Es steht außer Frage, dass heiße Sommertage am besten am Wasser verbracht werden. Und obwohl der Urlaub nicht von ständiger Sorge überschattet sein sollte, ist es klug, einige Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Laut Daten von 2019 rettete die Wasserpolizei am Balaton bis zum 1. August, also mitten in der Saison, 204 Menschen in 93 Einsätzen – fünf konnten leider nicht mehr gerettet werden.
Das Beobachten von Unwetterwarnungen, das Schwimmen nur in ausgewiesenen Bereichen, das Vermeiden von tiefem Wasser ohne sichere Schwimmkenntnisse und das ständige Beaufsichtigen von Kindern am Wasser sind grundlegende Sicherheitsmaßnahmen. Doch es gibt noch einen weiteren einfachen Schritt, um am Wasser sicherer zu sein: die richtige Badeanzugfarbe.
Die richtige Farbe kann Leben retten
Wenn ein Kind oder Erwachsener im Wasser verschwindet, zählt jede Sekunde. Trägt die Person dann Farben, die besser sichtbar sind, kann das Leben retten.
2019 führten amerikanische Rettungsschwimmer deshalb einen Test durch, um herauszufinden, welche Farben im Wasser und unter Wasser am besten sichtbar sind.
Von Lippenstiftrot bis fluoreszierendem Grün wurden verschiedene Stoffe unter 1 Meter Wasser getaucht – unter unterschiedlichen Bedingungen: dunkler und heller Poolboden sowie in einem See bei ruhigem und aufgewühltem Wasser. Besonders bei aufgewühltem Wasser – wie in einem vollen Pool oder an Meereswellen – waren viele Farben kaum zu erkennen.

Die gefährlichsten und sichersten Farben
Am schlechtesten schnitten Blau-, Grau- und Weißtöne ab. Dunkle Farben waren ebenfalls schwer zu erkennen. Obwohl nicht alle Pastelltöne getestet wurden, ist anzunehmen, dass auch sie ähnlich schlecht sichtbar sind. Das liegt daran, dass Wasser Licht anders absorbiert und streut als Luft. Viele Farben wirken für unser Auge weniger gesättigt, weil Wasser langwellige Lichtanteile schnell schluckt – besonders Rottöne verschwinden schon nach wenigen Metern Tiefe.
Selbst die auffälligsten Farben – Neonpink, Neonorange, Neongrün und Gelb – sind unter Wasser überraschend schwer zu entdecken.
Im Mai 2023 wurde ein weiterer Test durchgeführt, der den Unterschied zwischen einfarbigen und gemusterten Badeanzügen untersuchte. Das Ergebnis: Einfarbige Badeanzüge boten die beste Sichtbarkeit, gefolgt von sehr kleinen Mustern. Größere Muster beeinträchtigten die Sichtbarkeit, selbst wenn der Grundton hell war. So verschwand das fluoreszierende Orange mit weißen Streifen unter Wasser fast komplett.
Die Rettungsschwimmer empfehlen daher vor allem neonfarbene, einfarbige oder höchstens dezent gemusterte Badeanzüge – ein kleiner Schritt für mehr Sicherheit am Wasser.











