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Welcher Imago-Typ bist du? Warum du dich zu bestimmten Männern hingezogen fühlst

Berényi Nora3 Min. Lesezeit
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Welcher Imago-Typ bist du? Warum du dich zu bestimmten Männern hingezogen fühlst — Beziehung
In diesem Artikel

Fangen wir beim Vater an

Der Imago ist der Mann, zu dem du unbewusst und tief im Inneren hingezogen bist, auch wenn dir nicht ganz klar ist, was hinter den Kulissen passiert. Dein Imago wird von deinem Vater und deinen Gefühlen ihm gegenüber geprägt. Von Geburt an sind es unsere Eltern, zu denen wir die engste Bindung haben, die unsere Persönlichkeit formen und eine große Rolle dabei spielen, was für Menschen wir werden und welchen Partner wir wählen.

Wenn wir auf jemanden treffen, der unserem Vater ähnelt, beginnen wir unwillkürlich, eine Bindung aufzubauen.

Wir fühlen uns verbunden, weil wir in ihm die Person erkannt haben, die im besten Fall Sicherheit bot, im schlechteren Fall aber Gewalt ausübte. Zahlreiche psychologische Studien haben untersucht, warum manche Frauen sich zu sogenannten "Bad Boys" hingezogen fühlen und an ihnen festhalten, obwohl sie körperlich und seelisch misshandelt wurden.

Die Untersuchungen führten zurück in die Kindheit, wo sich zeigte, dass Misshandlung für diese Frauen von klein auf ihre Komfortzone war. Es ist kaum zu glauben, aber sie verbanden Liebe mit Gewalt, denn egal wie der Elternteil war, suchte das Kind ein Leben lang nur seine Liebe, selbst im Erwachsenenalter.

Die Merkmale der Imago-Typen

Diese Frauen wählten immer wieder Männer, die sie ebenfalls misshandelten. Für sie war es völlig fremd, in einer Beziehung Wertschätzung und ehrliche Liebe zu erfahren.

Es ist keine Seltenheit, dass Frauen in einer andauernden Misshandlungsbeziehung gefragt werden, warum sie immer wieder zu dem zurückkehren, der sie verletzt hat. Die Antwort ist einfacher, als man denkt.

Diese Frauen lieben den Täter wirklich und können sich eine andere Art von Beziehung kaum vorstellen.

Leider suchen viele Frauen in dieser Situation nicht in der Vergangenheit nach Antworten. Die Heilung alter Wunden kann ein großer Schritt zur Genesung sein.

Wer nicht an den Vater heranreicht

Es kommt auch vor, dass zwischen Tochter und Vater eine so starke „Liebe“ entsteht, dass später kein Verehrer gut genug erscheint, um mit dem Vater mithalten zu können. Auch hier ist das Bild nicht ganz ungetrübt. Wahrscheinlich ist der Vater eine starke, männliche Persönlichkeit, die bewundert wird, vielleicht verwöhnt er seine Tochter, ist beruflich erfolgreich und erfüllt die Rolle des Familienoberhaupts.

Diese Mädchen neigen als Frauen dazu, diese Bewunderung auch in ihren Beziehungen zu suchen. Das nimmt jedoch die Möglichkeit vollständiger Intimität oder zumindest die Chance, dass zwei gleichwertige Partner in einer Beziehung sind.

Der Grund ist, dass diese Frauen brauchen, dass ihr Partner nach Perfektion strebt.

Das liegt daran, dass sie ihren Vater einst wie einen Gott angesehen haben und das mit Männlichkeit verbunden haben. Sie könnten sich schwer tun mit einem sensibleren, emotionaleren Mann, für den Verletzlichkeit in der Beziehung wichtiger ist als Perfektion.

Imago vs. wahrer Partner

Es ist natürlich nicht schlimm, wenn jemand einen Partner sucht, der den Eltern im Werteverständnis ähnelt, besonders wenn sie in der Kindheit viel Gutes erfahren haben. Emotional wird man jedoch erst vollständig, wenn man einen Partner wählt, der wirklich zu einem passt und nicht nur aus einem festgefahrenen Muster heraus. Dafür sind Selbstkenntnis und die Fähigkeit wichtig, die Eltern in ihrer Ganzheit zu sehen.

Sie sind nicht gut oder schlecht, sondern einfach Menschen, die hoffentlich ihr Bestes gegeben haben. Du erkennst, dass du mit deinem Imago abgeschlossen hast, wenn du anfängst, Männer wahrzunehmen, die dir vorher nie aufgefallen sind. Vielleicht zeigen sie dir eine ganz neue Welt – und damit auch eine neue Seite von dir.

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