Bridgerton ist zurück, literarische Neuinterpretationen erleben gerade ihre Blütezeit, und eine echte Austen-Offensive steht bevor: Für Kostümdramen-Fans wird 2026 ein ganz besonderes Jahr. Hier sind sieben Premieren, die du dir nicht entgehen lassen solltest – auf allen Bildschirmen.
Agatha Christie: Die sieben Zifferblätter (Seven Dials): Netflix – 15. Januar
In funkelnden Cocktailkleidern, cremefarbenen Strickwaren, Tweed und karierten Glockenhüten glänzt die BAFTA-prämierte Mia McKenna-Bruce in dieser neuen Agatha-Christie-Adaption. Sie spielt die scharfsinnige, elegante, Gin-liebende Bundle (Lady Eileen Brent), eine wahre Gesellschaftsschmetterling des London der 1920er Jahre, deren Leben sich nach einer wilden Party radikal verändert – und eine Mordserie beginnt.
Ihre Partner sind unter anderem Martin Freeman, Corey Mylchreest aus Queen Charlotte, Edward Bluemel aus My Lady Jane und Nabhaan Rizwan aus Kaos – natürlich alle in tadellos sitzenden Anzügen. Die Runde wird durch Helena Bonham Carter als exzentrische, boheme Mutter mit prunkvollen, übertriebenen Outfits bereichert.
Basierend auf dem Agatha-Christie-Klassiker (The Seven Dials Mystery) entstand unter der Regie von Chris Chibnall (Broadchurch) ein dreiteiliger, altmodisch-frischer Krimi mit scharfen Dialogen und überraschenden Wendungen.
Bridgerton Staffel 4: Netflix – 29. Januar
In Sachen Kostüme setzt Jess Brownell mit jeder Staffel neue Maßstäbe. Natürlich kehren die bekannten Gesichter zurück – Nicola Coughlan, Claudia Jessie, Simone Ashley, Adjoa Andoh und Golda Rosheuvel – in funkelnden Schmuckstücken, Federn und reich bestickten Kleidern.
Die echte Spannung bringen die neuen Figuren: Yerin Ha als Sophie, die geheimnisvolle, maskierte Debütantin, die das Herz von Luke Thompsons Benedict Bridgerton in einem silbern schimmernden Kleid erobert. Außerdem Katie Leung als intrigante Lady Araminta Gun in eleganter Witwenmode sowie ihre Töchter (Michelle Mao und Isabella Wei), die buchstäblich in Diamanten, Pailletten und Marie-Antoinette-inspirierten Spitzenwolken baden.
Sturmhöhe (Wuthering Heights): Kino – 13. Februar
Schon einige Trailer, Setfotos und verschwommene Paparazzi-Bilder reichten aus, um Jacqueline Durran, die zweifache Oscar-prämierte Kostümbildnerin, mit Emerald Fennells wilder, ungestümer Emily-Brontë-Adaption in eine hitzige Debatte zu stürzen.
Das Brautkleid mit Puffärmeln und Chanel-Schmuck, das schwarze Kleid mit goldenem Kreuz, das deutsche Brautjungfern-Cosplay, glänzender roter Latex, Elton-John-Sonnenbrille – während wir natürlich Margot Robbie als Cathy, Jacob Elordi mit Yorkshire-Akzent, die Kulissen und den Charli-XCX-Soundtrack erwarten, gilt ehrlich gesagt: die Kostüme allein sind schon den Kinobesuch wert.
Die Braut (The Bride!): Kino – 6. März
Ein scharfer Schnitt nach Maggie Gyllenhaals lyrischem Regiedebüt (The Lost Daughter): Dieser stilvolle Thriller ist eine wilde Reise ins Chicago der 1930er Jahre. Im Mittelpunkt steht Jessie Buckley als neu interpretierte Frankenstein-Braut: schwebende Seidenkleider, fransige Frisur, Lederjacke, Spitzenstrümpfe, tintenschwarze Lippen und ein geheimnisvolles Lächeln.
An ihrer Seite Christian Bale als Monster in gestreiften Westen, Jake Gyllenhaal und Peter Sarsgaard in makelloser Eleganz sowie Penélope Cruz als verführerische Femme Fatale. Garantiert eine der größten Halloween-Kostüm-Inspirationen dieses Jahr.
Verstand und Gefühl (Sense and Sensibility): Kino – 11. September
Die Kostüme stammen von Grace Snell, die auch für The Souvenir verantwortlich war. Erste Setfotos zeigen: Diese Version bleibt Jane Austens Welt treu und bringt gleichzeitig eine frische Stimme mit.
Regie führt Georgia Oakley (Blue Jean), das Drehbuch schrieb Diana Reid, und die Besetzung wird von Daisy Edgar-Jones, Esmé Creed-Miles, Caitríona Balfe, Frank Dillane, George MacKay und Fiona Shaw angeführt. Es verspricht ein zurückhaltenderes, poetischeres Werk als viele zeitgenössische Adaptionen zu werden – und genau das macht es besonders erinnerungswürdig.
Die andere Bennet-Schwester (The Other Bennet Sister): Premiere noch unbekannt
Die Austen-Begeisterung geht weiter – diesmal mit einem etwas alternativen Ansatz: Die Adaption von Janice Hadlows Roman rückt die lange vernachlässigte mittlere Bennet-Schwester Mary in den Fokus (gespielt von Ella Bruccoleri).
Ihre Partner sind Richard E. Grant, Indira Varma, Ruth Jones und Tanya Reynolds, mögliche Verehrer sind Laurie Davidson und Dónal Finn. Die Kostüme sind ernster als in anderen Austen-Adaptionen, aber dennoch prachtvoll: gemusterte, spitzenbesetzte Mäntel, Federhüte, Seidenkleider und schwere, von Indien inspirierte Schmuckstücke dominieren das Bild.
Stolz und Vorurteil (Pride and Prejudice) – Premiere noch unbekannt
Und zum Schluss der „echte Klassiker“: Dolly Alderton erweckt Jane Austens Meisterwerk mit einer Besetzung zum Leben, die einem den Atem raubt. Emma Corrin wird die entschlossene Elizabeth Bennet sein, Jack Lowden der charmante Mr. Darcy, und Olivia Colman die etwas launische Mrs. Bennet.
Die unglaubliche Liebe zum Detail zeigt sich schon auf den ersten Bildern: Elizabeths rebellischer Charakter spiegelt sich im besonderen Schnitt ihres Mantels wider; Marys Persönlichkeit zeigt sich im weichen Hut und dem ungeformten Umhang; und Lydias Ehrgeiz strahlt in zitronengelbem Band und leuchtend gelben Handschuhen. Es könnte gut sein, dass diese Version sogar Joe Wrights ikonische Adaption von 2005 ernsthaft Konkurrenz macht.











