Jedes Festival ist eine eigene Welt. Schauen wir, wie jeder seine Lebensqualität in dieser kleinen Gemeinschaft verbessert. Natürlich solltest du nicht jeden Hack nachmachen, besonders wenn er gegen Regeln verstößt.
Vergraben
Kein neuer Trick, aber definitiv einer der effektivsten, wenn du in der Stadt wohnst, in der das Festival stattfindet. Wochen vor Beginn – und dem Bühnenaufbau – gehen wir mit Freunden hin und vergraben eine Menge Getränke dort, wo das Camping sein wird. Es ist nicht einfach, weil man tief graben muss, aber es lohnt sich. Am ersten Tag musst du nur früh ankommen, dein Zelt in der Nähe des Verstecks aufbauen und die Flaschen ausgraben. So sparen wir eine unglaubliche Menge Geld.
Erreichbarkeit
Schreib die Telefonnummern deiner Freunde auf einen Zettel, denn wenn du dein Handy verlierst oder der Akku leer ist, kannst du sie nicht auswendig. Am besten fotografierst du die Nummern und speicherst das Bild als Bildschirmschoner, so kann jeder, der dein Handy findet, sie anrufen.
Schmerzfrei

Lidocain-Spray. Einfach auf den Rücken oder die Beine sprühen und du kannst problemlos drei Konzerte am Stück stehen – ganz ohne Schmerzen. Eine Freundin von mir bringt immer ihren federleichten Klapp-Campingstuhl mit, den sie einfach aus dem Rucksack holt und gemütlich sitzend das Konzert genießt.
Abgekühlt
Ich habe einen dünnen Seidenkimono, der hübsch aussieht und einem Kimono ähnelt. Ich nehme ihn immer mit und wenn es extrem heiß ist, befeuchte ich ihn. Solange er nicht trocken ist, wirkt er wie eine Klimaanlage. Mein kleiner Handventilator ist auch immer dabei!
Der magische Trichter

Mein Leben hat sich verändert, als ich zum ersten Mal einen Urintrichter benutzt habe. Kein Bücken oder Hocken mehr, einfach hinstellen und fertig – genial. Wenn du keinen Trichter verwenden möchtest, empfehle ich WC-Sitz-Schutzpapier. Es ist einzeln verpackt und ein paar Stück passen in deine Tasche.
Sicherheit
Ein Rucksack-Schloss. So muss ich mir keine Sorgen machen, dass jemand während des Konzerts den Reißverschluss öffnet und etwas klaut. Der Code ist einfach und dreistellig, den merke ich mir auch nach ein paar Drinks. Wenn ich auf dem Festival zelte, ist eine Stirnlampe unverzichtbar. Ein Freund von mir hat sich am ersten Tag den Knöchel verstaucht, weil er im Dunkeln über eine Wurzel gestolpert ist. Die Lampe war auch hilfreich, als ich einem Mädchen half, ihren Ohrring im Gras zu finden. (Sie war so dankbar, dass sie die Nacht in meinem Zelt verbrachte.)
Unsichtbar
Wenn du nicht in Konzertaufnahmen auftauchen möchtest – wer will schon sehen, wie man betrunken auf der Schulter eines Typen singt – dann trage ein Oberteil mit großem Markennamen. Das funktioniert auf allen europäischen Festivals, weil dort nur offizielle Sponsor-Logos gezeigt werden dürfen.
Packen
Eine Packung Müllbeutel ist immer praktisch: Darin packe ich nasse oder schlammige Kleidung, wenn es regnet, und auch meine schmutzige Wäsche. Statt Toilettenpapier – das nass werden kann – nehme ich lieber Feuchttücher mit. Die sind auch super, wenn die Duschschlangen lang sind und ich keine Lust habe zu warten. Unter der Dusche trage ich immer dicksohlige Badeschuhe.
Wichtiges
Schlafmaske und Ohrstöpsel, eine dünne aufblasbare Reisematratze für guten Schlaf. Isolierband für den Fall, dass Zelt, Tasche oder Rucksack reißen. Alkoholisches Handdesinfektionsmittel, das ist sogar als Ersatz fürs Waschen praktisch. Außerdem Pflaster, Einlegesohlen, Elektrolytkapseln, Schmerzmittel und viel mehr Socken, als du denkst.
Privat
Ich hatte genug von den ständig unzumutbaren – vollgekotzten und "beschmutzten" – ToiToi-Toiletten. Meine Technik war, über dem Loch zu hocken und so zu pinkeln, aber einmal hat jemand die Kabine angerempelt und ich bin gefallen. Das war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Im nächsten Jahr habe ich am Nullten Tag ein "Außer Betrieb"-Schild an die letzte Toilette gehängt und so hatten meine Freundinnen und ich die ganze Zeit unsere eigene Toilette.











