Wenn du das kennst, warst du bestimmt schon oft wütend auf dich selbst, weil dir mitten im Streit die Tränen kommen. Verständlich, denn es ist frustrierend, wenn du weißt, dass du Recht hast und gute Argumente hast, aber trotzdem weinst. Viele nehmen dich dann weniger ernst oder denken, du willst den Streit manipulieren – dabei kannst du wirklich nichts dafür!
Experten sagen, das ist eine ganz natürliche Reaktion auf starken Stress – besonders bei Menschen, die Konfrontationen eigentlich fürchten.
Tränen sind eigentlich ein Ausdruck von Angst – und das hängt von der jeweiligen Situation ab.
Streitest du dich zum Beispiel mit deinem Partner und weinst dabei, kann das bedeuten, dass du große Angst vor dem Verlassenwerden hast. Dieser Gedanke macht dir so viel Angst, dass du deine Gefühle kaum kontrollieren kannst. Wenn aber etwa ein Busfahrer beim Ticketkauf unfreundlich ist oder du mit einem Kollegen in Konflikt gerätst, steckt oft etwas anderes hinter den Tränen. Hier ist es meist Wut, die deine Gefühle steuert – während andere vielleicht aggressiv werden, beginnst du zu weinen.
Das liegt daran, dass Wut eigentlich eine sekundäre Emotion ist. Sie folgt auf Gefühle, die uns verletzlich machen, wie Angst, Unsicherheit, Demütigung oder Respektlosigkeit. Wenn du wütend wirst, übernehmen oft diese ursprünglichen Gefühle die Kontrolle – und das kann die Tränen auslösen. Aber glaub mir, das macht dich nicht schwach! Trotzdem sehen manche dich deswegen als schwach an. Deshalb ist es wichtig, dass du lernst, deine Tränen zu kontrollieren. Hier sind ein paar Tipps, die dir helfen, beim nächsten Streit ruhig und ohne Weinen rauszugehen!
Was kannst du tun, um das Problem zu meistern?
1. Wenn du merkst, dass du gleich weinen musst, halte dir die Nasenwurzel an der Stelle fest, wo der Tränenkanal verläuft. Ein bisschen Druck kann den Blutfluss stoppen und dir helfen, deine Tränen zu kontrollieren. Vielleicht reicht das bei dir schon!
2. Wenn das nicht reicht, probiere Folgendes: Mach einen Schritt zurück – und zwar buchstäblich.
Der amerikanische Psychologe Jerry Bubrick erklärt, dass du nicht wegen dem weinst, was die andere Person sagt, sondern wie du es interpretierst.
Indem du ein paar Schritte zurücktrittst, kannst du dich besser von der Dramatik abgrenzen, wirst unmerklich ruhiger und erkennst, dass die verletzenden Worte nicht wahr sind – es sei denn, du lässt sie zu!
3. Achte jetzt besonders auf deine Atmung. Versuche ruhig und gleichmäßig zu atmen. Du musst nicht sofort reagieren, sondern überlege dir, was du sagen willst. Konzentriere dich darauf, statt deinen Gefühlen freien Lauf zu lassen.
4. Wenn du wirklich kurz vorm Weinen bist, drücke deine Zunge gegen den Gaumen oder entspanne die Muskeln in deinem Gesicht – besonders die inneren Augenbrauenmuskeln. So kannst du das Weinen hinauszögern.
5. Stell dir vor, du bist nur ein Schauspieler in einem Film. Das Ganze ist nicht unbedingt echt, und du spielst eine Rolle, in der du stark bleiben musst. So seltsam das klingt – dieser Trick hilft wirklich gut!
Weinen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern zeigt, dass dir das Thema wirklich persönlich wichtig ist.
Du hast eine sensible Seele – und das ist keine Schwäche, sondern etwas, worauf du stolz sein kannst. Trotzdem können andere dich dadurch leicht überrennen. Deshalb ist es wichtig, dass du lernst, deine Tränen bei Streit zurückzuhalten. Übe die Tipps, damit du bei ernsten Auseinandersetzungen Ruhe ausstrahlst!
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