Bien Logo

Warum ich meinen Geburtstag am Plattensee gefeiert habe – und es keine Sekunde bereut habe

Nyul Debóra5 Min. Lesezeit
Teilen:
Warum ich meinen Geburtstag am Plattensee gefeiert habe – und es keine Sekunde bereut habe — Freizeit
In diesem Artikel

Vor ein paar Jahren habe ich eine Entscheidung getroffen, die die Bedeutung meiner Geburtstage komplett verändert hat: Ich wünsche mir keine Geschenke mehr. Stattdessen wünsche ich mir Erlebnisse. Reisen, neue Orte, gemeinsam gelebte Tage, die nicht im Regal verstauben, sondern für immer bei mir bleiben.

Seitdem verreisen wir jedes Jahr rund um meinen Geburtstag. Letztes Jahr zum Beispiel haben wir drei Tage in Österreich verbracht: Wir sind durch die märchenhaften Gassen von Hallstatt spaziert, hinauf in die eisige Welt des Dachsteingletschers gefahren und haben das atemberaubende Panorama der Kapruner Stauseen bewundert. Schon damals wusste ich: Diese Art zu feiern bedeutet mir viel mehr als jedes materielle Geschenk.

Auch dieses Jahr hatte ich Ideen für Ausflüge im Ausland – doch der Ruf des Plattensees war stärker. Und ehrlich? Ich habe es keine Sekunde bereut. Jetzt verrate ich dir, warum.

1. Vertraut und trotzdem jedes Mal neu

Der erste und vielleicht wichtigste Grund, warum ich mich dieses Jahr für den Plattensee entschieden habe, war das Gefühl der Vertrautheit. Unsere Unterkunft lag in Balatonfüred, wo wir schon oft waren – wir wussten also ungefähr, was uns erwartet.

Es hat etwas Beruhigendes, wenn man nicht an jeder Ecke Karten studieren muss, sondern die Gegend einfach schon kennt. Und trotzdem: Egal, wann ich am Plattensee bin, ich habe immer wieder das Gefühl, dass er nie langweilig wird. Er hält stets neue Details bereit, neues Licht, neue Stimmungen.

2. Dieses besondere Gefühl an meinen Lieblingsorten

Einer der schönsten Teile der Reise war, dass wir zu unseren eigenen „Plattensee-Orten" zurückkehren konnten. Wir haben in Szigliget haltgemacht, wo auch unser Lieblingsstrand liegt.

Und natürlich durfte auch der Stopp nicht fehlen, der bei uns schon fast Tradition ist: unsere kleine Lieblings-Fischbraterei am See. Dieser Ort ist nicht einfach nur eine Imbissbude, sondern eine kleine Zeitreise – jedes Mal erwarten uns dieselben herrlichen Aromen und das Gefühl, einfach am richtigen Ort zu sein.

3. Der Zauber von Tihany

Unser nächster Halt war Tihany, wo allein der Anblick des vielen, gerade blühenden Lavendels schon für sich genommen ein Erlebnis war. Zusammen mit dem Duft entstand eine so beruhigende Stimmung, die sich kaum in Worte fassen lässt.

Tihany ist für mich einer dieser Orte, die die Zeit ein wenig anhalten können. Die Hügel, das Licht, das Panorama über den See – all das trägt zu diesem besonderen, fast filmreifen Gefühl bei, das einen immer wieder hierher zurücksehnen lässt.

4. Die Überraschung am Südufer – Wasserschweine und neue Erlebnisse

Dieses Jahr stand ein ganz besonderer Wunsch auf meiner Geburtstagsliste: Ich wollte Wasserschweine sehen und streicheln. Erfüllt hat sich das schließlich bei unserem Besuch in einem Tierpark am See.

Ehrlich gesagt war das einer der schönsten Momente der ganzen Reise. Die Gelassenheit und das freundliche Wesen der Capybaras haben sich auf mich übertragen. Außerdem haben wir viele andere Tiere getroffen, und das ganze Erlebnis war eine befreiende, fröhliche Auszeit.

Danach ging es weiter nach Balatonlelle, wo eine weitere wichtige Station auf uns wartete: eine Fischbraterei, die schon lange mein Lieblingslokal am Südufer ist. Und als Mensch mit Glutenunverträglichkeit ist es für mich eine besondere Freude, dass hier fast alles auch in einer glutenfreien Variante zubereitet werden kann – ohne dass ich mir hinterher Sorgen machen muss, ob es mir schlecht wird. Hier esse ich immer mit ruhigem Gewissen. Diesmal haben mich die Knochenbrühe und das Welsgulasch überzeugt.

5. Ich kann in meiner eigenen Sprache sprechen

Eine der überraschendsten Erfahrungen in diesem Jahr war, wie viel es ausmacht, wenn man nicht in einer fremdsprachigen Umgebung ist. Man muss nicht nach Worten suchen, nicht ständig im Kopf übersetzen, sondern kann einfach ganz natürlich sagen, was man möchte.

Dieser scheinbar kleine Unterschied hat mir ein viel tieferes Gefühl von Komfort gegeben, als ich erwartet hatte. Als jemand mit Glutenunverträglichkeit war es zudem besonders befreiend, dass man viel leichter verstanden hat, was ich brauche, was ich essen darf und was nicht. Ich musste nicht so viel erklären, und dadurch wurden auch die alltäglichen Situationen viel entspannter.

+1 Grund: Der Plattensee zeigt immer etwas Neues

Obwohl wir schon viele Orte am Plattensee kannten, haben wir auch dieses Jahr neue Ecken entdeckt. Eine davon war der Óvár-Aussichtsturm in Szigliget, von wo aus wir die Landschaft aus einem ganz anderen Blickwinkel gesehen haben.

Und das war vielleicht meine wichtigste Erkenntnis: Der Plattensee ist nie derselbe. Selbst dann nicht, wenn wir glauben, ihn „schon gut zu kennen".

Warum hat es sich gelohnt, an meinem Geburtstag an den Plattensee zu fliehen?

Weil es nicht einfach nur eine Reise war. Sondern eine Erinnerung daran, dass Erlebnisse viel länger halten als jedes materielle Ding. Dass auch vertraute Orte immer wieder etwas Neues geben können. Und dass man manchmal gar nicht weit fahren muss, um wirklich aufzutanken.

Warum wünscht sich die Autorin Erlebnisse statt Geschenke?

Weil Erlebnisse ihrer Erfahrung nach viel länger bleiben als materielle Dinge. Gemeinsam verbrachte Tage verstauben nicht im Regal, sondern begleiten sie als Erinnerung.

Warum fiel die Wahl auf den Plattensee statt aufs Ausland?

Der Reiz des Vertrauten war stärker: bekannte Lieblingsorte, keine Sprachbarriere und trotzdem immer wieder neue Entdeckungen. Genau diese Mischung machte die Reise besonders.

Welche Orte hat die Autorin besucht?

Unter anderem Balatonfüred, den Strand in Szigliget, den Óvár-Aussichtsturm, Tihany mit seinen Lavendelfeldern sowie einen Tierpark am Südufer und Balatonlelle.

Was ist bei einer Glutenunverträglichkeit im eigenen Land leichter?

Ohne Sprachbarriere wird viel schneller verstanden, was man essen darf und was nicht. Das nimmt Stress aus alltäglichen Situationen und macht das Essengehen entspannter.

Passende Artikel

Diese 5 Tricks helfen mir, enttäuschende Unterkünfte im Urlaub zu vermeiden — Freizeit

Diese 5 Tricks helfen mir, enttäuschende Unterkünfte im Urlaub zu vermeiden

Schöne Fotos, bittere Realität – so fühlt sich eine schlechte Unterkunft an. Diese fünf Tricks schützen mich seither vor unangenehmen Überraschungen im Urlaub.

Nyul Debóra
Glutenfrei am Balaton: 5 Restaurants, in denen ich als Gluten- und Laktoseintolerante nie enttäuscht wurde — Lebensstil

Glutenfrei am Balaton: 5 Restaurants, in denen ich als Gluten- und Laktoseintolerante nie enttäuscht wurde

Mit Glutenunverträglichkeit am Balaton essen gehen – geht das wirklich sorglos? Diese 5 Lokale haben mich jedes Mal überzeugt. Eine persönliche Empfehlungsliste.

Nyul Debóra
Die Lüge vom perfekten Urlaub: Was Instagram uns vom Bleder See verschweigt — Freizeit

Die Lüge vom perfekten Urlaub: Was Instagram uns vom Bleder See verschweigt

Traumhafte Fotos, die Realität dahinter – unser Ausflug zum Bleder See hat gezeigt, wie groß der Unterschied zwischen Bild und Wirklichkeit wirklich ist.

Nyul Debóra
Valencia an einem Tag – So viel kannst du in der Stadt der Palmen entdecken — Freizeit

Valencia an einem Tag – So viel kannst du in der Stadt der Palmen entdecken

Valencia verbindet Geschichte und Moderne auf faszinierende Weise. Selbst an einem einzigen Tag erlebt man hier unvergessliche Momente – zwischen Altstadtgassen, Märkten und futuristischer Architektur.

Szabó Erzsébet
Mikroabenteuer statt langer Urlaub: Warum immer mehr Menschen auf kurze Auszeiten setzen — Freizeit

Mikroabenteuer statt langer Urlaub: Warum immer mehr Menschen auf kurze Auszeiten setzen

Kein Geld, keine Zeit für große Reisen? Mikroabenteuer liegen im Trend – und sie können genauso erholsam sein wie ein langer Urlaub.

Arany Inez
Warum sich ein Sommer am See in den 2000ern echter anfühlte als jeder Urlaub heute — Lebensstil

Warum sich ein Sommer am See in den 2000ern echter anfühlte als jeder Urlaub heute

Spontane Sommer, Einwegkameras und echtes Offline-Sein: Warum sich Urlaube in den 2000er-Jahren freier anfühlten – und was wir heute dafür aufgeben.

Szabó Erzsébet