Der Guardian hat kürzlich darauf hingewiesen, dass Zimmerpflanzen, die verlockend in Supermarktregalen stehen, oft schon unter schwierigen Bedingungen starten. Nicht unbedingt, weil du dich nicht mit Pflanzen auskennst. Wir zeigen dir, was hinter dem geheimnisvollen „Zimmerpflanzen-Fluch" stecken kann und wie du selbst zu einem selbstbewussten Pflanzenbesitzer wirst – auch wenn du bisher nur an Kakteen gedacht hast!
Worin liegt eigentlich das Problem?
Viele haben sich schon gefragt: Lohnt es sich überhaupt, Zimmer- oder Kräuterpflanzen im Supermarkt zu kaufen? Laut dem Guardian ist die Antwort nicht schwarz-weiß. Manche gedeihen auch zu Hause gut, doch die meisten – besonders Basilikum, Petersilie oder Minze – verabschieden sich oft schon in der ersten Woche.
Ich selbst habe das kürzlich erlebt: Mein anfangs wunderschöner Basilikum und Petersilie aus dem Supermarkt sah nach wenigen Tagen immer schlechter aus, und der Basilikum ist nach einigen Wochen komplett vertrocknet. Zum Glück weiß ich jetzt, woran das lag und was ich tun kann, damit es beim nächsten Mal besser klappt.
Der Guardian warnt, dass Pflanzen im Supermarkt meist wie schnell drehende Ware behandelt werden, nicht als Lebewesen. Sie stehen unter starkem Licht, werden unregelmäßig gegossen und sind oft schon geschwächt, wenn sie zum Kunden kommen. Kräuter werden besonders schnell „gezogen“ – in kleinen Töpfen, damit sie ein paar Tage bis zur Nutzung durchhalten, aber nicht für ein langes Leben.

Was kannst du tun, damit es besser läuft?
Wenn du keine Enttäuschungen mehr mit Supermarktpflanzen erleben möchtest, schau dir vor dem Kauf genau an, was du auswählst: Der Guardian rät, Pflanzen mit gelben oder hängenden Blättern sowie zu nasser oder komplett ausgetrockneter Erde zu meiden.
Schau wenn möglich auch in die Erde, ob Schimmel oder Schädlinge zu sehen sind. Zu Hause solltest du die Pflanzen in frische, für sie passende Erde umtopfen und sie mindestens zwei Wochen von anderen Pflanzen getrennt halten, bis du sicher bist, dass sie gesund sind.
Wenn du ganz sicher gehen willst, kauf lieber in Gärtnereien, Pflanzenläden oder Baumschulen, wo die Pflanzen fachgerecht gepflegt werden. Aber wenn dir beim Einkaufen ein gesunder grüner Mitbewohner begegnet und du Lust hast, dich zu kümmern, nimm ihn ruhig mit nach Hause. Mit etwas Aufmerksamkeit hält er lange durch!
So wirst du noch selbstbewusster
Wenn du gerade erst beginnst, dich mit Pflanzenpflege zu beschäftigen oder bisher nur Kakteen mit nach Hause genommen hast, aber mehr Grün möchtest, ist es am besten, langsam zu starten und nicht sofort einen Dschungel im Wohnzimmer zu schaffen.
Hier ein paar Tipps für mehr Erfolgserlebnisse:
- Starte mit pflegeleichten Sorten: Efeutute (Epipremnum aureum), Glücksfeder (Zamioculcas zamiifolia) oder Bogenhanf (Sansevieria trifasciata) sind ideale Einsteiger. Sie kommen mit wenig Licht und Wasser gut zurecht.
- Lerne richtig zu gießen: Die meisten Zimmerpflanzen sterben eher durch Überwässerung als durch Trockenheit. Statt regelmäßig zu gießen, fühl mit dem Finger die Erde an: Ist die oberste 2-3 cm trocken, wird es Zeit zu gießen. Noch feucht? Dann warte ein paar Tage. Das klappt bei den meisten Pflanzen gut.
- Kenntnis über Lichtbedarf: Manche Pflanzen mögen direktes Sonnenlicht, andere fühlen sich im Halbschatten wohler. Ein bisschen Recherche wirkt Wunder.
- Keine Angst vor Umtopfen: Wenn eine Pflanze aus ihrem Topf herausgewachsen ist, bringt frische Erde und ein größerer Topf neues Leben.
- Achte auf Schädlinge: Gelbe Blätter, klebrige Stellen oder kleine weiße Punkte können auf unerwünschte Gäste hinweisen. Je früher du sie entdeckst, desto besser kannst du deine Pflanze retten.
- Sei geduldig mit dir selbst: Jeder macht mal Fehler – auch erfahrene Pflanzenbesitzer. Sieh eine vertrocknete Pflanze nicht als Niederlage, sondern als Lernchance, um beim nächsten Mal besser für deine grüne Freundin zu sorgen!











