Heutzutage wählen viele mit leuchtenden Augen trendige Einrichtungselemente, die den Alltag zuhause schnell zum Albtraum machen. Mach diese Fehler nicht selbst!
Ich bin kein Fan von „großen Putzaktionen“, denn ich glaube daran, dass die Reinigung für mich da ist – und nicht ich für die Reinigung. Zum Glück merkt das niemand, der bei mir zu Besuch ist. Denn es geht nicht darum, dass ich Ordnung und Sauberkeit nicht mag, sondern mir ist wichtig, so wenig Zeit wie möglich mit Bodenwischen, Staubwischen und Entkalken zu verbringen.
In unserem Alltag gehört das Aufräumen und Abwischen von Küchenarbeitsplatte und Tisch dazu. Den Wischmopp hole ich nur raus, wenn etwas daneben geht. In den letzten Jahren hat uns ein Saugroboter mit Wischfunktion zusätzlich entlastet – mein kleiner Helfer nimmt mir eine riesige Last ab.
Mein Tipp: Regelmäßigkeit ist wichtig, aber schon bei der Planung und Auswahl der Materialien solltest du darauf achten, möglichst wenig Zeit mit Putzen zu verlieren. Vermeide diese Oberflächen so gut es geht! Sie wirken zwar elegant und einladend auf Fotos, aber in der Realität zeigen sich Staubkörner, Wasserflecken und Fingerabdrücke immer im ungünstigsten Moment.
Zu dunkle Möbel und Fliesen
Auf den ersten Blick wirken schwarze Möbel, graphitgraue Fliesen oder matte schwarze Armaturen luxuriös. Doch nach ein paar Tagen zeigt sich der Nachteil: Jeder Tropfen und jedes Staubkorn ist sofort sichtbar. Schwarze Wasserhähne sind zwar super elegant, doch Wasser- und Seifenreste setzen sich so schnell ab, dass sie ohne ständiges Abwischen immer ungepflegt wirken. Gleiches gilt für dunkle Böden: Auch wenn du ständig saugst, kannst du oft schon am selben Tag wieder von vorne anfangen.
Hochglänzende und Glasoberflächen
Hochglänzende Küchenfronten oder polierter Marmor sehen wirklich toll aus – solange keine Hand- oder Glasabdrücke darauf sind. Das gilt auch für Glastische: Ein beliebtes Stück in Einrichtungszeitschriften, in der Realität aber ständig mit Flecken, Krümeln, Fingerabdrücken und Staub bedeckt. Nach jedem Glas Wasser musst du neu putzen – also wähle diese Oberflächen nur, wenn du gerne ständig zum Tuch greifst.
Matt ist auch keine gute Wahl
Matt lackierte Küchenfronten gelten oft als weniger empfindlich, doch fettige Fingerabdrücke setzen ihnen schnell zu. Manchmal sind sie sogar schwerer sauber zu halten als glänzende Oberflächen. Und bei Fliesen: Prägungen oder Mosaike sehen zwar zauberhaft aus, aber die Fugen und kleinen Ritzen zu reinigen ist so mühsam, dass es fast unmöglich ist, sie langfristig makellos zu halten.
Zu heller Boden
Weiß geölte Eiche, helle oder beige Fliesen lassen Räume größer wirken, heben aber auch jeden kleinen Schmutz hervor. In einem kleinen Bad wirkt helle Ausstattung verlockend, doch wenn du dunkle Haare hast, wirst du garantiert täglich saugen müssen. Helle Böden zeigen auch Wasserflecken, sodass der Gesamteindruck schnell ungepflegt wirkt. Besser sind gemusterte oder mitteltönige Böden – sie verbergen Schmutz und bewahren trotzdem das Raumgefühl.
Offene Bereiche
Offene Regale wirken auf den ersten Blick praktisch und stylisch (vor allem wenn sie teilweise eingebaut sind). Doch wahrscheinlich musst du jede Woche die Tassen oder Deko abstauben. Und wenn sie nicht bis zur Decke reichen, sammelt sich auf den Schrankoberseiten schnell Staub und Fett – das ist noch schwerer zu reinigen als üblich.
Das Geheimnis: Entscheide dich lieber für mitteltönige, gemusterte und leicht strukturierte Oberflächen – sie sehen nicht nur toll aus, sondern verbergen auch den täglichen Schmutz und Unordnung. So wirkt dein Zuhause immer ordentlich, auch wenn du nach einem anstrengenden Tag nur schnell die Küchenarbeitsplatte abwischst und den Abend lieber zum Entspannen nutzt. Und was ist mit glänzenden Flächen, schwarzen Accessoires und spannenden Texturen? Nutze sie als leicht zu reinigende Akzente, zum Beispiel in Form von kleinen Teppichen, Kissenbezügen, Vasen oder Blumentöpfen!











