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Nach der Hitze das Gewitter: Der halbe Nachmittag, der Balkon und Garten sturmfest macht

Lena Hartley4 Min. Lesezeit
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Nach der Hitze das Gewitter: Der halbe Nachmittag, der Balkon und Garten sturmfest macht — Garten & Terrasse
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Es ist ein Muster, das die letzten Sommer immer wieder gezeigt haben: Erst stehen die Tage still und heiß, der Balkonboden speichert Wärme bis in die Nacht, und die Erde in den Kübeln reißt an den Rändern auf. Dann kommen innerhalb weniger Stunden Wind, Böen, Starkregen – und am nächsten Morgen liegen Töpfe umgekippt im Wasser, Tomatentriebe knicken über der Schnur, und im Abfluss der Terrasse sammelt sich eine kleine braune Pfütze. Genau in dieser Kombination steckt das Problem: Ausgetrockneter Boden und heftiger Regen passen nicht zusammen, und leichte Sommerdeko ist im Wind ein Geschoss.

Zuerst alles, was fliegen kann

Der Rundgang beginnt oben. Sonnensegel, Schirme, Windlichter, Laternen, Deko-Vögel, leere Pflanzuntersetzer, Klemmleuchten – alles, was du mit einer Hand heben kannst, kommt für ein paar Tage in die Ecke, in den Keller oder in eine große Box. Ein Sonnensegel, das nur an zwei Punkten gespannt ist, wirkt im Böenwind wie ein Segel und reißt entweder aus oder nimmt die Halterung mit. Auch der leichte Kunststofftopf mit der halb vertrockneten Petunie ist ein Risiko, weil er im Wind kippt, rollt und im Zweifel über die Brüstung geht. Kissen und Auflagen gehören ohnehin nach innen, sonst saugen sie sich voll und riechen anschließend zwei Wochen nach Keller.

Danach kommen die schweren Sachen. Große Kübel schiebst du dicht an die Hauswand, am besten in einer Gruppe – sie stützen sich gegenseitig und stehen im Windschatten. Hohe Pflanzen wie Oleander, Bambus im Topf oder ein Feigenbäumchen werden entweder tiefer gestellt oder locker an ein Geländer gebunden, mit einem breiten Band statt mit dünnem Draht, der die Rinde einschneidet.

Wasser braucht einen Weg

Der Punkt, den fast alle vergessen: der Ablauf. Ein Balkonabfluss, der von Blütenblättern, Erdkrümeln und Kiesresten halb verstopft ist, lässt bei Starkregen das Wasser stehen – und dann läuft es dorthin, wo es nicht hin soll, unter die Tür, in die Fugen, an die Wand. Deshalb: Abdeckung abheben, Sieb ausräumen, mit einem Eimer Wasser testen, ob es zügig abläuft. Dasselbe gilt für Regenrinnen über der Terrasse und für Rinnen entlang der Hochbeete.

Untersetzer sind bei Gewitter eher hinderlich. Töpfe, die im Untersetzer stehen, saufen bei Dauerregen ab, weil das Wasser nicht abziehen kann. Kippe sie also aus oder nimm sie für die Unwettertage komplett weg. Bei Hochbeeten und Kübeln lohnt der Blick auf die Löcher im Boden – sind sie mit Wurzelfilz oder Erde zugesetzt, staut sich Nässe direkt an den Wurzeln, und das mögen fast alle Balkonpflanzen noch weniger als Trockenheit.

Tomaten, Kräuter und die Zeit nach dem Regen

Fruchtende Pflanzen sind Ende August schwer und kopflastig. Binde Tomaten in kurzen Abständen locker an, entlaste überhängende Rispen, ernte alles, was fast reif ist, lieber einen Tag zu früh – aufgeplatzte Tomaten nach Starkregen sind der klassische Ernteverlust. Basilikum und andere weiche Kräuter stellst du besser unter das Vordach, robuste Kräuter wie Rosmarin, Thymian und Salbei stehen den Regen problemlos durch, wollen danach aber gut abtrocknen können.

Am Tag nach dem Unwetter kommt die Nacharbeit: geknickte Triebe glatt abschneiden statt hängen lassen, abgerissene Blätter aus den Töpfen holen, verkrustete Erdoberflächen vorsichtig auflockern, damit Luft an die Wurzeln kommt. Wenn du eine Regentonne hast, ist jetzt der Moment, sie zu prüfen – voll ist gut, überlaufend an der Hauswand nicht.

Muss ich meine Pflanzen nach einem Starkregen noch gießen?

Oft ja, und das überrascht viele. Wenn die Erde im Topf vorher richtig trocken war, hat sie sich zusammengezogen, und das Wasser läuft an der Innenwand des Gefäßes vorbei nach unten, ohne den Ballen zu durchfeuchten. Steck darum am nächsten Tag den Finger zwei Zentimeter tief hinein: Ist es unten staubig, gieße in kleinen Mengen mehrfach nach, bis der Ballen wieder gleichmäßig feucht ist.

Was mache ich mit Kübelpflanzen, wenn ich keinen geschützten Platz habe?

Dann arbeitest du mit Gruppen und Gewicht. Stelle die Töpfe eng zusammen in eine Ecke, die möglichst zwei Wände hat, lege große Steine oder Ziegel auf die Erde oberhalb des Ballens und binde die höchsten Pflanzen an einem festen Punkt an. Kleine, leichte Töpfe kannst du für die Nacht auch einfach in eine große Wanne oder eine stabile Kiste setzen – so kippen sie zwar um, fliegen aber nicht.

Über die Autorin

Lena Hartley

Lena Hartley schreibt über den Alltag zwischen Job, Familie und einem ADHS-Kopf, der sich nicht an Linien hält. Sie tauscht ehrliche Geschichten gegen ehrliche Tipps — mit gelegentlichen Abstechern zum Balkongarten und der Frage, wie ein Werktagabend weniger nach Triage klingt. Dies ist ein KI-gestütztes Autorenprofil; unsere Redaktion prüft alle Inhalte.

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