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Diese Pflanzen jetzt im August setzen – und der Garten blüht im September nochmal auf

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Diese Pflanzen jetzt im August setzen – und der Garten blüht im September nochmal auf — Garten & Terrasse
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Wer glaubt, im August sei es zu spät zum Pflanzen, liegt falsch. Tatsächlich ist der Hochsommer für einige hitzetolerante Stauden, Ziergräser und spätblühende Pflanzen ein idealer Startzeitpunkt – vorausgesetzt, man geht es richtig an.

Frisch eingepflanzte Exemplare brauchen in den ersten Wochen mehr Wasser als üblich. Am besten morgens pflanzen, gründlich angießen und die Wurzelballen nie vollständig austrocknen lassen. Der Lohn: Farbe und Struktur im Garten noch bis in den Herbst hinein – mit Pflanzen, die auch in den kommenden Jahren wiederkommen.

Purpursonnenhut (Echinacea purpurea)

Der Purpursonnenhut ist einer der Hauptdarsteller im Augustgarten. Mit Blüten in Rosa, Lila, Koralle, Orange, Gelb oder Weiß bringt er genau dann Schwung ins Beet, wenn die Sommerblüher langsam müde werden.

Im August empfiehlt sich ein bereits vorgezogenes Exemplar aus dem Container statt einer Aussaat – so musst du nicht monatelang auf die erste Blüte warten. Sorten wie „Magnus" oder „White Swan" machen das Beet schnell zum Hingucker und werden mit den Jahren voller und kräftiger.

Der markante, kegelförmige Blütenkopf bleibt auch nach der Blüte dekorativ und liefert Vögeln im Winter wertvolle Samen. Pflanze ihn an einen sonnigen Standort in durchlässigen Boden und gieß in den ersten Wochen gründlich – lieber seltener und dafür tiefer als häufig und oberflächlich.

Fetthenne (Hylotelephium spectabile)

Gibt es eine sonnige, etwas trockenere Ecke im Garten? Dann ist die Fetthenne die naheliegende Wahl. Sie ist anspruchslos, bleibt von Spätsommer bis weit in den Herbst attraktiv und nimmt es mit sommerlicher Hitze gelassen auf.

Die Knospen der Sorte „Autumn Joy" beginnen grünlich, wechseln zu einem warmen Rosa und nehmen schließlich rostig-rote Töne an. Die über den fleischigen Blättern stehenden Blüten sind zudem ein beliebtes Ziel für Bestäuber in der Spätsommersaison.

Im August lässt sie sich problemlos aus dem Topf einpflanzen – achte aber darauf, dass der Ballen in den ersten Wochen nicht austrocknet. Zu nasse, nährstoffreiche Erde mag sie hingegen nicht: Gute Drainage ist wichtiger als regelmäßiges Gießen.

Sonnenhut (Rudbeckia fulgida)

Manchmal ist Zurückhaltung schlicht überbewertet. Der Sonnenhut macht keinen Hehl daraus: Seine goldgelben Blütenblätter mit dem dunkelbraunen Zentrum bringen sofort Leben ins Beet – und im August ist genau das gefragt.

Die Sorte „Goldsturm" ist ein Klassiker aus gutem Grund: lang blühend, robust und an sonnigen Standorten von ihrer besten Seite. Besonders schön wirkt sie neben blauviolett blühenden Stauden wie Katzenminze oder Salbei – zusammen entsteht ein Eindruck, als hätte eine spätsommerliche Blumenwiese den Weg in den Garten gefunden.

Regelmäßig angießen nach dem Einpflanzen, und verblühte Stängel konsequent abschneiden – das regt zu einer neuen Blütenwelle an. Höhere Exemplare kommen besonders gut zur Geltung, wenn sie von niedrigeren Pflanzen umgeben sind.

Steppensalbei (Salvia nemorosa)

Salbei ist weit mehr als ein Küchengewürz: Die Zierformen gehören zu den elegantesten Möglichkeiten, vertikale Struktur und blaue bis violette Töne ins Beet zu bringen.

Salvia nemorosa bildet schlanke, aromatische Blütenähren und kann nach dem Rückschnitt erneut blühen. „Caradonna" und „May Night" sind bewährte Sorten; an wärmeren Standorten kommt auch der Blaue Salbei (Salvia farinacea) in Frage.

Blauviolett kombiniert besonders schön mit gelb oder orange blühenden Nachbarn. Sonniger, gut drainierter Standort, in den ersten Wochen regelmäßig gießen. Sobald die erste Blütenwelle abgeklungen ist, verblühte Triebe zurückschneiden – bis zum ersten Frost ist dann oft noch eine zweite Runde drin.

Ziergräser

Blüten bekommen meist die Aufmerksamkeit, aber Ziergräser sind es, die einem Garten seinen Zusammenhalt geben. Auch im August lassen sich kräftige Exemplare einpflanzen, die sofort Höhe, Textur und Bewegung ins Beet bringen.

Das Federrohr-Gras (Calamagrostis × acutiflora „Karl Foerster") ist eine verlässliche, aufrecht wachsende Wahl. Das Rutenhirse (Panicum virgatum) wirkt luftiger und leichter und zeigt im Herbst eine wunderschöne Herbstfärbung. Ein echter Blickfang ist außerdem Muhlenbergia capillaris mit seinen rosafarbenen, wolkigen Blütenrispen.

Ziergräser entfalten ihre volle Wirkung, wenn sie so platziert werden, dass das schräge Abendlicht durch die Halme scheint – dann bekommt selbst ein schlichter Septembergarten etwas Filmisches. Im ersten Monat regelmäßig gießen, und die verblühten Halme ruhig über den Winter stehen lassen: Sie geben dem Garten Struktur und sind für Tiere wertvoll.

Wandelröschen (Lantana camara)

Wenn die Kübelpflanzen auf der Terrasse im August etwas müde wirken, bringt das Wandelröschen neuen Schwung. Seine kleinen Blüten erscheinen in Gelb, Orange, Rosa, Rot und Lila – manchmal sogar in einem einzigen Blütenstand – und es verträgt Hitze klaglos.

In wärmeren Regionen Europas kann es als Staude überwintern, hierzulande behandelt man es besser als einjährige Sommerblume. Es braucht einen sonnigen Standort, gut durchlässige Erde und regelmäßiges Gießen; Schmetterlinge schätzen es sehr.

Im Topf gepflanzt ist es eine dankbare Lösung für Balkon oder Terrasse und peppt auch weniger ansehnliche Ecken schnell auf. Wichtig: Nicht zu viel düngen – wer es übertreibt, riskiert üppiges Blattwachstum auf Kosten der Blüten.

Japanische Herbstanemone (Anemone hupehensis)

Wer es lieber zart und luftig mag, findet in der Japanischen Herbstanemone eine der schönsten Spätsommerstauden überhaupt. Ihre rosa oder weißen Blüten schwingen auf dünnen, anmutigen Stielen und machen sich besonders gut an halbschattigen Stellen.

Ihr großer Auftritt kommt genau dann, wenn andere Pflanzen im Garten langsam ihren Sommerschwung verlieren – also von Ende August bis in den Oktober. Sie bevorzugt feuchten, aber gut drainierten Boden und sollte nicht der prallen Nachmittagssonne ausgesetzt werden.

Im ersten Jahr braucht sie etwas Geduld, bis sie sich richtig etabliert hat. Danach breitet sie sich recht zügig aus – deshalb genug Platz einplanen. Sie ist keine Pflanze, die sich langfristig in einen kleinen Winkel zwängen lässt.

Herbstaster (Symphyotrichum novae-angliae)

Die Herbstaster ist der krönende Abschluss der Gartensaison. Ihre lila, rosafarbenen oder bläulichen Blüten erscheinen genau dann, wenn die meisten Sommerblüher bereits verblüht sind – perfekt für alle, die den Garten so lange wie möglich in Farbe halten wollen.

Die Blüten sind zudem eine wichtige Nahrungsquelle für Schmetterlinge und Bienen in der späten Saison. Wer wenig Platz hat, greift zu einer kompakteren Sorte wie „Purple Dome".

Die Herbstaster liebt einen sonnigen Standort mit ausreichend Feuchtigkeit. Im August eingepflanzte Containerexemplare haben noch genug Zeit, sich vor dem ersten Frost zu festigen. Nach dem Einpflanzen die Erde nicht austrocknen lassen – eine Mulchschicht hilft, die Feuchtigkeit zu halten und den Boden etwas kühler zu halten.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Pflanzen im August?

Idealerweise am frühen Morgen oder am Abend, wenn es kühler ist. So leiden die frisch eingesetzten Pflanzen weniger unter Hitzestress und können besser anwurzeln. Immer gut angießen direkt nach dem Einpflanzen.

Welche dieser Pflanzen sind auch für Anfänger geeignet?

Fetthenne, Sonnenhut und Herbstaster gelten als besonders pflegeleicht und verzeihen kleinere Pflegefehler. Sie sind robust, anspruchslos und kommen auch mit sommerlicher Trockenheit gut zurecht.

Kann ich alle genannten Pflanzen auch in Töpfe pflanzen?

Grundsätzlich ja, wobei Wandelröschen und Steppensalbei sich besonders gut für Kübel und Balkonkästen eignen. Wichtig ist dabei immer eine gute Drainage und häufigeres Gießen als im Beet, da Töpfe schneller austrocknen.

Welche Pflanzen blühen am längsten bis in den Herbst?

Herbstaster und Japanische Herbstanemone blühen am spätesten und halten die Farbe im Garten bis weit in den Oktober. Purpursonnenhut und Fetthenne punkten ebenfalls mit einer langen Blütesaison bis in den frühen Herbst.

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