Bien Logo

Menschen neigen dazu, sich selbst besser einzuschätzen: 5+1 kognitive Verzerrungen, die unsere Entscheidungen beeinflussen

Isabella Schmidt2 Min. Lesezeit
Teilen:
Menschen neigen dazu, sich selbst besser einzuschätzen: 5+1 kognitive Verzerrungen, die unsere Entscheidungen beeinflussen — Lebensstil
In diesem Artikel

Diese mentalen Abkürzungen helfen oft, schnell Entscheidungen zu treffen, können aber auch zu falschen Schlüssen führen. Entdecke sechs erstaunliche kognitive Verzerrungen, die wissenschaftlich belegt sind und uns täglich täuschen.

Verfügbarkeitsheuristik

Die Verfügbarkeitsheuristik beschreibt, wie Menschen dazu neigen, die Häufigkeit oder Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses zu überschätzen, nur weil es ihnen leicht in den Sinn kommt.

Zum Beispiel, wenn wir in den Nachrichten häufig Flugzeugabstürze sehen, könnten wir fälschlicherweise denken, dass sie öfter passieren als tatsächlich.

Diese Verzerrung hängt eng mit Medienberichterstattung und persönlichen Erfahrungen zusammen.

Bestätigungsfehler

Der Bestätigungsfehler bedeutet, dass wir vor allem Informationen suchen und bevorzugen, die unsere bestehenden Überzeugungen oder Vorstellungen bestätigen, während wir widersprüchliche Beweise oft ignorieren oder unterschätzen. Diese Verzerrung erschwert objektive Urteile und beeinflusst unsere Entscheidungen und kritisches Denken.

Vergleichsillusion

Die Vergleichsillusion beschreibt, wie Menschen sich in vielen Bereichen besser einschätzen als der Durchschnitt. Viele glauben zum Beispiel, bessere Autofahrer zu sein als der Durchschnitt – statistisch unmöglich für alle. Diese Verzerrung hängt mit Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen zusammen und führt oft zu übermäßigem Optimismus.

Fotókollázs nő, gondolatbuborékkal

Positivitätsverzerrung

Die Positivitätsverzerrung zeigt sich, wenn wir positive oder angenehme Informationen bevorzugen und negative Aspekte ausblenden. Besonders bei der Einschätzung zukünftiger Ereignisse kann diese Verzerrung unrealistische Erwartungen wecken, auch wenn positives Denken mental guttun kann.

Anker-Effekt

Der Anker-Effekt beschreibt, wie Menschen dazu neigen, sich bei Entscheidungen zu stark auf die zuerst erhaltenen Informationen zu stützen, egal wie relevant oder genau diese sind. Erste Eindrücke und nachfolgende Infos können so unsere endgültigen Urteile verzerren.

Gruppendenken

Gruppendenken entsteht, wenn Mitglieder einer Gruppe eher nach Konsens streben, ohne mögliche Alternativen kritisch zu prüfen. Diese Verzerrung tritt häufig bei Gruppenentscheidungen auf, wenn Einzelne Konflikte vermeiden und die Gruppeninteressen über echte Lösungen stellen. Das kann zu Fehlern und schlechten Entscheidungen führen.