – und da sind sie wieder: hässliche, dunkle Flecken entlang der Fugen, als hätte eine unsichtbare Hand die ganze Fläche vollgekleckst. Der gute Teil? Sie brauchen dafür weder teure Spezialreiniger noch stundenlange Schrubberei.
Warum werden Terrassenplatten überhaupt schwarz?
Die dunkle Verfärbung entsteht meistens durch Schimmelpilze, Algen oder moosartige Mikroorganismen, die sich ungehindert vermehren. Besonders in feuchten, schattigen und schlecht belüfteten Ecken siedeln sie sich rasend schnell an.
Nach einem Sommerregen bleiben die Platten oft tagelang feucht, und die poröse Oberfläche ist der ideale Nährboden. Je weniger Sonne ein Bereich der Terrasse abbekommt, desto schneller zeigen sich diese hartnäckigen Flecken.
Das Hausmittel für ein paar Cent: Natron und Essig
Sie müssen nicht gleich zum Industriereiniger greifen. Natron löst dank seiner leicht basischen Wirkung und seiner sanften Scheuerkraft organische Verschmutzungen hervorragend, und die Säure des Essigs vernichtet einen Großteil der Schimmelpilze und Algen. Zusammen ergeben die beiden ein überraschend wirksames, komplett natürliches Reinigungsmittel.
- Streuen Sie reichlich Natron auf die schwarzen Flecken, vor allem in die Fugen.
- Übergießen Sie das Ganze mit weißem Essig und lassen Sie die Mischung schäumen und sprudeln.
- Arbeiten Sie die Paste mit einer harten Bürste – am besten einer Drahtbürste – gründlich in die Poren des Steins und die Risse der Fugen ein.
- Lassen Sie alles zehn bis fünfzehn Minuten einwirken und spülen Sie es dann mit reichlich Wasser ab, idealerweise mit einem Hochdruckreiniger.
Wenn der Fleck hartnäckiger ist: Sauerstoff-Fleckenentferner
Bei sehr alten, tief eingezogenen Verfärbungen reicht die Kombination aus Natron und Essig manchmal nicht aus. Dann lohnt sich ein Sauerstoffbleichmittel, das es in jeder Drogerie gibt. Ursprünglich wurde es zum Entfernen von Flecken aus Textilien entwickelt, doch auf Terrassenplatten leistet es genauso gute Dienste.
Rühren Sie es mit lauwarmem Wasser zu einer dicken Paste an, tragen Sie diese auf die Flecken auf und lassen Sie sie mindestens eine halbe Stunde einwirken, bevor Sie mit der Bürste nacharbeiten und abspülen. Diese Methode funktioniert besonders gut bei grauen, marmorierten Steinen, weil sie die natürliche Farbe nicht ausbleicht, wie es ein Chlorreiniger tun würde.
Darauf sollten Sie beim Reinigen unbedingt achten
Ziehen Sie in jedem Fall Gummihandschuhe an. Auch wenn es sich um Hausmittel handelt, kann die Mischung aus Essig und Natron die Haut bei längerem Kontakt reizen.
Stehen neben der Terrasse Gartenpflanzen oder Topfblumen, sollten Sie diese vor der ablaufenden Flüssigkeit schützen – die Essig-Natron-Lösung kann nämlich auch den pH-Wert des Bodens beeinflussen.
Testen Sie das Mittel vorher an einer kleineren, weniger sichtbaren Stelle, besonders bei Naturstein wie Kalkstein oder Marmor. Diese reagieren empfindlicher auf Säure und können fleckig werden, wenn die Mischung zu lange einwirkt.
So verhindern Sie, dass die Flecken zurückkommen
Nach der Reinigung hilft eine dünne Schicht steingeeigneter Imprägnierung enorm, damit der ganze Prozess nach dem nächsten Regen nicht wieder von vorne beginnt. Die Imprägnierung versiegelt die Poren des Steins, sodass Feuchtigkeit nicht mehr so tief eindringen kann – genau dorthin, wo sich Pilze und Algen sonst einnisten.
Zusätzlich lohnt es sich, die Terrasse regelmäßig mit einem harten Besen abzukehren, damit sich kein feuchtes Laub und organischer Schmutz ansammeln, die den Mikroorganismen als Nahrung dienen.
Gut gepflegte, regelmäßig gereinigte Terrassenplatten behalten ihre ursprüngliche Farbe über Jahre – und Sie müssen sich nicht jedes Spätsommer aufs Neue mit denselben dunklen Flecken in den Fugen herumärgern.
Wie oft sollte man Terrassenplatten von Flecken befreien?
Im Idealfall zweimal im Jahr – im Frühjahr und im Herbst – sollten Sie die Terrasse gründlich abbürsten. Nach regnerischen Phasen lohnt sich außerdem ein prüfender Blick auf die Fugen.
Was tun, wenn die Flecken in den Fugen nicht ganz verschwinden?
Wiederholen Sie die Behandlung und greifen Sie bei Bedarf zu einer Drahtbürste oder einem Hochdruckreiniger, um tiefer eingezogene Verschmutzungen zu lösen.











