Es gibt diesen bestimmten Moment Ende des Sommers, wenn man plötzlich genug von hellen, leichten Farben hat und sich nach tieferen, wärmeren Tönen sehnt. Genau dann kommt Burgund ins Spiel – und in dieser Saison ist die Farbe so präsent wie selten zuvor. Drei Schlüsselteile reichen, um sie mühelos in deinen Herbst-Look zu integrieren.
Warum Burgund diesen Herbst so dominiert
Burgund funktioniert im Herbst so gut, weil die Farbe genau das richtige Gleichgewicht aus Braun und Violett trägt – sie harmoniert wunderbar mit fallendem Laub, braunen Lederjacken und beigen Mänteln. Gleichzeitig hat sie genug Tiefe, um im Büro-Look elegant zu wirken.
Anders als klassisches Rot wirkt Burgund nicht aggressiv, verleiht aber genauso viel Selbstbewusstsein. Und das Beste: Man braucht keine komplett neue Garderobe. Mit drei gut gewählten Teilen lässt sich der gesamte Herbst-Stil drumherum aufbauen.
1. Der Strickrollkragen oder Pullover
Wenn du dir in dieser Saison nur ein einziges Burgund-Teil gönnst, dann lass es einen grobgestrickten Rollkragenpullover oder Hochkragenpullover sein. Burgund kommt auf gestrickten Materialien besonders gut zur Geltung – die Textur des Garns lässt den Ton noch tiefer und reicher wirken.
Mit einer Jeans und braunen Stiefeln entsteht sofort ein entspannter, aber gepflegter Alltagslook. Unter einem Blazer getragen funktioniert das Teil genauso gut im Büro. Wer empfindlich gegenüber Kälte ist, wird diesen Pullover zum liebsten Stück des Herbstes erklären – er wärmt und sieht dabei fantastisch aus.
2. Der Lederrock oder die Lederhose
Ein Burgund-Lederteil ist eines jener Kleidungsstücke, die für sich allein schon einen kompletten Look ausmachen. Man muss kaum etwas dazu tun – einfach anziehen, fertig.
Ein Kunstleder- oder Echtlederrock oder eine schmal geschnittene Lederhose in Burgund ist eine der schönsten Möglichkeiten, gewöhnliche Herbst-Outfits aufzuwerten. Die Kombination aus Leder und Burgund erzeugt eine dramatischere Wirkung als ein schlichtes schwarzes Teil – ohne dabei aufdringlich zu sein. Mit einer weißen Bluse und flachen Schuhen perfekt für tagsüber, mit einem schwarzen Top und Absatzschuhen problemlos auch für abendliche Anlässe geeignet.
3. Der Mantel oder Oversize-Blazer
Die mutigste – und vielleicht wirkungsvollste – Wahl ist ein burgunder Mantel oder Oversize-Blazer, der den gesamten Look prägt. Man muss ihn nicht jeden Tag tragen, aber wenn man ihn anzieht, ist der Unterschied sofort spürbar: Selbst die langweiligste Jeans-T-Shirt-Kombination wirkt dadurch interessanter.
Ein langer, gerade geschnittener Mantel in Burgund ist besonders vorteilhaft – auf der großen Fläche kommt die Tiefe der Farbe richtig zur Geltung. Bei Abendlicht schimmert das Burgund fast ins Schwarze, was dem Look zusätzlichen Charakter verleiht.
Wie kombiniert man Burgund, ohne zu übertreiben?
Burgund ist eine Farbe, mit der man schnell zu weit gehen kann. Am besten wählt man deshalb jeweils nur ein größeres Teil in dieser Farbe und hält die restlichen Elemente in Beige, Braun, Grau oder Schwarz. Diese neutralen Töne lassen Burgund erst richtig strahlen.
Wer mutiger ist, kann auch zwei Burgund-Teile kombinieren – etwa den Rollkragenpullover mit dem Rock. Dann sollte man jedoch darauf achten, dass die Farbtöne möglichst nah beieinanderliegen. Andernfalls wirkt das Outfit eher unkoordiniert als bewusst zusammengestellt.











