Große Pflanzgefäße und Übertöpfe sind echte Hingucker: Sie bieten üppigem Blattgrün, prächtigen Blumen und sogar kleinen Sträuchern ein wunderschönes Zuhause. Ob auf der Terrasse oder neben der Haustür – ein gut bepflanzter großer Topf verwandelt jeden Winkel in eine grüne Oase.
Aber wer schon einmal einen solchen Koloss bepflanzt hat, kennt das Problem: Die Menge an Blumenerde, die man dafür braucht, ist erschreckend groß – und gute Qualität hat ihren Preis. Das kann schnell ins Geld gehen.
Die gute Nachricht: Du musst den Topf nicht bis zum Rand mit Erde füllen. Es gibt clevere, günstige Alternativen, mit denen du den unteren Teil des Gefäßes problemlos auffüllen kannst. Wir zeigen dir fünf davon.
Karton und Zeitungspapier
Alte Kartonschachteln und Zeitungen sind eine besonders umweltfreundliche Lösung: Sie zersetzen sich mit der Zeit und werden zu wertvollem Kompost im Topf.
Tipp: Reiß oder schneide das Material unbedingt in kleinere Stücke, bevor du es verwendest. Große, zusammenhängende Lagen saugen sich mit Wasser voll und entziehen den Pflanzenwurzeln Feuchtigkeit.
Wann lohnt sich das? Da diese Materialien abgebaut werden, eignet sich dieser Trick besonders für Pflanzen, die ohnehin regelmäßig – etwa jährlich oder alle zwei Jahre – umgetopft werden.
Leere Dosen und Plastikflaschen
Leere Aluminium-Getränkedosen und Plastikflaschen sind praktische Füllmaterialien, die im unteren Teil des Topfes jede Menge Platz sparen.
Tipp: Lass bei Plastikflaschen den Deckel drauf! Die eingeschlossene Luft verhindert, dass sie unter dem Gewicht der Erde zusammengedrückt werden.
So geht's: Fülle etwa ein Viertel bis ein Drittel des Topfes mit diesen Materialien. Lege danach eine Schicht Geotextil (oder Putzgewebe) darüber – das verhindert, dass Erde zwischen die Lücken fällt, lässt aber Wasser und Wurzeln durch.
Gartenabfälle, Äste und Laub
Natürliche Füllmaterialien wie Tannenzapfen, trockene Blätter, Zweige und Schnittgut sind eine völlig kostenlose Alternative – du musst sie nur im Garten einsammeln. Mit der Zeit zersetzen sie sich und liefern der Erde zusätzliche Nährstoffe.
Wann lohnt sich das? Auch diese Methode funktioniert am besten bei Pflanzen, die häufiger umgetopft werden. Das Schnittgut setzt sich im Laufe der Jahre ab und zerfällt – aber keine Sorge: Die Blumenerde sollte ohnehin alle paar Jahre erneuert werden.
Ziegelsteine und Scherben alter Tontöpfe
Alte Ziegelsteine und Tonscherben füllen nicht nur den Topf – sie haben einen entscheidenden Vorteil: ihr Gewicht. Auf dem Boden des Übertopfs platziert, sorgen sie für Stabilität, damit der Topf auch an windigen Tagen nicht umkippt.
Tipp: Stelle den Topf zuerst an seinen endgültigen Platz, bevor du ihn befüllst – danach ist er kaum noch zu bewegen! Achte außerdem darauf, dass die Ziegelsteine die Abzugslöcher am Boden nicht blockieren.
Alte Kunststoff-Anzuchttöpfe
Die schwarzen Plastiktöpfe, in denen du deine Pflanzen gekauft hast, musst du nicht wegwerfen: Sie sind ideale Füllmaterialien! Stelle sie einfach umgekehrt auf den Boden des großen Übertopfs.
Tipp: Schütte die Blumenerde langsam und gleichmäßig darüber, damit sie die Zwischenräume zwischen den Töpfen gut ausfüllt und nichts verrutscht.
Warum ist das clever? Die umgestülpten Töpfe schaffen Luftkammern im Bodenbereich, die die Belüftung des Wurzelraums verbessern und die Drainage fördern. Achte nur darauf, dass oberhalb der Töpfe noch genug Platz für die Wurzeln bleibt.
Kenne die Wurzeln deiner Pflanze
Die Wurzeln der meisten Pflanzen reichen 15 bis 30 Zentimeter tief. Bevor du dich für ein Füllmaterial entscheidest, informiere dich, wie viel Erdtiefe deine Pflanze für gesundes Wachstum wirklich braucht. Den oberen Teil des Topfes füllst du mit echter Erde – den Rest darunter kannst du getrost mit einer der oben genannten Alternativen auffüllen.
So befüllst du einen großen Übertopf – Schritt für Schritt
- Drainage prüfen: Der Topf muss Abzugslöcher haben, sonst faulen die Wurzeln. Fehlen sie, bohr welche rein – oder lege eine dicke Schicht Holzkohle oder Muschelschalen ganz unten ein.
- Füllmaterial einlegen: Fülle den unteren Teil des Topfes mit deinem gewählten Material – je nach Pflanze bis zur Hälfte des Topfes.
- Blumenerde einfüllen: Fülle den verbleibenden oberen Teil mit hochwertiger, nährstoffreicher Blumenerde.
- Einpflanzen: Setze die Pflanze ein, drücke die Erde rund um die Wurzeln gut fest und gieße gründlich an.











