Der „Spider-Man kopfüber“-Kuss – Regen, Atemnot und Nackenschmerzen
Der Kuss zwischen Tobey Maguire und Kirsten Dunst im Spider-Man-Film von 2002 wurde sofort legendär: In der Szene küsst Peter Parker kopfüber hängend Mary Jane im Regen. Romantisch, spektakulär, perfekt – zumindest für die Zuschauer. Für Maguire war die Szene jedoch die pure Qual.
Allein das Kopfüberhängen ist schon unangenehm, doch als die Regenimitation ständig in seine Nase lief, war an Atmen kaum zu denken. Der Schauspieler musste während der Szene mehrmals nach Luft schnappen, und nur dank der schnellen Reaktion des Teams kam es nicht zu einem Unfall. Auch Dunst hatte es nicht leicht, denn sie versuchte während des Kusses, zu verhindern, dass noch mehr Wasser in Maguires Nase gelangte.
Ghost – wenn der Kuss von jemand anderem kommt
Demi Moore und Patrick Swayzes Keramik-Liebesszene im Film Ghost gehört zu den Klassikern romantischer Filme. Doch am Ende, wenn der verstorbene Sam (Swayze) als Geist Molly (Moore) einen Abschiedskuss gibt, ist es technisch gesehen nicht Swayze, der küsst.
In der Szene wandert Swayzes Geist in Whoopi Goldbergs Figur über, sodass der Kuss tatsächlich zwischen Goldberg und Moore stattfindet – nur die Zuschauer sehen dank der magischen visuellen Effekte Swayze. Am Set gab es deshalb viel Gelächter, und Goldberg scherzte später, sie sei die einzige Frau der Welt, die Demi Moore geküsst hat, während sie das Gesicht von Patrick Swayze trug.
Kleopatra – der Kuss, der nicht enden wollte
Als Richard Burton und Elizabeth Taylor 1963 gemeinsam an Kleopatra arbeiteten, war Taylor bereits in ihrer vierten Ehe mit Eddie Fisher, Burton seit 14 Jahren mit Sybille verheiratet. Trotzdem war das Paar kaum zu trennen, als die Kuss-Szene anstand. Ihr Kuss dauerte weit über das Ende der Szene hinaus.
Es überrascht kaum, dass ihre Ehen danach nicht lange hielten. Einer Erinnerung zufolge war Burton in der ersten Kuss-Szene in Kleopatras Boudoir fast benommen in Taylors Gegenwart. Die Szene wurde mehrfach wiederholt, und bei jeder Aufnahme dauerte der Kuss länger. Schließlich fragte Regisseur Joseph Mankiewicz, ob es ihnen etwas ausmache, dass sie längst ihre Mittagspause überschritten hätten…
Twilight – erster Teil: Vampir-Vakuum und Nervosität
Die Twilight-Filme drehen sich um unterdrückte Sehnsüchte und gefährliche Liebe – besonders spürbar im ersten Teil beim ersten Kuss. Kristen Stewart und Robert Pattinsons erster gemeinsamer Kuss blieb jedoch eher wegen der übertriebenen Dramatik in Erinnerung – zumindest für das Team.
Regisseurin Catherine Hardwicke verriet, dass Pattinson bei den Proben die intensiven Blicke und Bewegungen so übertrieb, dass die Szene eher komisch als leidenschaftlich wirkte. Die ganze Szene musste neu choreografiert werden, damit sie nicht zur Parodie wurde. Auf der Leinwand gelang der Kuss schließlich gut – hinter den Kulissen war er lange eher peinlich als cool.
Wie ein einziger Tag – der Regenschirm-Kuss, den die Schauspieler nochmal erleben wollten
Der Kuss von Ryan Gosling und Rachel McAdams in der regennassen Szene von Wie ein einziger Tag gilt für viele als Inbegriff der Romantik. Alles stimmt: das Kleid, die Regentropfen, die Emotionen. Selbst die Schauspieler fühlten, dass dort etwas Besonderes passierte.
Weniger bekannt ist, dass Gosling und McAdams Monate später wegen einer Wiederaufnahme erneut ins Wasser mussten – und es angeblich nicht bereuten. Hinter den Kulissen entwickelte sich sogar eine echte Anziehung zwischen den beiden, die kurzzeitig zu einer Beziehung wurde. Manchmal bedeutet ein Filmkuss also mehr als nur eine Szene – er kann das Leben weiterschreiben.











