Ein sattgrüner Rasen ist der Stolz jedes Gartens – doch im Sommer kann er schnell zur Problemzone werden. Starke Hitze und intensive Sonneneinstrahlung setzen dem Gras enorm zu. Wer dann noch beim Gießen die falschen Entscheidungen trifft, beschleunigt den Schaden erheblich. Diese drei Fehler sind die häufigsten – und die folgenschwersten.
Zur falschen Tageszeit gießen
Der Zeitpunkt des Gießens ist entscheidend – und wird trotzdem oft falsch gewählt. Wer seinen Rasen mittags oder am frühen Nachmittag wässert, wenn die Sonne am höchsten steht, verschwendet nicht nur Wasser: Die UV-Strahlung kann in Kombination mit Wassertropfen auf den Grashalmen regelrechte Verbrennungen verursachen.
Am besten gießt du früh morgens oder am späten Abend, wenn die Temperaturen niedriger sind und der Boden die Feuchtigkeit besser aufnehmen kann. Das schont deinen Rasen – und senkt gleichzeitig deinen Wasserverbrauch spürbar.
Frühmorgens hat das Gras außerdem Zeit, leicht abzutrocknen, bevor die Hitze des Tages einsetzt – das beugt Pilzkrankheiten vor, die bei dauerhafter Nässe entstehen können.
Zu viel oder zu wenig Wasser geben
Die richtige Wassermenge ist genauso wichtig wie der richtige Zeitpunkt. Zu viel Wasser verdrängt die Luft aus dem Boden, was die Wurzeln schädigt und Fäulnis begünstigt. Zu wenig Wasser hingegen lässt die Wurzeln vertrocknen, weil sie die Feuchtigkeit in tieferen Bodenschichten nicht mehr erreichen.
Als Faustregel gilt: ein- bis zweimal pro Woche gründlich wässern ist besser als täglich ein bisschen. Prüfe vorher die Bodenfeuchte – stich dazu einfach einen Finger ein paar Zentimeter in die Erde. Ist sie noch feucht, kann das Gießen warten.
Wer langfristig effizienter gießen möchte, sollte über ein automatisches Bewässerungssystem oder eine Regenwasseranlage nachdenken. Beide Lösungen verteilen das Wasser gleichmäßiger und helfen, sowohl Über- als auch Unterbewässerung zu vermeiden.
Die besonderen Bedürfnisse des Rasens ignorieren
Nicht jeder Rasen ist gleich – und genau das wird häufig übersehen. Verschiedene Grassorten und Bodentypen haben unterschiedliche Wasseransprüche. Manche Sorten kommen mit wenig Feuchtigkeit gut zurecht, andere brauchen deutlich mehr, um gesund zu bleiben.
Nimm dir die Zeit, die spezifischen Bedürfnisse deines Rasens zu verstehen. Informationen bekommst du beim Gartenfachhandel, aber auch online findest du zuverlässige Anleitungen für die gängigsten Grassorten. Wer seinen Rasen kennt, kann die Bewässerung gezielt anpassen – und verhindert so, dass das Grün in der Sommerhitze leidet.
Rasenpflege ist kein Hexenwerk, aber sie verlangt ein bisschen Aufmerksamkeit. Wer die häufigsten Fehler vermeidet, wird selbst an den heißesten Sommertagen mit einem frischen, satten Grün belohnt – und das ist jeden Aufwand wert.











