„Bei Todesfällen schneiden Frauen sich einen Finger ab“ – die 10 verrücktesten Stammesrituale.
Ungewöhnliche Bräuche indigener Völker, die uns schaudern lassen.
Feuerameisen
Der Sateré-Mawé Stamm im Amazonas-Dschungel hat wohl die härteste Initiation zum Mannsein. Ältere Männer füllen einen Handschuh mit betäubten Feuerameisen, deren Stacheln nach innen zeigen. Junge Jungen ab 12 Jahren stecken für zehn Minuten ihre Hände hinein. Die Ameisen stechen schmerzhaft, doch Schreien oder Weinen ist verboten – sie müssen still ertragen. Die Stiche können Zittern und vorübergehende Lähmungen auslösen und wirken bis zu 24 Stunden! Und das nicht nur einmal: Mindestens zwanzigmal müssen sie diese Prüfung bestehen. Ein amerikanischer Dokumentarfilmer, der es ausprobierte, schrie nach wenigen Sekunden vor Schmerz und musste sofort ins Krankenhaus, wo er zwei Tage blieb.
Männer-Schönheitswettbewerb
Im afrikanischen Wodaabe-Stamm wählen die Frauen ihre Partner auf ganz besondere Weise. Beim Gerewol-Festival treten die Männer mit aufwendig geschminktem und geschmücktem Gesicht auf – wie bei einem Schönheitswettbewerb. Die Frauen suchen sich so ihren zukünftigen Partner aus.
Wolfzahn
Das Ritual „Mesangih“ der balinesischen Volksgruppe bedeutet das rituelle Feilen der spitzen Eckzähne. Die Jugendlichen glätten ihre „Wolfzähne“, die für Jugendlichkeit stehen. Damit zeigen sie, dass sie ins Erwachsenenalter eintreten und ihre „tierischen“ Eigenschaften wie Gier, Wut, Begierde und Eifersucht hinter sich lassen.
Peitsche

Auch beim westafrikanischen Fulani-Stamm ist der Weg zum Mannsein kein leichter. Bei der Sharo-Zeremonie werden junge Männer vor der ganzen Gemeinschaft ausgepeitscht und gedemütigt, während ihre Familien zusehen. Die Zeremonie beweist, dass sie Schmerz gefühllos ertragen können und bereit sind, als Männer anerkannt zu werden.
Todessprung
Auf einer Insel in Vanuatu, Pentecost, findet jedes Frühjahr das „Naghol“ statt – eine Art Vorläufer des Bungee-Jumpings. Männer binden sich Seile aus Pflanzen an die Beine und springen von 10 bis 15 Meter hohen Türmen, um Mut zu beweisen und eine reiche Ernte der Yamswurzel zu sichern. Die Seile aus Ranken halten nicht immer, und es kommt zu schweren Verletzungen.
Der Sonnentanz
Bei manchen indianischen Stämmen ist es Brauch, dass Männer – und manchmal auch Frauen – sich mit durchstochenem Brust- oder Rückenhaut an Holzpfähle hängen und in der Luft schwebend in die Sonne blicken, in der Hoffnung, Visionen zu sehen.
„Schöne Narben“
Im Stamm der Kanigara in Papua-Neuguinea werden Jungen von der Kindheit bis zum Mannsein mit kunstvollen Narben markiert. Die Muster sind ästhetisch und für Frauen streng verboten.
Der Totentag
Die Toraja in Indonesien graben ihre verstorbenen Angehörigen alle paar Jahre aus. Die mumifizierten, zu Skeletten getrockneten Toten werden gewaschen und neu eingekleidet. So bleibt die enge Verbindung zur Familie erhalten.
Kannibalismus
Der Wari-Stamm in Brasilien isst seine verstorbenen Mitglieder als letzte Ehrung. Der ebenfalls brasilianische Yanomami-Stamm verzehrt die Asche der Toten, damit deren Seele in ihnen weiterlebt.
Verschwindende Finger

Im indonesischen Dani-Stamm trauern Frauen auf extreme Weise: Bei jedem Todesfall schneiden sie sich ein Fingerglied ab. Mit diesem körperlichen Schmerz drücken sie die Trauer um den Verlust aus. Besonders bei älteren Frauen sieht man diese Rituale deutlich – manche haben kaum noch Finger an der Hand.











