Jedes Jahr gibt es diesen einen Moment: Du holst die Sandalen hervor, schlüpfst hinein, schaust nach unten – und merkst, dass deine Füße auf diesen Auftritt nicht wirklich vorbereitet sind. Der Nagellack sitzt vielleicht noch, aber die Fersen? Das ist eine ganz andere Geschichte.
Rissige Fersen sind eines der häufigsten Fußprobleme – und es ist kein Zufall, dass sie ausgerechnet im Sommer sichtbar werden. Im Winter verstecken sie sich in Stiefeln und dicken Socken, im Frühling schlagen sie zurück. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Routine lassen sie sich vollständig behandeln und sogar vorbeugen.
Warum reißen die Fersen überhaupt ein?
Die Haut reißt, wenn sie austrocknet, dicker wird und ihre Elastizität verliert. Unter Druck – zum Beispiel beim Gehen – platzt sie dann buchstäblich auf. Das ist nicht nur ein ästhetisches Problem: Sind die Risse tief, können sie schmerzen und sogar Infektionen verursachen.
Viele glauben, trockene Haut sei ein reines Winterphänomen. Bei den Füßen ist es genau umgekehrt. Im Sommer, wenn wir Sandalen tragen, trocknet die verstärkte Luftzirkulation die Haut paradoxerweise aus. Und das Barfußlaufen am Strand peelt und trocknet zugleich – die Haut wird glatter, aber gleichzeitig auch verletzlicher.
So beugst du rissigen Fersen vor
- Regelmäßig pflegen: Die meisten denken zuletzt daran, dabei ist das der wichtigste Schritt. Fußcreme morgens und abends – genau so, wie wir es mit unserer Gesichtshaut halten. Es lohnt sich, nach einer Creme mit Urea zu greifen: einer der wirksamsten Inhaltsstoffe für die Fußpflege, weil er schnell einzieht und tief wirkt.
- Peelen, aber sanft: Entferne ein- bis zweimal pro Woche mit einer Fußfeile oder einem Bimsstein vorsichtig die abgestorbenen Hautschüppchen. Wichtig: Ist die Ferse bereits eingerissen, lass diesen Schritt aus – er würde die Sache nur verschlimmern.
- Sonnenschutz nicht vergessen: Die Haut auf dem Fußrücken war den ganzen Winter bedeckt und ist im Sommer deshalb besonders sonnenempfindlich. LSF ist nicht nur fürs Gesicht da – creme auch den Fußrücken ein, bevor du in Sandalen losziehst.
- Gönn dir regelmäßig eine Pediküre: Wenn du sie fest einplanst, kommen deine Füße gar nicht erst an den Punkt, an dem größere Eingriffe nötig wären. Eine professionelle Behandlung ist nicht nur kosmetisch: Fachleute erkennen rechtzeitig, wenn etwas nicht stimmt.
Was tun, wenn die Fersen schon rissig sind?
- Zweimal täglich eincremen: Willst du schnelle Ergebnisse, ist die morgendliche und abendliche Pflege unverzichtbar. Tagsüber reicht eine leichte, schnell einziehende Creme, abends darf es die reichhaltigere, intensivere Pflege sein. Ein Trick, der wirklich funktioniert: Trage abends eine dicke Schicht auf, zieh dünne Socken darüber und lass alles über Nacht einwirken. Am Morgen spürst du den Unterschied.
- Mach zu Hause einen Verband: Schmerzen die Risse, probiere eine einfache Hausmethode: Trage eine pflegende, desinfizierende Wundcreme – etwa Bepanthen oder Sudocrem – in die Risse ein und decke sie mit einem Pflaster ab. Nach einigen Tagen konsequenter Behandlung schließt sich die Haut, und der Schmerz lässt nach.
- Peeling-Maske: Gibt es noch keine ernsten Risse, willst aber vorbeugen, kannst du ein saures Fußpeeling für zu Hause ausprobieren. Glykol- und Milchsäure lösen abgestorbene Zellen sanft, ganz ohne Feilen. Übertreib es nicht – einmal alle zwei Monate reicht völlig.
- Trage passendes Schuhwerk: Bei starken Rissen sind hinten offene Sandalen vorerst nicht die beste Wahl – Druck und Luft verzögern die Heilung nur. Solange sich die Haut nicht wieder geschlossen hat, solltest du geschlossene, gut sitzende Schuhe tragen.
Bessert sich die Lage mit häuslicher Pflege nicht, oder stecken Diabetes, Ekzeme oder ein anderes Hautproblem dahinter, solltest du eine Hautärztin oder einen Hautarzt aufsuchen. Auch unsere Füße verdienen dieselbe Aufmerksamkeit, die wir unserem Gesicht schenken – meist bekommen sie allerdings deutlich weniger davon.
Warum werden rissige Fersen gerade im Sommer schlimmer?
Im Sommer tragen wir offene Sandalen, und die verstärkte Luftzirkulation trocknet die Haut paradoxerweise aus. Barfußlaufen am Strand peelt und trocknet zugleich, wodurch die Haut zwar glatter, aber auch verletzlicher wird.
Sollte ich rissige Fersen mit einer Feile bearbeiten?
Nur solange die Haut intakt ist. Bei bereits eingerissenen Fersen solltest du das Feilen oder den Bimsstein weglassen, weil das die Situation nur verschlimmert. Setz stattdessen auf intensive Pflege.
Welche Creme hilft bei rissigen Fersen am besten?
Cremes mit Urea sind besonders wirksam, weil sie schnell einziehen und tief wirken. Bei schmerzhaften Rissen helfen zusätzlich desinfizierende Wundcremes wie Bepanthen oder Sudocrem, abgedeckt mit einem Pflaster.
Wann sollte ich mit rissigen Fersen zum Arzt?
Wenn sich die Lage trotz häuslicher Pflege nicht bessert oder wenn Diabetes, Ekzeme oder ein anderes Hautproblem dahinterstecken könnten, ist der Besuch bei einer Hautärztin oder einem Hautarzt ratsam.











