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Darum solltest du niemals wieder ein Kunststoff-Schneidebrett verwenden

Elisabeth Müller3 Min. Lesezeit
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Darum solltest du niemals wieder ein Kunststoff-Schneidebrett verwenden — Haushalt

Warum Bambus oder Holz?

Holzschneidebretter punkten mit ihrem natürlichen Material und der weichen Oberfläche, die deine hochwertigen Messer schont. Sie brauchen allerdings etwas mehr Pflege, etwa regelmäßiges Ölen, damit sie lange halten. Doch das ist nicht der einzige Grund, warum du dich für Holz oder Bambus entscheiden solltest!

Holz ist bekannt dafür, dass es durch seine Porosität Bakterien leichter aufnehmen kann – ein Nachteil. Doch Studien zeigen: Sobald das Holz nach der Reinigung trocknet, sterben die Bakterien schnell ab.

Harthölzer wie Ahorn oder Eiche können sogar schädliche Mikroorganismen einschließen und abtöten. Natürlich ersetzt das keine gründliche Desinfektion. Deshalb empfiehlt man in jeder Küche separate Bretter für tierische Produkte und für rohe Zutaten wie Gemüse und Obst. So kannst du das Risiko von Infektionen vermeiden oder stark reduzieren.

Schneidebretter aus natürlichem Holz sind zwar teurer, müssen aber sorgfältig gereinigt und vollständig getrocknet werden, damit sie lange halten. Kunststoffbretter sind günstiger, leicht und einfach zu reinigen – das klingt verlockend. Doch sie zerkratzen schneller und nutzen sich rascher ab, weshalb sie öfter ersetzt werden müssen. Ein Vorteil ist, dass sie spülmaschinenfest sind, was eine starke Sterilisation ermöglicht. Diese ist auch nötig, denn Kunststoffbretter bekommen tiefere Kratzer, die wie kleine Taschen für Bakterien wirken. Diese Taschen lassen sich mit herkömmlichen Reinigungsmethoden kaum oder gar nicht säubern.

Aber Kunststoff-Schneidebretter haben noch andere Probleme

Eine Studie der North Dakota State University unter Leitung von Himani Yadav zeigt: Beim Gebrauch von Kunststoff-Schneidebrettern entstehen Mikrokunststoffe – bei einer Nutzung können es 14 bis 20 Stück pro Schnitt sein, die sich vom Brett lösen und an Brett, Messer, Werkzeugen und Lebensmitteln haften.

Forscher fanden heraus, dass Mikrokunststoffe ständig in unserem Alltag präsent sind – im Flaschenwasser, in Meereslebewesen und sogar in der Luft, die wir einatmen. Kunststoffpartikel gelangen auch in Lebensmittel, etwa durch Transport in Plastikbehältern oder beim Erhitzen in Mikrowelle und Ofen.

In dieser Studie wurden speziell Schneidebretter untersucht: Pro Schnitt lösen sich 1 bis 15 Mikrokunststoffpartikel, was jährlich 7 bis 50 Gramm Kunststoff bedeutet – allein durch das Schneiden auf Kunststoffbrettern zuhause!

Obwohl wir noch wenig über Mikrokunststoffe wissen, ist klar: Diese oft unsichtbaren Partikel können in den Darm und Blutkreislauf gelangen und das Hormonsystem sowie die Verdauung schädigen. Sie können Fortpflanzungs- und Krebserkrankungen fördern, die Blut-Hirn-Schranke überwinden und wurden sogar in der Plazenta nachgewiesen. Wie genau sie wirken, ist noch unklar, doch Forscher sind sich sicher, dass sie langfristige, chronische Folgen haben. Komplett vermeiden können wir sie nicht, aber wir können bewusst weniger Kunststoff verwenden – zum Beispiel mit Holzschneidebrettern und natürlichen Textilien beim Verpacken.

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