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Studien zeigen, wie lange die große Liebe in einer Ehe hält

Viki Sirak3 Min. Lesezeit
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Studien zeigen, wie lange die große Liebe in einer Ehe hält — Beziehung

In einer perfekten Welt wäre die Antwort auf diese Frage: für immer. Doch leider sieht die Realität oft anders aus. Manche sagen, die Grenze liegt bei etwa fünf Jahren, andere halten die magische sieben Jahre-Marke für den Wendepunkt. Doch keine dieser Zahlen trifft die Wirklichkeit ganz genau.

Eine Studie von 2011, durchgeführt von der internationalen Firma Grant Thornton, versuchte, diese ewige Frage zu beantworten. Basierend auf den Statistiken von 90 Anwaltskanzleien wurde festgestellt, dass die Liebe im Durchschnitt nach etwa 12 Jahren Beziehung nachlässt. Interessanterweise ist Untreue nicht der Hauptgrund für Scheidungen. Tatsächlich kommt es nur in jeder vierten Ehe zu einem Seitensprung, der dann zur Trennung führt.

Die meisten Paare nannten einfach das Nachlassen der Liebe und die emotionale Distanz als Grund – meist nach rund 12 Jahren.

Das ist der Moment, in dem beide Partner das Gefühl haben, dass eine Trennung die beste Lösung wäre, weil sie sich nach einem neuen, aufregenden Leben sehnen. Die 12 Jahre werden dabei nicht vom Ja-Wort an gerechnet, sondern eher ab dem Beginn eurer Beziehung. So gilt diese Statistik auch für Paare, die nicht geheiratet haben oder erst nach einigen Jahren den Bund fürs Leben eingingen.

Die verborgenen Gründe

Natürlich fragt man sich bei solchen Zahlen: Was lässt die Liebe eigentlich verblassen? Da keine Ehe der anderen gleicht, konnten Experten keine eindeutige Antwort geben. Es gibt aber Vermutungen, die der Wahrheit nahekommen. Oft entstehen Probleme durch Veränderungen in der familiären Einheit. Anfangs wart ihr nur zu zweit, habt gemacht, worauf ihr Lust hattet, und zwar wann immer ihr wolltet.

Das Kinderkriegen ist ein wundervolles Erlebnis, aber auch eine große Herausforderung, die emotional und körperlich fordert. Und je mehr Kinder dazukommen, desto intensiver wird das. Das führt oft zu einer Kluft zwischen den Partnern, die im Strudel der ständigen Verpflichtungen die gemeinsame Zeit und Aufmerksamkeit füreinander vergessen.

Außerdem ist das Verblassen der rosaroten Liebe fast garantiert. Meist dauert es einige Jahre, bis dieses Gefühl sich wandelt und Platz macht für zärtliche Zuneigung. Das ist keineswegs negativ, aber wie ihr von da an weitermacht, ist entscheidend. Manche wissen, wie sie den Alltag aufpeppen und die Funken lebendig halten. Viele stecken jedoch in einem Hamsterrad fest, aus dem sie nicht herausfinden.

Langeweile ist einer der größten Beziehungskiller. Das Problem ist, dass sie am schwersten zu erkennen und zu bekämpfen ist. Paare merken oft erst, dass sie an einem Punkt angekommen sind, an dem sie unzufrieden sind und sich dringend nach etwas Neuem sehnen.

Auch finanzielle Sorgen können Probleme bereiten und langfristig die Liebe schwächen, wenn ihr ständig mit Geldproblemen kämpft, kaum über die Runden kommt und deshalb oft streitet.

So unterschiedlich wie Menschen sind, so verschieden sind auch ihre Gewohnheiten. Sich darauf zu einigen, wofür und wie viel man ausgibt, kann ebenfalls zu heftigen Konflikten führen. Experten sind sich einig, dass all diese Faktoren dazu beitragen, dass viele Paare um die 12 Jahre herum die Scheidung einreichen und mit einem neuen Partner neu anfangen.