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Mehr Bücher als Platz? So habe ich mein Bücherchaos endlich in den Griff bekommen

Farkas Margaréta5 Min. Lesezeit
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Mehr Bücher als Platz? So habe ich mein Bücherchaos endlich in den Griff bekommen — Deko
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Ich liebe Bücher – leidenschaftlich. Seit meiner Kindheit ist Lesen mein liebstes Hobby. Solange ich bei meinen Eltern wohnte, war das nie ein Problem: Unser Haus war groß genug, um alles zu schlucken, was ich anhäufte.

Doch als ich in meine eigene, kleine Stadtwohnung zog, änderte sich alles. Nach und nach fraßen mich meine eigenen Bücher regelrecht auf. Die Wohnung wurde unübersichtlich. Von den alten Büchern konnte ich mich nicht trennen, die neuen brauchte ich unbedingt.

Irgendwann sagte mein Partner: „So kann das nicht weitergehen, uns muss etwas einfallen.“ Er hatte recht. Es fiel mir nicht leicht, das zuzugeben – aber er hatte recht.

Der Wendepunkt im Kopf

Die wichtigste Veränderung war eine im Kopf: Ich hörte auf, meine Büchersammlung als ein unantastbares Ganzes zu betrachten, das für immer erhalten bleiben muss. Stattdessen begann ich, sie als etwas Lebendiges zu sehen, das sich verändern darf.

Es gibt Bücher, die ich wieder lesen werde. Es gibt welche, die ich jemandem empfehlen möchte. Und es gibt Bücher, die ihre Aufgabe längst erfüllt haben. Diese müssen nicht ewig im Regal stehen.

Das heißt nicht, dass man alles wegwerfen soll. Aber nicht jedes Buch ist gleich – und nicht jedes muss auf die gleiche Weise behalten werden.

Loslassen, ohne wegzuwerfen

Loslassen bedeutet nicht zwangsläufig, etwas in den Müll zu werfen – und diese Erkenntnis hat mir enorm geholfen.

Viele Antiquariate und Second-Hand-Buchläden kaufen Bücher an und geben im Gegenzug entweder Geld oder ein Guthaben, das man für neue Bücher ausgeben kann. Letzteres ist für einen Bücherjunkie fast schon ein ironischer Deal, aber immerhin kommt so wieder etwas in Umlauf.

Auch Bücher-Tausch-Gruppen – etwa auf Facebook oder in lokalen Nachbarschaftsinitiativen – sind eine wunderbare Möglichkeit, dafür zu sorgen, dass ein Buch nicht in der Tonne landet, sondern in den Händen von jemandem, der es gerade braucht.

Mir hat vor allem dieses Gefühl geholfen: Ich verliere das Buch nicht – ich gebe es weiter.

Die Bibliothek als unterschätzte Alternative

Diese Möglichkeit habe ich lange nicht ernst genommen. Ich hatte das Gefühl: Wenn mir ein Buch gefällt, muss es mir gehören. Dann wurde mir klar, dass ich die meisten Bücher genau einmal lese. Einmal. Danach stehen sie im Regal, ich fühle mich gut dabei – aber ich nehme sie nie wieder in die Hand.

Ausleihen in der Bibliothek ist kein Verrat an der Liebe zum Buch. Es ist eher eine nüchterne Entscheidung darüber, welches Buch seinen Platz im Regal wirklich verdient.

Wenn ich ein Buch lese und weiß, dass ich es irgendwann wieder zur Hand nehmen werde, kaufe ich es. Wenn nicht, löst die Bibliothek das Problem perfekt. Manchmal geht es beim Aufräumen ohnehin weniger um Ordnung als darum, sich selbst etwas Gutes zu tun.

Platz clever nutzen: worüber es sich nachzudenken lohnt

Wenn du entschieden hast, welche Bücher bleiben, kommt die praktische Frage: Wohin damit?

In einer kleinen Wohnung sind die Wandflächen dein größter Freund – vor allem die, die du normalerweise leer lässt.

  • Regale über Türen bieten überraschend viel Stauraum, und fast niemand denkt zuerst an sie.
  • Flache Boxen unter dem Bett sind ideal für kleinere Formate.
  • Treppenstufen lassen sich, falls du eine Innentreppe hast, leicht in Regalfläche verwandeln.
  • Ecken, die sonst ungenutzt bleiben, werden mit Eckregalen zu echtem Stauraum.

Auch die Art, wie du deine Bücher stapelst, macht einen Unterschied. Die klassische Anordnung mit dem Buchrücken nach außen kostet visuell viel Raum. Viele legen ihre Bücher inzwischen flach übereinander: So passen mehr Bände auf die gleiche Fläche – und der Anblick wirkt gleich viel ruhiger und aufgeräumter.

Die E-Book-Frage

Ich weiß, das ist ein heikles Thema. Für viele Buchliebhaber ist ein E-Book kein echtes Buch – und dieses Gefühl verstehe ich. Das Gefühl von Papier, das Umblättern, der Geruch: All das gehört zum Erlebnis dazu.

Doch es gibt einen Kompromiss, der bei mir funktioniert. Die Lieblingsbücher zum Wiederlesen, geschenkte oder emotional wichtige Bände bleiben aus Papier. Die leichtere Lektüre für einmal – der Krimi, den ich lese und danach nie wieder aufschlage – kommt als E-Book.

Das ist kein Verzicht auf ein Prinzip. Es sorgt nur dafür, dass der Platz im Regal den Büchern gehört, die ihn wirklich verdienen.

Wo ich heute stehe

Mein Partner hatte recht, und das sage ich heute mit einem Lächeln. Ich musste mich nicht von meinen Büchern trennen, sondern nur von der Überzeugung, dass jedes einzelne für immer neben mir bleiben muss.

Meine Wohnung ist immer noch voller Bücher – nur atmet der Raum jetzt zwischen ihnen.

Was mache ich mit Büchern, die ich nicht mehr behalten will?

Statt sie wegzuwerfen, kannst du sie an Antiquariate oder Second-Hand-Läden verkaufen oder in Bücher-Tausch-Gruppen weitergeben. So landet das Buch nicht im Müll, sondern bei jemandem, der es gerade braucht.

Lohnt es sich, Bücher aus der Bibliothek auszuleihen?

Ja, besonders wenn du ein Buch wahrscheinlich nur einmal liest. Ausleihen ist eine nüchterne Möglichkeit zu entscheiden, welches Buch seinen Platz im Regal wirklich verdient – gekauft wird nur, was du sicher wieder zur Hand nimmst.

Wie schaffe ich in einer kleinen Wohnung mehr Platz für Bücher?

Nutze ungenutzte Wandflächen: Regale über Türen, flache Boxen unter dem Bett, Treppenstufen und Eckregale. Auch flach gestapelte Bücher sparen Platz und wirken aufgeräumter.

Sind E-Books eine gute Lösung gegen Platzmangel?

Als Kompromiss ja. Emotional wichtige Lieblingsbücher bleiben aus Papier, während leichtere Einmal-Lektüre als E-Book kommt. So gehört der Regalplatz den Büchern, die ihn wirklich verdienen.

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