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Ich drehe die Musik leiser, wenn ich eine Adresse suche – 10 seltsame Dinge, die wir alle tun

Szőke Angéla4 Min. Lesezeit
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Ich drehe die Musik leiser, wenn ich eine Adresse suche – 10 seltsame Dinge, die wir alle tun — Freizeit
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Hand aufs Herz – du bist da keine Ausnahme. Unser Alltag ist voller kleiner Absurditäten, die wir alle stillschweigend begehen. Niemand spricht darüber, aber jeder tut es. Hier sind zehn davon.

Der Blick ins Leere

Ich nehme mein Handy raus, um die Uhrzeit zu checken. Fünf Sekunden später nehme ich es wieder raus – weil ich keine Ahnung habe, was da stand. Ich habe es gesehen, aber mein Gehirn hat es schlicht nicht registriert.

Und dann ist da noch der Kühlschrank. Ich gehe in die Küche, öffne ihn, starre hinein. Nichts Interessantes. Ich schließe ihn wieder. Zehn Minuten später öffne ich ihn erneut – als hätte sich zwischenzeitlich von selbst etwas Leckeres dazugestellt.

Der Fuß als Greifwerkzeug

Wenn etwas vom Sofa fällt, stehe ich nicht auf. Stattdessen versuche ich, den Gegenstand mit dem Fuß aufzuheben – wie ein menschlicher Greifarm. Typische Objekte: Fernbedienung, Keks, Brille, Handy. Funktioniert erstaunlich oft.

Die falsche Richtung

Wenn ich merke, dass ich in die falsche Richtung laufe, drehe ich mich nicht einfach um. Das wäre ja peinlich. Stattdessen tue ich so, als käme gerade ein Anruf, halte das Handy ans Ohr und wechsle dabei unauffällig die Richtung. Niemand merkt es. Hoffe ich.

Und wenn ich mit dem Auto eine Adresse suche, drehe ich die Musik leiser – um besser sehen zu können? Ich weiß selbst nicht, warum ich das tue. Aber ich tue es jedes Mal. Als würde der Sound die Augen irgendwie stören.

Körperliche Eigenheiten

Beim Telefonieren laufe ich auf und ab. Wenn mir kalt ist, drücke ich mein eiskaltes Ohrläppchen in die Ohrmuschel. Und wenn ich leicht schwitze, rieche ich vorsichtshalber an meiner Achsel – obwohl ich vorher 48-Stunden-Deo aufgetragen habe.

Wenn mir im Bett zu warm ist, strecke ich ein Bein unter der Decke hervor – zur Temperaturregulierung. Aber natürlich nur kurz. Man weiß ja nie, was unter dem Bett lauert.

Maschinen und Macht

Ich drücke den Aufzugknopf mindestens fünfmal, obwohl ich genau weiß, dass das nichts bringt. Ich kann einfach nicht aufhören. Es fühlt sich an wie in einem Film, in dem die Heldin panisch auf den Knopf hämmert.

Ich starre auf die Countdown-Anzeige der Mikrowelle und stoppe sie genau eine Zehntelsekunde vor dem Klingeln. Jedes Mal. Es gibt eine unerklärliche Befriedigung dabei, die ich niemandem erklären kann.

Und wenn sich eine automatische Schiebetür vor mir öffnet, bilde ich mir kurz ein, ein Jedi zu sein.

Das Kopfkino

Ich spiele peinliche Situationen aus meiner Vergangenheit im Kopf neu durch – diesmal aber mit besserem Ausgang. Ich stolpere nicht. Ich verliere nicht. Ich sage nicht nichts, sondern genau den richtigen Satz im richtigen Moment. Das ist meine Lieblingsfolge meines inneren Films.

Der Ruf der Leere

Manchmal, wenn man auf dem Bahnsteig steht, kommt ein kurzer, dunkler Gedanke: Was wäre, wenn ich jetzt einen Schritt nach vorne mache? Oder wenn man auf einem Balkon steht, oder am Rand einer Klippe.

Das klingt beunruhigend – ist es aber nicht. Denn dieser Impuls steckt in uns allen. Die Franzosen haben sogar einen Namen dafür: „l'appel du vide" – der Ruf der Leere. Es ist ein normales psychologisches Phänomen, kein Warnsignal.

Auf Repeat

Wenn mir ein neues Lied gefällt, höre ich es fünfzigmal hintereinander – bis ich jeden Text auswendig kenne, es langsam nervt und ich es am Ende nicht mehr hören kann. Und wenn ich gerade eingeparkt habe und ein guter Song läuft, warte ich, bis er zu Ende ist, bevor ich den Motor abstelle. Das ist Pflicht.

Wie bitte?

Wenn ich jemanden nicht verstehe, frage ich nach. Maximal zweimal. Wenn ich es beim dritten Mal immer noch nicht verstanden habe, nicke ich mit einem verwirrten Lächeln und tue so, als hätte ich alles mitbekommen. Dreimal nachfragen ist schlicht unmöglich. Das weiß jeder.

Der Kleiderschrank-Mythos

Ich besitze gefühlt 75 T-Shirts – trage aber immer dieselben drei. Dazu mindestens 23 BHs, von denen ich ebenfalls genau drei regelmäßig anziehe. Bin ich bereit, 80 Prozent meines Kleiderschranks auszusortieren? Nein. Absolut nicht.

Erkennst du dich wieder? Keine Sorge – du bist in bester Gesellschaft.

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