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Wenn wir im Elternhaus sind, schalten wir immer in den Kindermodus – Darum geht’s

Berényi Nora3 Min. Lesezeit
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Wenn wir im Elternhaus sind, schalten wir immer in den Kindermodus – Darum geht’s — Familie
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Erwachsene mit Kinderkörper

Es gibt viele Erwachsene, die innerlich noch Kinder sind – vielleicht musst du gar nicht weit gehen, um einem zu begegnen. Das schmälert niemanden, aber es ist wichtig zu erkennen, dass das innere, verletzte Kind das Leben steuert. Emotional wird man erst wirklich erwachsen, wenn man trotz alter Verletzungen eigenständig Entscheidungen treffen kann.

Das bedeutet, dass ein Satz der Eltern das Kind nicht mehr trifft, weil es die alten Traumata verarbeitet hat und sie in die richtige Schublade legen kann. Fakt ist: Wir alle traumatisieren uns gegenseitig, und das sollten wir annehmen. Die Familie ist die beste Lernplattform für jede Seele, denn sie stellt genau die Aufgaben, die wir zu bewältigen haben. Ohne das wäre das Leben nur zielloses Treiben.

Das Geheimnis des Elternhauses

Manche kehren mit größter Freude ins Elternhaus zurück, andere betreten ihr Kinderzimmer mit weniger glücklichem Lächeln. Und dann gibt es auch diejenigen, die das Haus nie verlassen. Keine dieser Situationen ist verurteilenswert, aber jeder muss das Geheimnis und die Triebkraft seines Lebens entschlüsseln.

Wer immer wieder mit Freude und guter Nostalgie ins Elternhaus zurückkehrt, hatte wahrscheinlich eine weniger traumatisierte Kindheit oder die traumatischen Erlebnisse sind nicht mit diesem Ort verbunden.

Leider haben nicht alle dieses Glück, und viele kehren mit einem Kloß im Hals in ihr altes Zimmer zurück. Das ist nicht unbedingt die Schuld der Familie – oft entstehen Kindheitstraumata unbewusst durch die Eltern. In solchen Fällen lohnt es sich, an diesem Ort innezuhalten, denn sehr wahrscheinlich ist der Kindermodus aktiviert.

Den Kindermodus ausschalten

Eltern sorgen immer dafür, dass ihre Kinder Traumata haben, aber die Kinder bekommen auch eigene Kinder und geben diese Erfahrungen weiter – hoffentlich in einer bewussten Form. Eltern sind schließlich auch nur Menschen, Fehler sind unvermeidlich. Was bedeutet eigentlich perfekte Kindererziehung? Gibt es die überhaupt? Selbst renommierte Psychologen berichten offen von ihren Herausforderungen mit ihren Kindern – auch als Experten läuft nicht immer alles glatt. Doch als Erwachsene können wir unsere alten Traumata bearbeiten. Dann liegt die Verantwortung in unseren Händen.

Der erste Schritt, den Kindermodus auszuschalten, ist, den Eltern zu vergeben. Das muss nicht oberflächlich sein, sondern von Herzen kommen.

Dabei kannst du Wut, Ärger oder sogar Abneigung spüren – all das kann das innere Kind gerade fühlen. Aber sei dir bewusst: Das ist der Ärger deines kindlichen Ichs, und als Erwachsener kannst du daran arbeiten, dass sich das ändert. Du kannst sogar deine Beziehung zum Elternhaus heilen, indem du den Kindermodus ausschaltest. Der Schlüssel dazu ist die Heilung der Beziehung zu deinen Eltern. Nur wenn du an alten Verletzungen arbeitest, kannst du dich davon befreien.

Warte nicht auf den perfekten Moment oder Experten – fang jetzt mit kleinen Schritten an. Ein guter Anfang ist, an den Ort zurückzukehren und bewusst in dem Zimmer zu verweilen, in das es dir schwerfällt einzutreten. Frag dein inneres Kind, wie es sich fühlt, und beruhige es, indem du ihm versicherst, dass es bei dir sicher ist – denn du bist der beste Elternteil, der auf es aufpasst.

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