Kaffee verursachte Übelkeit und Brechreiz sind ebenfalls überraschend häufige Beschwerden. Das ist das Unwohlsein, bei dem man am liebsten alles auskotzen möchte, was einem vor die Nase kommt. Abgesehen davon, dass es dir den Appetit verderben kann (was auch dein Energieniveau senken kann), kann es dich leicht gestresst machen (denn wer will schon mitten im morgendlichen Meeting erbrechen?) und kann dir den Tag ordentlich vermiesen. In solchen Momenten erscheint Durchfall fast als die freundlichere Option…
Warum kann Kaffee Übelkeit verursachen?
Zunächst einmal: Nicht jeder hat diese Nebenwirkung, aber wenn du sie hast, liegt das wahrscheinlich an einer verstärkten Aktivität des Verdauungssystems. Koffein (und andere Inhaltsstoffe) erhöhen die Magensäureproduktion, die hilft, die Nahrung zu zersetzen – aber wenn zu viel produziert wird, kann das deinen Magen leicht reizen.
Außerdem regt Kaffee die Bewegungen des Magen-Darm-Trakts an, das heißt, er verursacht häufigere Kontraktionen. Das kann ebenfalls den Darm reizen und zu Übelkeit führen. Und das ist noch nicht alles – es gibt einige Faktoren, die dich anfälliger für unangenehme Symptome machen können.
- Du bist empfindlicher gegenüber Koffein: Für manche ist schon eine kleine Menge zu viel. Das kann zum Beispiel vom Alter oder der Genetik abhängen.
- Deine Koffeintoleranz ist niedrig: Wenn du selten Kaffee trinkst, ist dein Körper nicht daran gewöhnt, sodass eine größere Menge dich stärker belasten kann. Regelmäßiger Konsum kann die Toleranz erhöhen.
- Du hast zu viel Koffein auf einmal konsumiert: Selbst wenn du täglich Kaffee trinkst, kann eine Überdosis – zum Beispiel zwei große Portionen kalten Kaffees hintereinander – deinen Magen belasten.
- Du hast Kaffee auf nüchternen Magen getrunken: Magensäure reizt die Magenwand leichter, wenn nichts da ist, das sie „bindet“. Ohne Essen ist Kaffee daher viel wahrscheinlicher schädlich.
- Du bist dehydriert: Wenn du nicht genug Flüssigkeit trinkst, kann das allein schon Übelkeit verursachen – und in Kombination mit Kaffee wird es nur schlimmer.
- Du nimmst Medikamente, die mit Kaffee interagieren: Einige Antibiotika, Antidepressiva oder Asthmamedikamente können die Wirkung von Koffein verstärken, was Magenbeschwerden verursachen kann.
- Du hast Verdauungsprobleme: Zum Beispiel bei Reflux oder Gastritis löst Kaffee viel eher Übelkeit aus.
- Schwangerschaft: Ein häufiges Symptom kann sein, dass du plötzlich schon vom Geruch des Kaffees schlecht wirst.

Was kannst du tun, um Übelkeit zu vermeiden?
Die gute Nachricht: Diese Art von Übelkeit vergeht meist schnell. Aber es gibt Tricks, mit denen du sie vorbeugen kannst:
- Trinke nicht zu viel auf einmal. Verteile es über den Tag – zum Beispiel eine Tasse nach dem Frühstück und eine weitere später am Tag.
- Achte auf die Kaffeesorte. Dunkel geröstete, Cold Brew oder Espresso-basierte Kaffees haben in der Regel einen niedrigeren Säuregehalt und reizen den Magen weniger.
- Trinke keinen Kaffee auf nüchternen Magen! Trinke vorher Wasser und iss etwas – zum Beispiel ein kleines Avocado-Toast oder eine Banane mit Erdnussbutter. Kohlenhydrate geben Energie, Protein verlangsamt die Verdauung.
- Gib Milch, pflanzliche Milch oder Sahne in den Kaffee. Diese mildern die Säure und belasten den Magen weniger.
- Wenn nichts hilft, probiere die koffeinfreie Version. Obwohl sie nicht völlig koffeinfrei ist, ist sie viel milder – und der gewohnte Geschmack und Geruch bleiben erhalten. Für morgendliche Energie sorgen Bewegung oder ein reichhaltiges, proteinreiches Frühstück.











