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„Fast wäre ich an einer Bronchitis gestorben“ – Woran hast du gelitten, das sich als ernste Krankheit herausstellte?

Angela Fischer4 Min. Lesezeit
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„Fast wäre ich an einer Bronchitis gestorben“ – Woran hast du gelitten, das sich als ernste Krankheit herausstellte? — Gesundheit
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1. Atemnot

Seit meiner Kindheit hatte ich oft Atemnot, aber ich dachte immer – so wie meine Familie auch – dass ich einfach nicht fit genug bin. Wenn wir wandern gingen und ich zurückblieb, weil ich kaum Luft bekam, haben sie mich immer gehänselt, wie schwach und faul ich sei.

Mit 22 Jahren bekam ich eine Bronchitis, an der ich fast gestorben wäre, weil ich so schlecht Luft bekam, dass ich eine Steroidinjektion brauchte. Da stellte sich heraus, dass ich Asthma habe – ich hatte es schon immer. Der Arzt war fassungslos, dass ich mein ganzes Leben ohne Bronchodilatator-Spray mit Atemnot gelebt habe. Das Schlimmste: Meine Familie glaubt jetzt, ich hätte das Asthma nur erfunden – sie halten es für eine psychosomatische Krankheit –, nur um eine Ausrede zu haben, warum ich nicht sportlich bin.

2. Der Fleck

Ich dachte, ich wäre von etwas gestochen worden, weil ich einen kleinen roten Fleck an der Innenseite meines Oberarms hatte. Er juckte und wurde immer größer, aber ich kümmerte mich nicht darum, bis meine Freundin mich zum Arzt schleifte. Der Arzt schaute sich das an und sagte, es sei ein Abszess, und ich müsse sofort operiert werden.

Es wurde ein golfballgroßes Stück entfernt und viel Eiter aus meiner Bizepsregion herausgedrückt. Ich hatte Glück, dass nur der Muskel betroffen war und die Sehnen noch nicht. Mein Arm konnte kaum genäht werden, und es stehen noch einige Narben-Operationen an.

3. Kopfschmerzen

Meine Migräne wurde so heftig, dass ich buchstäblich Sterne sah und undeutlich sprach. Mein Arzt wollte mich erst nicht zum MRT schicken, erst als ich kaum noch gehen konnte und meinen rechten Arm nicht mehr spürte, wurde die Diagnose Multiple Sklerose gestellt.

4. Die Brille

Ich war in der achten Klasse, als ich merkte, dass ich mit dem rechten Auge schlechter sah, dachte aber, ich bräuchte nur stärkere Gläser. Wegen Prüfungen ging ich erst vier Monate später zum Augenarzt, der mir mitteilte, dass ich ein Glaukom habe. Mein Sehvermögen auf dem rechten Auge war zu 90 Prozent verloren, ich war fast blind.

5. Ungeschickt

Mein Vater stolperte oft oder schwankte, wenn er im Haus arbeitete, und wir machten Witze darüber, wie tollpatschig er sei. Monate später stellte sich heraus, dass er an ALS litt, und drei Jahre später ist er daran gestorben.

6. Abschürfung

Ich spielte mit meinem Hund, rutschte auf dem Stein aus und schürfte mir das Knie auf. Es tat weh und juckte, aber meine Mutter kümmerte sich nicht darum. (Zu meiner Verteidigung: Ich war wirklich ein ziemlich zickiger Teenager.) Am Abend wurde der Juckreiz schlimmer, und die Stelle war sehr heiß und rot.

Am nächsten Morgen schrie ich vor Schmerzen, und endlich brachten sie mich zum Arzt. Es war eine Cellulitis, eine schwere bakterielle Infektion der Haut und tiefer liegender Gewebe. Mein Bein hätte fast amputiert werden müssen. Der Arzt sagte meiner Mutter, die Verwandten sollten kommen, denn wenn sich die Infektion ausbreitet, könnten sie mich zum letzten Mal sehen. Wären wir am selben Tag gekommen, hätte eine Penicillin-Injektion und eine Packung Antibiotika gereicht.

7. Der Knoten

Ich hatte einen kleinen Knoten an der Speiseröhre, den ich manchmal spürte, wenn ich meinen Hals eincremte, aber ich schenkte ihm keine Beachtung. Wegen einer ganz anderen Untersuchung wurde ein CT gemacht, und mein Endokrinologe sagte, es sei Schilddrüsenkrebs. Ich hatte riesiges Glück, dass er im Frühstadium entdeckt wurde.

Source: unsplash.com

8. Schmierblutung

Ich war schon seit Jahren in den Wechseljahren, fand es aber nicht ungewöhnlich, ein paar Mal im Jahr Schmierblutungen zu haben und dachte, das sei normal. Ich erwähnte es nur nebenbei bei meiner jährlichen gynäkologischen Untersuchung, und sie schickte mich sofort zur weiteren Abklärung. Es stellte sich heraus, dass ich Gebärmutterhalskrebs habe. Zum Glück wurde er rechtzeitig entdeckt, sodass ich keine Strahlen- oder Chemotherapie brauchte, sondern nur meine Gebärmutter entfernt wurde.

9. Fressattacke

Ich hatte solche Heißhungerattacken auf Eisbergsalat, dass ich manchmal um zwei Uhr nachts zum Kühlschrank ging und einen ganzen Kopf aß. Mein Freund schickte mich schließlich zum Arzt, wo festgestellt wurde, dass mein Eisen und mein Hämoglobin so niedrig waren, dass Arzt und Assistentin sagten, es sei ein Wunder, dass ich noch lebe. Ich wurde sofort ins Krankenhaus eingewiesen, wo mich zwei Bluttransfusionen und eine Eiseninfusion erwarteten. Seitdem sind meine Eisbergsalat-Attacken verschwunden.

10. Zucken

Nicht ich, sondern meine Kindheitsfreundin hatte manchmal Zuckungen in einer Hand. Sie meinte, es könnte von Nervosität kommen. Das ging monatelang so, bis sie eines Tages im Unterricht einen Krampfanfall bekam. Statt den Rettungsdienst zu rufen, riefen ihre Eltern sie ab und brachten sie nach Hause, wo sie ins Bett gelegt wurde. Am nächsten Morgen war sie tot, ein Tumor im Gehirn war die Ursache.

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