Wenn du morgens mit Kaffee startest und dabei auch gleich deine Vitamine einnimmst, wirkt das auf den ersten Blick praktisch: Zwei gute Gewohnheiten in einem Schritt. Experten warnen jedoch, dass das nicht immer die beste Idee ist.
Das Problem ist nicht der Kaffee selbst – er hat sogar gesundheitliche Vorteile –, sondern bestimmte Inhaltsstoffe, die beeinflussen können, wie gut dein Körper die Nährstoffe aufnehmen kann.
Warum passen Kaffee und bestimmte Vitamine nicht gut zusammen?

Hauptsächlich sind Koffein und Tannine die Ursache. Tannine sind pflanzliche Verbindungen mit antioxidativer Wirkung, die aber auch bestimmte Mineralstoffe im Verdauungstrakt binden können. Dadurch werden diese Mineralien schlechter aufgenommen und einfach wieder ausgeschieden.
Koffein beschleunigt zudem die Verdauung und wirkt leicht entwässernd. Das bedeutet, dass manche Nährstoffe weniger Zeit haben, um aufgenommen zu werden, oder schneller ausgeschieden werden. Das heißt nicht, dass Kaffee schlecht ist, sondern dass das Timing entscheidend ist.
Eisen: Hier ist das Problem am größten

Eisen ist das Supplement mit der stärksten Wechselwirkung. Die Tannine im Kaffee hemmen besonders die Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen, das in den meisten Nahrungsergänzungsmitteln enthalten ist.
Studien zeigen, dass die Aufnahme um über 50 Prozent sinken kann, wenn du Eisen zusammen mit Kaffee einnimmst.
Das ist besonders wichtig, wenn dein Eisenwert ohnehin niedrig ist oder du Eisen ergänzen musst.
Kalzium: Kein Drama, aber nicht optimal

Beim Kalzium ist der Effekt schwächer, aber vorhanden. Koffein kann die Ausscheidung von Kalzium über den Urin leicht erhöhen und auch die Aufnahme etwas beeinflussen. Für gesunde Menschen ist das meist kein Problem, aber bei niedrigem Kalziumspiegel oder Osteoporose-Risiko lohnt es sich, darauf zu achten.
Magnesium: Wirkung lässt nach

Magnesium ist wichtig für Muskeln, Nervensystem und Schlaf. Koffein kann die Ausscheidung erhöhen, sodass die Wirkung beim gemeinsamen Konsum mit Kaffee abnimmt. Das heißt nicht, dass es komplett verloren geht, aber die Aufnahme ist weniger effektiv.
Zink: Auch keine gute Kombination

Auch die Aufnahme von Zink kann durch die Verbindungen im Kaffee beeinträchtigt werden, da es sich ähnlich im Verdauungstrakt bindet.
Das ist besonders relevant, wenn du Zink zur Unterstützung des Immunsystems oder bei Mangelzuständen einnimmst.
Wann solltest du sie dann einnehmen?

Experten empfehlen: Das Timing ist der Schlüssel. Lass idealerweise mindestens ein bis zwei Stunden zwischen Kaffee und Nahrungsergänzungsmitteln, damit dein Körper die Nährstoffe optimal aufnehmen kann. Viele nehmen ihre Vitamine lieber zu Mittag- oder Abendessen ein, während der Kaffee Teil der Morgenroutine bleibt.
Auf Kaffee musst du nicht verzichten, und deine Supplements kannst du weiterhin nehmen – nur nicht unbedingt gleichzeitig. Und das Beste daran: Manchmal reicht schon diese kleine Anpassung, damit dein Körper besser funktioniert.











