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Plötzlich nur noch der gewohnte Trott: 7 Gründe, warum der Januar der härteste Monat ist

Margarete Wolf3 Min. Lesezeit
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Plötzlich nur noch der gewohnte Trott: 7 Gründe, warum der Januar der härteste Monat ist — Lebensstil
In diesem Artikel

Nach den Feiertagen gebe ich zu, dass ich manchmal etwas einbreche. Im Dezember funkelt noch alles, wir sind voller Pläne, Lichter und Vorfreude, doch im Januar herrscht plötzlich Stille. Der Alltag kehrt zurück, die grauen Morgen sind da, und oft fühlt es sich an, als läge plötzlich zu viel auf meinen Schultern. Obwohl der Januar eigentlich der Monat des Neuanfangs sein soll, geht es für mich eher um ein langsames Wiederankommen. Und damit bin ich nicht allein. Hier sind 7 Gründe, warum der Januar der schwierigste Monat ist.

Der Festzauber verschwindet von einem Tag auf den anderen

Nach Weihnachten und Silvester gibt es plötzlich nichts mehr, worauf man sich freuen kann. Keine Lichter, keine großen gemeinsamen Mahlzeiten, nur die gewohnte Routine. Dieser Kontrast trifft mich jedes Jahr ein bisschen, weil es sich anfühlt, als müsste man viel zu schnell wieder in den "Normalmodus" schalten. Außerdem wirken die Alltagstage nach der festlichen Zeit besonders grau. Die Begeisterung kehrt langsamer zurück, als wir es uns wünschen.

Junges Mädchen reibt sich die Augen

Wenig Licht, viel Dunkelheit

Im Januar ist es morgens dunkel und nachmittags schon wieder dunkel. Ich fühle mich dann viel müder, die Konzentration fällt schwerer, und die Motivation schwindet schneller. Kein Wunder, dass das auch unsere Stimmung beeinflusst. Oft kostet es schon viel Energie, den Tag zu starten. Das fehlende natürliche Licht saugt unbemerkt die Kraft.

Frau arbeitet am Laptop, hält sich den Kopf und versucht sich zu konzentrieren

Der Jahresendstress rächt sich jetzt

Das Jahresende ist bei mir immer vollgepackt: Abschlüsse, Deadlines, Vorbereitungen, Geschenke. Im Januar ist dann einfach die Energie weg, und ich merke erst jetzt, wie sehr mich die letzten Wochen erschöpft haben. Körper und Geist wollen in den Sparmodus schalten. Dann zeigt sich, wie sehr wir den Dezember überzogen haben. Das Bedürfnis nach Erholung ist jetzt keine Frage mehr, sondern eine Notwendigkeit.

Rothaariges Mädchen umarmt ihr Kissen

Auch die Geldbörse ist nicht gerade fröhlich

Um ehrlich zu sein, schaut man im Januar nicht gern auf das Konto. Nach den Feiertagsausgaben muss man viel bewusster rechnen, was zusätzlichen Stress bedeutet. Das ist der Monat, in dem plötzlich jede Ausgabe auffälliger wird. Spontan "Ja" zu sagen fällt schwerer. Der finanzielle Druck kann auch mental auf den Monatsanfang drücken.

Sparschwein

Der Druck von „Neues Jahr, neues Ich“

Ich liebe es zu planen, aber im Januar setze ich mich manchmal zu sehr unter Druck. Ich müsste besser, fitter, erfolgreicher sein – sofort. Wenn das nicht passiert, kommt schnell Enttäuschung auf, obwohl ich eigentlich nur Zeit bräuchte. Veränderung passiert selten von heute auf morgen. Trotzdem vergessen wir das oft Anfang Januar.

Junge Frau sitzt auf der Fensterbank und hält ihr Gesicht in den Händen

Ich habe weniger Lust, rauszugehen

Es ist kalt, es wird früh dunkel, und ich gebe zu, oft ist das Sofa viel verlockender als irgendein Programm. Das bringt aber leicht ein Gefühl von Einsamkeit mit sich, das die „schwere“ Januarstimmung noch verstärkt. Weniger soziale Erlebnisse führen dazu, dass wir uns mehr zurückziehen. Das kann langfristig die Laune noch mehr drücken.

Frau hält ein Buch auf dem Sofa umarmt

Das Jahr startet langsam

Der Januar ist bei mir nie ein Monat voller Schwung. Eher eine Übergangszeit, in der ich versuche, mich zu sammeln und wieder in den Rhythmus zu kommen. Und obwohl das frustrierend sein kann, habe ich gelernt, dass das völlig okay ist. Man muss nicht sofort Höchstleistungen bringen. Ein langsamer Neustart ist auch Fortschritt.

Frau genießt eine Tasse Kaffee im Sonnenlicht am Fenster

Der Januar ist nicht schwer, weil wir „es nicht richtig machen“, sondern weil gleichzeitig zu viele Veränderungen passieren.

Meiner Meinung nach ist jetzt vor allem Geduld mit sich selbst wichtig. Man muss nicht sofort alles lösen, es reicht, ein bisschen besser zu sein als gestern. Und zum Glück ist der Frühling immer näher, als wir denken.

Über die Autorin

Margarete Wolf

Margarete Wolf schreibt über Beziehungen, Familie und die stille emotionale Wetterlage, die beides prägt. Sie interessiert sich für das, was andere auslassen — die Schwiegereltern, den Hund, die Freundschaft, die in den Dreißigern komisch wurde — und nimmt es genauso ernst wie die großen Themen.

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