Wenn es um Umweltverschmutzung geht, denken die meisten von uns an Plastikflaschen, Abgase oder Abholzung. Aber hast du schon mal daran gedacht, dass dein morgendliches Scrollen auf Instagram, eine schnelle Google-Suche oder das tägliche E-Mail-Checken auch zum Klimawandel beiträgt?
Die Antwort ist überraschend, aber klar: ja. Darauf macht die Digitale Bewusstseinswoche (DT7) aufmerksam, die erstmals vom 22. bis 28. September 2025 stattfindet – eine gemeinsame Initiative von Neo Interactive und Carbon.Crane.
229 kg CO₂ – so viel verursachen wir jährlich online
Ein erschreckender Wert: Der digitale ökologische Fußabdruck eines durchschnittlichen Internetnutzers beträgt jährlich 229 Kilogramm CO₂. Das sind mehr als die Hälfte der 501 kg pro Person, die als Obergrenze empfohlen werden, um die globale Erwärmung zu begrenzen. Diese „digitale Verschmutzung“ bleibt meist unsichtbar, ist aber sehr bedeutend.
Während die Temperatur unseres Planeten steigt, nehmen auch besorgniserregende Phänomene in der Online-Welt zu: Laut NordPass ist „123456“ weltweit noch immer das häufigste Passwort – ein Hinweis darauf, dass nicht nur das Umweltbewusstsein, sondern auch das Bewusstsein für Cybersicherheit noch viel Raum zur Verbesserung hat.
Du scrollst? Dann verschmutzt du auch – aber es geht auch anders
Eine der wichtigsten Botschaften der Digitalen Bewusstseinswoche ist: Internetnutzung hat Umweltauswirkungen – aber das heißt nicht, dass wir auf unser digitales Leben verzichten müssen. Vielmehr geht es darum, bewusster zu handeln.
Während der Kampagne:
- werden die Menschen ermutigt, ihre Social-Media-Nutzung zu reduzieren,
- interaktive CO₂-Fußabdruck-Messungen helfen, die eigene Online-Auswirkung besser zu verstehen,
- und Unternehmen können durch Website-Audits und CO₂-Messungen erkennen, wo sie ihre Belastung senken können.
Um die Dimension des Problems zu verdeutlichen: Laut The Ecologist hinterlässt digitales Marketing allein einen größeren CO₂-Fußabdruck als alle Flugzeuge weltweit zusammen.
Echte Nachricht oder KI? Die Unterscheidung wird immer schwerer

Ein weiterer Schwerpunkt der Kampagne ist Cybersicherheit und vertrauenswürdiger Nachrichtenkonsum. Im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz ist es nicht immer einfach zu erkennen, ob ein Bild, Video oder Artikel echt ist. Falschnachrichten, die Emotionen ansprechen, verbreiten sich oft schneller und erreichen mehr Menschen – besonders über soziale Medien.
Deshalb ist es wichtig, digital bewusst zu sein: Nicht nur wie viel, sondern auch wie wir Technologie nutzen.
Hand in Hand für eine nachhaltigere Online-Welt
Die beiden Organisationen hinter der Kampagne, Carbon.Crane und Neo Interactive, sind Vorreiter für digitale Nachhaltigkeit in Deutschland. Carbon.Crane unterstützt Unternehmen mit einzigartiger Software bei der Messung ihres digitalen Fußabdrucks, während Neo Interactive seit über 20 Jahren die digitale Landschaft mitgestaltet.
Ihre gemeinsame Vision: Ein digitales Ökosystem, das effizient, nachhaltig und sicher für alle Nutzer ist.
Litkai Gergely unterstützt die Mission
Gastgeber der Kampagne ist Litkai Gergely, Inhaber des Dumaszínház, der für sein langjähriges Engagement im Umweltschutz bekannt ist. Er betont, dass digitale Verschmutzung unsichtbar, aber Teil unseres Lebens ist und jede kleine Entscheidung zählt. Wie Kepes Katinka, Leiterin von Neo Interactive, sagt:
„Diese Kampagne ist zugleich Bildung und Aufruf zum Handeln, denn wir glauben, dass die digitale Zukunft nur bewusst nachhaltig und sicher sein kann.“
Was kannst du tun? Fang noch heute an, bewusst zu handeln!
Du musst keine radikalen Veränderungen vornehmen. Weniger Bildschirmzeit, ein stärkeres Passwort und das Überprüfen von Nachrichtenquellen können schon viel bewirken. Wenn du Unternehmer bist: Schau, wie du deine Website optimieren und unnötigen Datenverkehr reduzieren kannst.
Die Digitale Bewusstseinswoche hilft uns, nicht nur Nutzer, sondern verantwortungsvolle Teilnehmende der digitalen Welt zu sein – und dabei Umwelt und Mitmenschen zu schützen.
Eine Woche, die Spuren hinterlässt und dir hilft, deinen eigenen Fußabdruck zu verringern
Das Abschluss-Event der Initiative findet am 7. Oktober im Rahmen der Internet Hungary Konferenz statt. Dort präsentieren die Organisatoren die Erkenntnisse der Kampagne mit Fallstudien und inspirierenden Beispielen.
Wenn du neugierig auf deinen eigenen digitalen Fußabdruck bist, kannst du ihn online schon jetzt messen – vielleicht überrascht dich das Ergebnis!











