Wenn bunte Herbstblätter den Garten bedecken und die Pflanzen langsam welken, denken viele: Das Aufräumen kann bis zum Frühling warten. Aber ist das wirklich die beste Idee? Sollten abgestorbene Pflanzen im Gemüsebeet und Blumenbeeten bleiben? Oder ist es besser, jetzt aktiv zu werden, um im nächsten Jahr einen gesünderen Garten zu haben?
Edward Olsen, Gartenspezialist und Leiter des Zierpflanzenprogramms an der Universität Vermont, verrät The Spruce, wann es sinnvoll ist, Pflanzenreste zu entfernen – und wie du das sicher machst.
Darum solltest du abgestorbene Pflanzen im Herbst entfernen
Viele lassen Laub in den Beeten liegen, um als Isolierung zu dienen und Bestäubern wie Schmetterlingen und Käfern Unterschlupf zu bieten. Trotzdem ist es ratsam, abgestorbene Teile von Gemüse, Kräutern und Blumen zu entfernen – besonders wenn sie im Laufe der Saison Krankheiten oder Schädlinge getragen haben.
Edward Olsen erklärt, dass Krankheitserreger und Schädlinge oft auf abgestorbenen Pflanzenteilen überwintern. Wenn diese im Herbst nicht entfernt werden, kehren sie im Frühling zurück und können die Pflanzen erneut befallen.
So entfernst du abgestorbene Pflanzen richtig
Abgestorbene Stängel und Blätter lassen sich meist leicht aus der Erde ziehen. Hält ein Stängel jedoch fest und lässt sich nur mit einer Gartenschere entfernen, solltest du dich über die Schnittbedürfnisse der jeweiligen Pflanze informieren.
Manche Pflanzen treiben im Frühling aus dem verholzten Vorjahresstängel neue Triebe – hier ist es wichtig, nicht zu stark zurückzuschneiden. Andere bilden komplett neue Triebe und können ruhig wenige Zentimeter über dem Boden zurückgeschnitten werden.
Was passiert mit den vertrockneten Pflanzenresten?
Die meisten gesunden, abgestorbenen Pflanzenteile kannst du bedenkenlos auf den Komposthaufen geben – so gibst du wertvolle Nährstoffe zurück in den Gartenboden.
Bei Pflanzen, die von Krankheiten oder Schädlingen befallen sind, rät Olsen jedoch dringend davon ab, sie zu kompostieren. Die Erreger können den Prozess überleben und im Frühling erneut die Pflanzen infizieren.
Eine sichere Alternative ist, die Reste in einen Sack zu packen und mit dem Hausmüll zu entsorgen. Wer die Möglichkeit hat, kann sie auch in einer Feuerschale im Garten verbrennen – natürlich unter Einhaltung aller Brandschutzregeln.
Wichtig: Pflanzen wie der Giftsumach sollten niemals verbrannt werden, da der Rauch die Atemwege reizen kann.
+4 Dinge, die du vor dem Winter noch aus dem Garten entfernen solltest
Neben abgestorbenen Pflanzen gibt es noch weitere Dinge, die laut Experten besser nicht über den Winter im Garten bleiben sollten.
- Beschädigte Pflanzenteile
Kleine Risse an Stängeln können durch Frost im Winter schlimme Schäden verursachen. Schneide sie im Herbst zurück, um größeren Problemen vorzubeugen. - Unkräuter
Entferne Unkräuter am besten vor der Samenreife, damit du im Frühling weniger Arbeit hast und sie den Garten nicht überwuchern. - Überreife Früchte
Obst und Gemüse, das unter Bäumen liegen bleibt, kann Schädlinge und Krankheiten anziehen oder unerwünschte Tiere in den Garten locken. Entweder kompostieren oder entsorgen. - Gartenabfälle und Geräte
Vogelschutznetze, Schnüre, kaputte Reihenbegrenzungen und andere liegengebliebene Utensilien können Wildtiere gefährden. Räume sie weg. Auch das Reinigen von Rankhilfen, Etiketten und Gittern hilft, Krankheitserreger im Frühling nicht weiterzuverbreiten.
Jetzt ein bisschen Pflege – im Frühling ein gesünderer, ordentlicher Garten
Der Herbstputz im Garten ist vielleicht nicht das verlockendste Programm, aber dein Garten und du werden es dir langfristig danken. Mit etwas Aufmerksamkeit erwartet dich ein viel gesünderer, blühenderer Frühling mit weniger Schädlingen. Wie Edward Olsen betont: Vorbeugen ist immer einfacher als behandeln.











