Janet Jackson
Das Super Bowl-Konzert 2004 gilt bis heute als einer der größten Skandale der Musikgeschichte. Am Ende der Performance riss Justin Timberlake Janet Jackson das Oberteil herunter. Obwohl ihre Brustwarze bedeckt blieb, empörte sich die prüde amerikanische Gesellschaft geschlossen. Justin wurde nicht zur Rechenschaft gezogen, Janet hingegen musste sich schriftlich und per Video entschuldigen. Sie durfte nicht zur Grammy-Verleihung, wurde vom MTV verbannt und jahrelang auf eine schwarze Liste gesetzt. Ein klares Beispiel für die Doppelmoral gegenüber Frauen.
Jessica Simpson
Jessica wurde ihr Leben lang von den Medien kritisiert. Wegen der Jeans auf dem Foto war sie damals auf allen Titelseiten und wurde als „zu dick“ bezeichnet – obwohl sie eine schöne Figur hatte, nur eben nicht mehr die dünne Teenagerin von damals. Nach der Geburt ihres Kindes wurde sie wegen ihres Gewichts angegriffen, und als sie wieder abgenommen hatte, wurde ihr Aussehen erneut zerrissen. Jessica kann einfach nicht gewinnen, egal wie ihr Körper aussieht.
Amy Winehouse
Die britische Boulevardpresse hatte die talentierte Sängerin und Songwriterin wegen ihrer Drogenabhängigkeit und ihres Gewichts bis zu ihrem Tod im Visier. Niemand kümmerte sich um die Online-Attacken oder ihre mentale Gesundheit. Hätte man sie unterstützt statt verspottet, wäre sie vielleicht noch heute bei uns.
Taylor Swift
Die Country-Sängerin, die vom Mädchen zur Milliardärin wurde, wird oft kritisiert, weil sie in ihren Liedern über frühere Beziehungen singt. Wenn ein Mann das tut, gilt es als romantisch – bei einer Frau heißt es schnell, sie sei „kindisch und sollte erwachsen werden“.
Sinead O'Connor
Die irische Sängerin sprach in einer Live-TV-Show gegen den Vatikan und dessen jahrzehntelanges Vertuschen von pädophilen Priestern. Sie riss ein Foto von Papst Johannes Paul II. in Stücke, was zu großer Empörung führte. Sie erhielt Todesdrohungen und ihre Karriere stagnierte. Elf Jahre später gewann die Boston Globe Zeitung den Pulitzer-Preis für die Aufdeckung der Vertuschungen durch den Vatikan.
Paris Hilton
In den 2000ern war sie das Paradebeispiel für das „dumme Blondchen“, nachdem ein Sexvideo von ihr weltweit verbreitet wurde. Obwohl sie erklärte, ihr Ex habe das Video ohne ihr Wissen veröffentlicht, blieb die Schande. Heute nennt man das Racheporno und bestraft es – damals dachte niemand daran. Heute macht Paris mit ihrem Einsatz gegen die grausamen amerikanischen Umerziehungslagern auf sich aufmerksam.
Monica Lewinsky
Die 22-jährige Praktikantin wurde von den Medien regelrecht gejagt, als ihre Affäre mit dem damaligen US-Präsidenten Bill Clinton bekannt wurde. Nicht nur die Medien und die Welt verurteilten sie, auch das FBI ermittelte gegen sie und belästigte sie. Niemand dachte daran, dass ein verheirateter, mächtiger Mann eine viel größere Verantwortung trägt als ein naives junges Mädchen.
Pamela Anderson
Wie Paris wurde auch Pamela nicht verschont von einem veröffentlichten Sexvideo. Allerdings wurde ihres bei einem Einbruch gestohlen und nicht von einem Ex-Partner veröffentlicht. Obwohl es eindeutig ein privates Video war, wurde sie von der Presse gnadenlos bloßgestellt und verspottet. Ihr Ex, Tommy Lee, stellte sich nicht auf ihre Seite, für ihn war das Ganze eher cool.
Britney Spears
Schon als Teenager stand Britney unter enormem Druck, als einer der größten Stars der Welt. Die Medien zerrissen sie für die kleinsten Fehler. 2007, während ihrer Scheidung und dem Sorgerechtsstreit, erreichte sie ihren Tiefpunkt, als sie sich den Kopf kahl rasierte. Niemand zeigte Mitgefühl, sie wurde nur verspottet.
Lady Diana Spencer
Prinzessin Diana war die „meistfotografierte Frau der Welt“. Das bedeutete damals, dass sie keine Minute Ruhe vor Fotografen hatte, die ihr Leben zur Hölle machten und zu ihrem frühen Tod beitrugen. Ganz zu schweigen davon, wie ungerecht die britische Königsfamilie mit ihr umging – sie war noch Teenager, als sie in die gnadenlose Welt der Monarchie kam. Nach ihrer Scheidung sprach sie offen über Essstörungen und Selbstverletzung, wurde aber nicht unterstützt, sondern kritisiert, sie würde ihre psychischen Probleme „verherrlichen“.











