In den 80er und 90er Jahren waren Haargummis die angesagtesten Accessoires, weil sie einfache und stylische Frisuren ermöglichten. Heute gilt das Gleiche für Haarspangen: Sie sind praktisch, schnell und trendy zugleich. Haare im Gesicht? Ab damit in die Spange. Zweiter Tag ohne Haare waschen? Spange rein. Lockerer Dutt ohne Knicke am Ansatz? Die Spange hilft. So einfach ist das. Aber so praktisch sie sind, können sie auch schaden, wenn du es übertreibst.
„Die Zähne der Spange halten einen Teil deiner Haare sicher fest. Damit kannst du schnelle, lockere Dutts oder halboffene Frisuren zaubern. Es gibt sie in vielen Größen und Materialien, von Kunststoff bis Metall.“ – erklärt Dr. Mina Amin, Dermatologin aus Los Angeles.
Die Beliebtheit der Haarspangen liegt in ihrer Vielseitigkeit. Die Form ermöglicht kreative Frisuren: vom sicheren Pferdeschwanz bis zu halboffenen Styles.

Kann die Haarspange dein Haar schädigen?
„Jedes Haar-Accessoire kann schaden, wenn es zu eng oder zu oft verwendet wird – das gilt auch für Haarspangen“, sagt Michelle Cleveland, Friseurin. „Zieh die Haare nicht zu straff und steck die Spange nicht immer an dieselbe Stelle, sonst kann das zu Haarbruch führen.“
Friseurin Jennifer Korab ergänzt: „Enge Haargummis spannen das Haar, was zu Haarbruch und Ausdünnung führen kann – besonders, wenn du sie immer an derselben Stelle trägst. Metallspangen können Haare einklemmen und herausziehen, was Spliss und Schwäche verursacht. Wenn du Haarspangen zu fest oder zu oft benutzt, entstehen Druckstellen, die Haarbruch oder Spannungen an den Wurzeln auslösen können.“
Wir haben Borbás Norbit, internationalen Botschafter und Ausbildungsleiter von Lakmé in Ungarn, nach seiner Meinung zu Haarspangen gefragt.
„Spangen mit „Wolfskralle“-Zähnen drücken das Haar sehr stark in eine unnatürliche Position. Dadurch kann die äußere Haarstruktur (Kutikula) an den Kontaktstellen beschädigt werden, was das Haar anfälliger für Bruch macht. Außerdem erhöht sich die Empfindlichkeit gegenüber Umwelteinflüssen wie Hitze vom Föhn, Glätteisen, Sonne, Smog, chlor- oder salzhaltigem Wasser und freien Radikalen.“ – erklärt Norbi.
„Wenn möglich, wähle Haarspangen mit geraden, gummierten Schenkeln, die das Haar sicher halten, ohne es zu brechen.“ – rät Norbi.

Wie benutzt du Haarspangen sicher?
Cleveland empfiehlt: Sammle die Haare, drehe sie nah am Oberkopf und fixiere sie mit der Spange. Achte darauf, dass die Frisur hält, aber nicht zu straff sitzt. Wechsle die Position, um Haarbruch zu vermeiden.
Korab betont: Wähle Spangen mit glatten Kanten, damit das Haar nicht hängen bleibt.
Dr. Amin ergänzt den Komfort- und Sicherheitsaspekt:
„Trage keine Haarspangen beim Autofahren, denn sie können gegen die Kopfstütze drücken, unangenehm sein und deine Bewegungsfreiheit einschränken. Bei plötzlichem Bremsen oder Unfall können sie Verletzungen verursachen. Dann sind niedrige Pferdeschwänze oder Dutts besser.“
Alternativen zur Haarspange

- Haarspangen oder Wellenklemmen: für schnellen und festen Halt.
- Seidige Haargummis: reduzieren Reibung, verringern Haarbruch und hinterlassen keine Abdrücke.
Haarspangen sind praktisch und einfach, aber achte auf Folgendes:
- Zieh die Haare nicht zu straff.
- Steck die Spange nicht immer an dieselbe Stelle.
- Wähle Spangen mit glatten, schonenden Kanten.
- Beim Autofahren lieber Haargummis verwenden.
Wenn du das beachtest, kannst du Haarspangen sicher nutzen und jeden Tag schnell eine ordentliche Frisur zaubern.











