Er macht mich immer verantwortlich, wenn etwas fehlt

Je näher unser Urlaubstermin rückt, desto mehr wird das Packen für mich zur Stressquelle. Kurz vor der Abreise versuche ich, alles Nötige zusammenzutragen, damit wir bestens ausgestattet sind. Mein Mann kümmert sich zwar um seine Sachen und die Ladekabel, aber der Rest – die Kinder, die Küchengrundausstattung, eine kleine Hausapotheke und mehr – liegt bei mir.
Doch egal wie gründlich ich bin, irgendwas bleibt immer liegen – und das fällt sofort auf, wenn mein Mann ruft: „Warum hast du die Luftmatratze nicht eingepackt?“
Dann merke ich, wie mich schon der kleinste Seufzer oder ein scharfer Blick aus der Balance bringt. Auch wenn ich versucht habe, vorauszuplanen, wird das Vergessen einer Kleinigkeit schnell zum Streitpunkt. Doch bald erkennen wir, dass solche kleinen Pannen – wie das falsche Schuhwerk – keine Katastrophen sind.
Er hat keine Lust auf kulturelle Sehenswürdigkeiten

Im Urlaub suche ich immer Ziele aus, die Wandern und andere Sehenswürdigkeiten bieten. Neue Kulturen und Orte faszinieren mich. Deshalb freue ich mich darauf, lokale Museen, historische Stätten und Kunstgalerien zu besuchen – wenn auch nur für einen Tag. Mein Mann hingegen sieht das anders: Für ihn ist echte Erholung eher ein Tag am Pool mit einem Bier in der Hand.
Da wir aber trotzdem Zeit miteinander genießen wollen, finden wir meist einen Kompromiss. Oft bleibt es bei einem entspannten Spaziergang zu ein paar Sehenswürdigkeiten oder einer Bootstour, die auch die Kinder lieben.
Er kommentiert immer die Unterkunft

Kaum angekommen im Hotel oder Ferienapartment, nimmt mein Mann sofort die Umgebung unter die Lupe. Ob Aussicht, Komfort des Bettes oder Sauberkeit des Badezimmers – er kommentiert alles sofort. Er sieht zuerst die Fehler und kann erst danach die positiven Seiten genießen.
Dann wird klar, wie wichtig Kommunikation ist. Ich bleibe meist ruhig und erinnere ihn daran, dass diese kleinen Unannehmlichkeiten kaum ins Gewicht fallen angesichts des tollen Ortes, an dem wir sind. Er soll etwas entspannter sein – schließlich besteht das Leben nicht nur aus Memory Foam und Flachbildschirm.
Er mag keine Basare zum Bummeln

Beim Reisen liebe ich es, auf lokalen Märkten und Flohmärkten zu stöbern. Die bunte Vielfalt, die Düfte und die verschiedenen Dinge faszinieren meine Sinne. Mein Mann hingegen bevorzugt eher ruhige, vertraute Orte.
Vielleicht wegen der Menschenmengen oder dem Lärm ist das für ihn kein besonderes Erlebnis (okay, das Geld ausgeben spielt auch eine Rolle…). Ich habe gelernt, dass ich solche Ausflüge auch mal alleine machen kann – und es ist sogar entspannter, die Basare in meinem eigenen Tempo zu entdecken.
Er liebt es, im Sportbar zu essen...

Mein Mann ist ein begeisterter Sportfan – auch im Urlaub. Während ich mich darauf freue, besondere lokale Gerichte in einem gemütlichen Restaurant zu probieren, schlägt er manchmal vor, in einer Sportbar zu essen, um sein Lieblingsspiel live zu verfolgen. Meistens bin ich dann entspannt und lasse ihn entscheiden. Ein Tipp an meine lieben Leserinnen: Plant euren Urlaub nicht gerade zu großen Sportevents – das macht es für alle entspannter.











