Es gibt Dinge, die wir an Männern bewundern und loben – obwohl sie eigentlich das absolute Minimum in einer funktionierenden Partnerschaft darstellen sollten. Zeit, das beim Namen zu nennen.
Er plant Dates
„Er organisiert Abende für uns!" Das klingt schön, aber es sollte keine Seltenheit sein. Es ist keine außergewöhnliche Leistung, wenn ein Mann Qualitätszeit mit seiner Partnerin verbringen möchte – und das nicht mit einem laschen „Geh du entscheiden, wohin wir gehen" abhandelt.
Karten fürs Kino, ein Tisch im Restaurant, ein Konzert oder ein gemeinsamer Ausflug: In einer gesunden Beziehung sollte das eine Selbstverständlichkeit sein, kein Grund zum Staunen.
Er sorgt für Sicherheit
„Wenn unsere Tochter feiern war, holt er sie mit dem Auto ab." Natürlich tut er das. Die Sicherheit seiner Kinder sollte für jeden Vater an erster Stelle stehen – dass niemand nachts allein durch die Stadt läuft, ist kein Heldentum, sondern elterliche Grundverantwortung.
Er pflegt sich
„Er duscht täglich, benutzt Shampoo, Duschgel, Deodorant und zieht saubere Kleidung an!" Herzlichen Glückwunsch: Du hast einen Mann gefunden, der grundlegende Körperhygiene beherrscht. Das ist kein Plus – das ist der Standard.
Er hört zu
„Er hört mir wirklich zu!" Es ist traurig, dass wir das als besondere Qualität betrachten. Partner sollten einander zuhören – ohne den anderen ständig zu unterbrechen oder das Thema auf sich selbst zu lenken. Das ist keine Tugend, das ist Grundrespekt.
Er kann kochen
„Er kann kochen! Na ja, zumindest ein Rührei machen oder den Kindern Würstchen aufwärmen..." Toll, ein erwachsener Mann ist in der Lage, seinen Kindern etwas zu essen zu machen, ohne die Küche in Brand zu setzen.
Viele Mädchen schaffen das bereits mit acht Jahren – wenn sie für ihre Geschwister kochen. Komischerweise wird das bei ihnen als selbstverständlich abgetan.
Er antwortet auf Nachrichten
„Er antwortet auf Nachrichten – und das ziemlich schnell!" Nun ja: Er verfügt über grundlegende Kommunikationsfähigkeiten und ignoriert dich nicht stundenlang. Was für eine Errungenschaft.
Er räumt nach sich auf
„Er spült sein Geschirr weg!" Super. Aber macht er das auch regelmäßig nach dem Familienabendessen, wenn das Spülbecken voll ist – ohne dass man ihn darum bitten muss? Oder schafft er es nur gelegentlich, seine Kaffeetasse auszuspülen?
Wenn die Frau gekocht hat, sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass der Mann den Abwasch übernimmt – oder zumindest die Spülmaschine ein- und ausräumt.
Gegenseitige Lust
„Im Bett ist ihm mein Vergnügen wichtig." Intimität sollte immer für beide schön sein. Wenn deinem Partner deine Lust egal ist, hat er dich nicht verdient.
Jeder Mann sollte wissen, dass Frauen mehr Zeit brauchen, um in Stimmung zu kommen. Akzeptiere keinen, der schnell fertig ist, sich dann umdreht und einschläft – als hätte er einen großen Gefallen getan.
Er respektiert ein „Nein"
„Er akzeptiert es, wenn ich Nein sage!" Egal ob im Bett oder im Alltag: „Nein" ist ein vollständiger Satz. Ein einziges Nein sollte in jeder Situation ausreichen. Betteln, Drängeln und Überreden haben hier keinen Platz.
Er merkt sich wichtige Daten
„Er erinnert sich an unseren Hochzeitstag und weiß, wann die Kinder Geburtstag haben!" Diese Daten sind genauso wichtige Meilensteine in seinem Leben wie in deinem. Es ist kein besonderes Talent, sich daran zu erinnern – es ist schlicht Aufmerksamkeit.
Er ist kein Babysitter seiner eigenen Kinder
„Er passt auf die Kinder auf, wenn ich etwas erledigen muss." Also – er „babysittet" seine eigenen Kinder? Es sind auch seine Kinder: Sich um sie zu kümmern ist kein Gefallen an die Mutter, sondern genauso seine Aufgabe. Elternschaft ist kein Teilzeitjob für Väter.
Er starrt keine anderen Frauen an
„Er starrt keine Frauen auf der Straße an." Wow. Er dreht sich nicht nach jeder attraktiven Frau um, während du neben ihm gehst? Das ist kein Verdienst – das ist elementarer Respekt gegenüber der Partnerin.
Er fährt die Kinder zum Training
„Er bringt die Kinder zum Sport." Wo steht eigentlich geschrieben, dass der Chauffeur der Kinder immer nur die Mutter sein muss?
Wir sollten aufhören, Männer für Dinge zu loben, die einfach zum normalen Erwachsenenleben gehören. Und wir sollten anfangen, höhere Erwartungen an Partnerschaften zu stellen – für uns selbst und für die nächste Generation.
Warum loben wir Männer für das Minimum?
Weil die Messlatte gesellschaftlich oft viel zu niedrig liegt. Was bei Frauen als selbstverständlich gilt – Kümmern, Organisieren, Kommunizieren – wird bei Männern als besondere Qualität gewertet. Das Problem beginnt oft schon in der Erziehung.
Was sollte ich tun, wenn mein Partner diese Grunderwartungen nicht erfüllt?
Ein offenes, ruhiges Gespräch ist der erste Schritt. Wenn grundlegende Dinge wie Zuhören, Respekt oder gemeinsame Elternverantwortung dauerhaft fehlen, lohnt es sich, professionelle Paarberatung in Betracht zu ziehen.
Ist es unfair, diese Erwartungen als „Minimum" zu bezeichnen?
Nein. Dinge wie Hygiene, Kommunikation, das Respektieren eines Neins oder das Kümmern um die eigenen Kinder sind keine besonderen Leistungen – sie sind die Grundlage jeder gesunden Partnerschaft und jeder verantwortungsvollen Elternschaft.
Gilt das alles nur für Männer?
Der Artikel fokussiert sich auf typische Muster, die in heterosexuellen Beziehungen oft beobachtet werden. Grundlegende Erwartungen wie Respekt, Zuhören und gemeinsame Verantwortung gelten selbstverständlich für alle Partner – unabhängig vom Geschlecht.











