Beginne mit ein wenig Vorbereitung
Bevor du mit dem Bepflanzen des großen Blumenkastens beginnst, lohnt es sich, einige Dinge zu bedenken. Entscheide zuerst, was dein Ziel mit dem Blumentopf ist. Möchtest du, dass er leicht beweglich ist – zum Beispiel, wenn du ihn saisonal umstellen oder im Winter an einen geschützteren Ort bringen möchtest? In diesem Fall ist es ratsam, leichte, recycelte Materialien für den Boden des Kastens zu wählen, damit er nicht zu schwer wird.
Wenn du hingegen an einen größeren, stabil stehenden Behälter denkst – zum Beispiel neben der Haustür, in der Ecke des Balkons oder auf der Terrasse –, ist es wegen Wind und Wetter wichtig, dass er nicht umkippen kann. Verwende dann lieber schwerere, massivere Materialien am Boden, damit er sicherer steht.
Außerdem solltest du auch die Art der Pflanzen berücksichtigen. Ein hoch wachsendes Ziergras oder eine Säulentuja kann bei Wind viel leichter umkippen als eine niedrige, buschige Blume – das beeinflusst ebenfalls, welchen Füllstoff du wählst.
Obwohl es etwas mehr Zeit kostet, als gleich mit der Arbeit zu beginnen, kannst du durch gute Vorbereitung nicht nur Zeit und Geld sparen, sondern deine Pflanzen fühlen sich auch in einem richtig gestalteten Blumentopf wohler.

Wenn du leichte Materialien wählen möchtest
- Kunststofftöpfe: Verwende alte Kunststofftöpfe, die du verkehrt herum auf den Boden des Behälters stellst. Du kannst einen größeren einsetzen oder mehrere kleinere nebeneinander platzieren.
- Styropor: Leicht und gut raumfüllend. Du kannst ganze Blöcke oder kleinere Stücke verwenden.
- Luftpolsterfolie: Wenn du überschüssige Luftpolsterfolie hast, eignet sie sich auch gut als Raumfüller. Achte nur darauf, dass sie die Abflusslöcher nicht verschließt!
- Milch- oder Wasserflaschen: Ein oder zwei leere Plastikflaschen können ebenfalls gut als Füllmaterial dienen, besonders bei breiteren Kästen.
- Kiefernzapfen: Wenn du eine natürliche, biologisch abbaubare Lösung möchtest, sind Kiefernzapfen eine tolle Wahl! Sie kompostieren mit der Zeit, du musst aber damit rechnen, den Behälter jede Saison neu zu füllen.
Wenn du schwere Materialien wählen möchtest
- Ziegel oder Pflastersteine: Wenn du möchtest, dass der Kasten nicht umkippt, lege einfach einige Ziegel oder Pflastersteine auf den Boden.
- Größere Steine: Einige größere Steine (oder Flusskiesel) machen den Kasten ebenfalls stabiler und helfen auch bei der Wasserableitung. Grober Schotter ist ebenfalls geeignet.
- Gebrochene Tontöpfe: Alte, zerbrochene Tontöpfe sind auch nützlich; eine Schicht am Boden des Kastens unterstützt die Wasserableitung und reduziert den Erdverbrauch.

Worauf du immer achten solltest
Es ist wichtig zu wissen, dass wenn du irgendein Material auf den Boden des Blumentopfes legst (zum Beispiel Styropor, Plastikflaschen oder Steine), du damit das Wasserniveau der Blumenerde anhebst. Das bedeutet, dass Wasser leichter in der Nähe der Wurzeln stehen bleiben kann, was Wurzelfäule verursachen kann.
Um dies zu vermeiden, achte immer darauf, dass unter den Wurzeln der Pflanze eine ausreichende Erdschicht – mindestens ein paar Zentimeter – vorhanden ist, durch die überschüssige Feuchtigkeit abfließen kann. Das unterstützt nicht nur die Wasserableitung, sondern bietet auch mehr Platz für die Wurzeln, nach unten zu wachsen.
Eine weitere nützliche Methode ist, den Blumentopf wie einen Zierbehälter zu verwenden. In diesem Fall legst du den Füllstoff auf den Boden des großen Kastens und stellst dann einfach einen kleineren Topf mit Abflusslöchern hinein, in dem die Pflanze selbst steht. So kann überschüssiges Wasser leichter abfließen und die Pflanze ist vor stehendem Wasser geschützt.
Es ist auch sehr wichtig, dass du die Abflussöffnung des Blumentopfes niemals vollständig verschließt! Wenn das Wasser nicht abfließen kann, bleibt es unten stehen und kann die Pflanze mit der Zeit schädigen. Wenn du zum Beispiel einen Kunststoffbehälter als Füllstoff verwendest, bohre oder schneide Löcher hinein, damit das Wasser ungehindert abfließen kann.
Schließlich, wenn du eine Pflanze einsetzt, die besonders empfindlich gegen Staunässe ist oder eine gute Wasserableitung benötigt (zum Beispiel mediterrane oder sukkulente Pflanzen), solltest du nicht nur den Boden, sondern auch die Blumenerde verbessern. Mische Perlit, groben Sand oder Kies hinzu – diese verbessern die Belüftung der Erde und reduzieren die Wasserhaltefähigkeit.











