Das bemalte Ei ist eine klassische Osterdekoration, aber es gibt ein Problem: Wenn du mit gekochten Eiern arbeitest, sind sie nach ein paar Tagen keine schöne Deko mehr, sondern eher störend auf dem Festtisch. Pustest du das Ei jedoch aus, bleibt die Schale jahrelang erhalten – eine leichte, langlebige und gut zu verzierende Basis. Die Vorbereitung ist nicht kompliziert, aber einige kleine Details entscheiden, ob es klappt oder ob du eine klebrige Küchenpanne hast.
Warum lohnt es sich, Eier auszupusten?
Ein ausgepustetes Ei ist eigentlich eine leere Schale, die nicht gekühlt werden muss und nicht verdirbt. Außerdem lässt sie sich viel leichter bearbeiten. Diese Methode wird oft für Dekorationen verwendet, die du mehrere Jahre behalten möchtest – zum Beispiel Osteranhänger oder hängende Eier.

Was du brauchst
Für das Auspusten der Eier brauchst du keine spezielle Ausrüstung, obwohl es dafür auch spezielle Werkzeuge gibt. Für die Basisversion reichen ein paar Dinge, die du wahrscheinlich schon in deiner Küche hast:
- rohes Ei
- Nadel oder dünnes Messer
- ausgerichtete Büroklammer
- eine Schüssel
- optional eine Gummipumpe (z. B. eine Spritze aus der Apotheke)
Schritt für Schritt: So geht’s
Mach zwei Löcher ins Ei
Stich mit einer Nadel oder einem Messer oben und unten ins Ei. Ein Loch sollte etwas größer sein – hier wird der Inhalt herausfließen. Wenn du die Eierschale vorher vorsichtig ankratzt, lässt sich das Loch leichter bohren.
Zerbrich das Eigelb
Dieser Schritt wird oft übersprungen, weshalb viele nicht verstehen, warum das Auspusten nicht klappt. Greife mit einer ausgerichteten Büroklammer durch ein Loch und verrühre das Innere des Eis.
Puste oder pumpe das Ei aus
Halte das Ei über eine Schüssel, mit dem größeren Loch nach unten. Dann puste durch das kleinere Loch oder benutze eine Gummipumpe, um Druck zu erzeugen. So fließt der Inhalt sauber heraus. Das ist zwar nicht besonders elegant, funktioniert aber gut.
Spüle die Schale aus
Wenn das Ei leer ist, spüle die Schale mit Wasser aus. So entfernst du Reste von Eiweiß und Eigelb, die später unangenehm riechen könnten.
Lass sie vollständig trocknen
Stelle die Schale an einen gut belüfteten Ort. Beginne erst mit der Dekoration, wenn sie vollständig trocken ist.
Verwende den Inhalt
Das ausgepustete Ei ist nicht verloren: du kannst den Inhalt problemlos zum Backen oder Kochen verwenden.
Wie wird daraus langlebige Deko?
Nachdem die Schale getrocknet ist, kannst du praktisch alles mit ihr machen: Bemalen, mit Filzstift verzieren, Sticker aufkleben oder zum Schutz lackieren. Wenn du sie aufhängen möchtest, fädelst du einfach einen dünnen Faden oder ein Band durch das Loch – das ist schon vorhanden.

Häufige Fehler
Die meisten Probleme entstehen nicht durch die Technik, sondern durch Ungeduld. Du versuchst zu schnell zu pusten, zerbrichst das Eigelb nicht oder lässt die Schale nicht richtig trocknen. Diese Fehler lassen sich leicht vermeiden, wenn du aufmerksam bist und dir Zeit fürs Auspusten nimmst. So macht das Dekorieren später richtig Spaß.
Eier auspusten ist kein kompliziertes Bastelprojekt, sondern eine Grundtechnik. Wenn du es richtig machst, bekommst du eine viel langlebigere und praktischere Dekoration als mit gekochten Eiern. Das Beste: du brauchst keine besonderen handwerklichen Fähigkeiten, nur etwas Geduld – und die Akzeptanz, dass die ersten Versuche vielleicht nicht perfekt sind. Aber wenn du einmal den Dreh raus hast, wird das Auspusten zum Kinderspiel.











