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„Keine Reisen mehr!” 3 Dinge, mit denen man uns vor der Kinderplanung Angst machte

Zabolai Margit3 Min. Lesezeit
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„Keine Reisen mehr!” 3 Dinge, mit denen man uns vor der Kinderplanung Angst machte — Familie
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Ab dem Moment, als wir in unserem Freundes- und Bekanntenkreis verkündeten, dass wir ein Baby erwarten, war neunmal von zehn eine freudige Reaktion zu hören, begleitet von Sätzen wie „Na dann ist es vorbei mit dem Schlaf!“ oder „Gut, dass wir uns jetzt noch sehen, denn bald nicht mehr“. Dabei kündigten wir ja nicht an, nach Sibirien zu ziehen, sondern nur, dass wir bald zu dritt sind. Für eine Weile hätten wir nicht mal einen zusätzlichen Stuhl gebraucht, also konnten wir das Gejammer kaum nachvollziehen.

Illusionen hatten wir keine, wir wussten, dass Kindererziehung kein lockerer Nebenjob ist. Trotzdem sage ich: Die Verantwortung, die Sorge und natürlich das Glück haben wir erst richtig kennengelernt, als wir unsere Tochter zum ersten Mal in den Armen hielten. Und ich freue mich, berichten zu können, dass wir die spitzen Bemerkungen meist widerlegen konnten. Zum Beispiel diese hier:

1/3. „Na, dann sind die Freundschaften vorbei!“

Ich sage nicht, dass es mit Freundinnen, die ebenfalls kleine Kinder haben, so einfach ist, sich zu verabreden wie früher. Und ja, es stimmt, dass wir Treffen oft mit einem Code planen, denn wenn wir sagen „Dann treffen wir uns am Mittwoch“, wird garantiert am Dienstagabend eines der Kinder krank. Trotzdem sind die wirklich wichtigen Freundschaften geblieben – und sogar gewachsen. Die Freunde, egal ob mit oder ohne Kinder, die Zeit und Energie investieren, damit meine Tochter sie kennenlernt und sie Teil ihres Lebens werden, sind mir noch näher gerückt.

Und ich sage etwas Krasses: Wir haben nicht mal auf unseren traditionellen jährlichen Mädelsurlaub verzichtet!

Source: unsplash.com

Zwar sitzen heute nicht mehr drei Mädels auf der Terrasse und trinken Rosé, und statt die kleinen Kneipen zu besuchen, führt uns unser Weg täglich auf den Spielplatz. Aber zwischen zwei Sandburgen finden wir trotzdem Zeit zum Reden. Und abends, wenn alle Kinder schlafen, öffnen wir auch mal eine Flasche Rosé…

2/3. „Die Romantik ist vorbei!“

Wenn Romantik ein Candle-Light-Dinner mit sanfter Musik und Rosenblättern am Tisch bedeutet, dann gibt es stattdessen ein gemeinsames Essen zu dritt, das auch für das Kind passt, mit Gryllus Vilmos im Hintergrund. Statt Rosen liegen Süßkartoffelstücke auf dem Tisch. Und ja, die Zeit zu zweit – abgesehen von den Abenden, an denen wir beide vor Müdigkeit kaum die Augen offenhalten können – ist wirklich deutlich weniger geworden.

Ich kann mir nichts Romantischeres vorstellen, als meinen Mann zu sehen, wie er unsere Tochter im Arm hält und ihr die Blätter der Bäume zeigt. Oder wie er hinter dem Sofa mit einem Plüschenten-Handpuppe spielt oder ohne mit der Wimper zu zucken, aber mit besorgtem Blick, die zurückgewürzte Tomatensoße wegwischt. Ich war noch nie so verliebt in einen Mann.

3/3. „Dann reist ihr jetzt eine Weile nirgendwo hin!”

Da alle Großeltern etwa zweihundert Kilometer entfernt wohnen – die einen nördlich, die anderen östlich von uns – hat unsere anderthalbjährige Tochter wahrscheinlich schon mehr Kilometer auf dem Buckel als ein alter Trabant. Klar, Reisen erfordern inzwischen etwas mehr Vorbereitung und Organisation.

Es stimmt auch, dass wir, wenn wir alle Sachen des Kindes in zwei Koffern verstaut haben, ganz schön überlegen müssen, wo wir unsere eigene Wechselwäsche und Zahnbürste noch unterbringen.

Trotzdem waren wir schon als Familie im Wellnessurlaub, haben am Balaton Urlaub gemacht, sind wandern gegangen und haben sogar in unserer eigenen Stadt Orte entdeckt, an denen wir vorher nie waren. Deshalb würde ich eher sagen: Stillzusitzen werden wir mit Kind sicher nicht. Höchstens bis wir die letzte Seite des Mäuse-Märchenbuchs erreicht haben – danach geht’s weiter. Schließlich gibt es so viel zu entdecken in der Welt!

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