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„Nur die warten, die ich verletzt habe!“ – Die erschreckendsten letzten Worte

Angela Fischer4 Min. Lesezeit
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„Nur die warten, die ich verletzt habe!“ – Die erschreckendsten letzten Worte — Lebensstil
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Der Herr

Der ältere Herr wurde regelmäßig von seiner ganzen Familie besucht, die ihn sichtbar liebte. Er sagte oft, er habe ein gutes Leben gehabt und war friedlich auf den Abschied vorbereitet. Doch eines Abends setzte er sich plötzlich auf, sein Körper spannte sich wie ein Bogen, und er schrie: „Ich bin nicht bereit, noch nicht bereit!! Bitte, noch nicht!!!“ Dann fiel er zurück und verstarb. Das war in meiner Laufbahn der unheimlichste Abschied, den ich miterleben durfte. 

Hätte ich doch

Die letzten Worte eines jungen Mannes mit Krebs waren: „Hätte ich doch mehr töten können…“ Dann seufzte er ein letztes Mal und starb. Von seiner Frau erfuhr ich, dass er Soldat war. Wahrscheinlich hatte er psychische Probleme, denn ein gesunder Geist denkt nicht so.

Zeuge

Ein junger Mann sagte nichts, sondern sah mit eigenen Augen zu, wie sein Herz stehenblieb. Wir waren im Rettungswagen – er hatte eine Herzrhythmusstörung – ich wandte mich mit dem Defibrillator ihm zu und sah, wie er auf den Herzmonitor schaute, der den Stillstand anzeigte. Er blickte mich panisch an, seine Hand glitt von meinem Knie. Der arme Kerl sah buchstäblich, wie sein Herz aufhörte zu schlagen. Wir konnten ihn nicht zurückholen. 

Auch das

Eine ältere Dame flüsterte ihrem sterbenden Mann zu: „Liebling, du kannst das schaffen, du hast schon einen Mord überlebt, auch das schaffst du.“ Das war vor Jahren und beschäftigt mich bis heute, weil ich nicht weiß, was ich hätte tun sollen. Mein Mann meinte, ich hätte die Polizei informieren müssen, aber was hätte das gebracht? Der Mann war kaum bei Bewusstsein und starb wenige Tage später. Sollte die etwa 80-jährige Frau wegen Beihilfe ins Gefängnis?

Wahre Liebe

Die Töchter der Dame waren überrascht, als ihre alte Mutter – halb bewusstlos – immer wieder von einem gewissen Peter sprach, obwohl ihr Vater Gábor hieß und ihnen kein anderer Mann bekannt war. Nachts sah ich, dass sie einigermaßen bei Bewusstsein war und fragte, wer Peter sei. Mit tränenerfüllten Augen erzählte sie, dass Peter ihre wahre Liebe gewesen sei. „Jetzt können wir endlich zusammen sein“, sagte sie und verstarb am Morgen. Ich habe den Töchtern nicht verraten, wer Peter war.

Der Weg

Bei einem älteren Herrn liefen in seinen letzten Stunden Tränen über das Gesicht, und bis zum letzten Atemzug wiederholte er: „Ich weiß nicht, wohin ich gehen soll! Ich habe Angst, den Weg nicht zu finden!“ Ich hoffe sehr, dass er ihn am Ende doch gefunden hat. 

Gesichter

Die Dame ertrug ihre letzten Stunden recht gut, doch als ihr Blick trüb wurde, schrie sie plötzlich auf: „Sie haben keine Gesichter!!“ Eine Minute später war sie tot. 

Linda

Ein 53-jähriger Mann lag seit einigen Tagen auf der Station, er erholte sich von einem Herzinfarkt, fühlte sich aber nicht gut. Eines Nachts stöhnte er, er sehe Linda, die dort auf ihn warte. Ich deckte ihn zu und versicherte ihm, dass sie ihn sicher erwartet. Er lag mit zusammengekniffenen Augen und Lippen da, wir konnten nicht viel tun. Am nächsten Tag schlief er für immer ein. Ich erzählte der Familie, dass seine letzten Worte waren, Linda warte auf ihn. Ich dachte, er meinte seine Frau, doch die Familie schaute erschrocken. Eine Tochter weinte, die andere fluchte leise. Ich verstand nicht, was los war, bis sein Bruder erzählte, dass Linda eine Geliebte seines Bruders war, die ihn betrogen hatte. Aus Wut hatte er sie erwürgt und saß acht Jahre wegen Totschlags im Gefängnis. Ich fühle mich immer noch schrecklich, dass ich ihm freundlich bestätigte, Linda werde auf ihn warten. Aber irgendwo bin ich auch froh, dass Linda nach all den Jahren noch mit ihm sprechen konnte. 

Die, die warten

Wir arbeiteten an einem etwa dreißigjährigen Mann, dessen Herz stehenblieb und wieder anfing zu schlagen. Nach einer Wiederbelebung flüsterte er keuchend: „Nur die warten, die ich verletzt habe!“ Dann verlor er das Bewusstsein und kam nicht mehr zurück.

Die Richtung

Der Mann stöhnte: „Ich gehe nach unten, ich sinke, aber ich will nicht dorthin, da ist die Hölle, oben ist das Licht!“ Bis heute läuft es mir kalt den Rücken runter.

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Zelie O.