Wenn wir an öffentliches Reden denken, kommen vielen sofort volle Säle und Bühnen in den Sinn – dabei sind wir täglich alle mittendrin. Büropräsentationen oder das Besprechen neuer Ideen mit dem Chef sind genau solche Momente. Diese Situationen fordern unsere Kommunikationsfähigkeiten heraus und bieten Chancen, besser zu werden. Doch oft stehen uns unsere eigenen Worte im Weg, wenn es darum geht, echte Verbindungen und Verständnis zu schaffen.
„Vielleicht“
Wir sagen oft „vielleicht“, wenn wir unsicher sind oder keine klare Antwort geben wollen. Doch dieses Wort vermittelt dem Gegenüber, dass wir uns selbst oder unsere Aussage nicht sicher sind – das kann Vertrauen schwächen. Besser ist es, präzisere Alternativen zu nutzen, die unsere Unsicherheit genauer ausdrücken, wie „möglich“, „höchstwahrscheinlich“ oder „nicht ausgeschlossen“. So zeigen wir offen und differenziert, dass wir für verschiedene Optionen offen sind.
„Ich weiß“
„Ich weiß“ kann in der Kommunikation sehr hinderlich sein, wenn es falsch eingesetzt wird. Es kann Gespräche abrupt beenden, bevor sie richtig begonnen haben. Wenn wir es sagen, wirkt es manchmal, als wären wir mit unserem Wissen zufrieden und nicht offen für Neues. Stattdessen lohnt es sich, mit offenen Fragen das Gespräch weiterzuführen. Wenn jemand etwas teilt, versuchen wir, den Hintergrund zu verstehen und nach Details zu fragen – so zeigen wir echtes Interesse und Offenheit für den Austausch.
Die Grenzen von „nicht“
„Nicht“ – so ein kleines Wort, und doch nutzen wir es oft, ohne über seine Wirkung nachzudenken. Weil es oft kategorisch und ablehnend klingt, erzeugt es beim Gegenüber Blockaden und Abschottung. Bevor wir es verwenden, sollten wir Alternativen finden wie „steht nicht zur Verfügung“, „wir sind noch nicht so weit“ oder „derzeit nicht möglich“. Diese nuancierteren Formulierungen fördern kreatives Denken und Problemlösung, während sie die Tür für zukünftige Möglichkeiten offenhalten.
Kommunikation ist eine lebendige Fähigkeit, die wir jederzeit verbessern können. Indem wir bestimmte Ausdrücke bewusst vermeiden, schaffen wir schon bessere Voraussetzungen für erfolgreiche und wirkungsvolle Gespräche. Der Schlüssel liegt in Offenheit und Flexibilität: Indem wir flexibel auf unser Gegenüber eingehen, schaffen wir eine Atmosphäre, in der alle sich frei ausdrücken können und echter Dialog entsteht. Kein Wunder, dass unsere Gespräche mit unserer Entwicklung immer bereichernder und wertvoller werden.











