Nach einem schönen Tag am Strand oder im Freibad ist es verlockend, den Badeanzug einfach irgendwo aufzuhängen und zu denken: „Morgen spüle ich ihn kurz aus – das reicht schon." Aber stimmt das wirklich? Wie oft sollte man Badekleidung tatsächlich waschen, und was passiert, wenn man es zu selten tut? Die Antwort überrascht viele.
Häufigkeit und Methode – beides zählt
Badeanzüge und Bikinis sind im Sommer echten Strapazen ausgesetzt: Sonnenlicht, Chlor, Salzwasser, Sand, Sonnencreme und Temperaturschwankungen greifen das Material kontinuierlich an. Laut Southern Living wäre es ideal, Badekleidung nach jedem Tragen zu waschen oder zumindest gründlich auszuspülen. Die gute Nachricht: Eine vollständige Maschinenwäsche ist dabei nicht immer nötig.
Die meisten Hersteller empfehlen folgende Faustregel:
- Nach jeder Nutzung mit kaltem Wasser ausspülen
- Alle 3 bis 5 Mal tragen von Hand mit mildem Waschmittel waschen
So werden Chlor und Salz effektiv entfernt, bevor sie das Material dauerhaft schädigen können.
Waschmaschine? Lieber nicht riskieren
Auch wenn es praktisch klingt, den Badeanzug einfach in die Maschine zu werfen – Maschinenwäsche kann das Material dehnen und die Nähte beschädigen. Wenn es sich gar nicht vermeiden lässt, empfiehlt sich kaltes Wasser, ein Wäschenetz und das Weglassen des Schleuderprogramms. Beim Trocknen gilt: immer an der Luft trocknen lassen, niemals in der Sonne oder im Wäschetrockner. Hitze greift die Fasern an und lässt Farben verblassen.
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, wäscht seinen Badeanzug am besten von Hand – und das geht einfacher, als viele denken.
Schritt für Schritt: So wäschst du deinen Badeanzug richtig
- Vorspülen
Nach dem Tragen sofort mit kaltem Wasser ausspülen und das Wasser vorsichtig herausdrücken – nicht wringen! Anschließend auf einem Handtuch im Schatten zum Trocknen auslegen. - Waschen
Eine Schüssel mit lauwarmem Wasser füllen, etwas mildes Waschmittel hinzugeben und den Badeanzug behutsam durchkneten. Bei stärkerer Verschmutzung ruhig 30 Minuten einweichen lassen. - Spülen
Gründlich mit kaltem Wasser ausspülen, bis kein Waschmittel mehr vorhanden ist. - Trocknen
Den Badeanzug auf ein Handtuch legen, einrollen und leicht andrücken, damit das Handtuch die Feuchtigkeit aufnimmt. Danach flach auf einer Oberfläche im Schatten ausbreiten.
Nicht nur fürs Material – auch für deine Gesundheit
Viele unterschätzen, dass regelmäßiges Waschen von Badekleidung nicht nur das Textil schützt, sondern auch eine Frage der Hygiene ist. Diese Gründe sprechen für sich:
- Chlor, Salz und Keime entfernen: Poolchemikalien, Salzwasser und Bakterien aus Naturbädern setzen sich im Stoff fest. Sie können die Haut reizen und allergische Reaktionen auslösen.
- Bakterien und Pilze verhindern: Feuchte Badekleidung, die lange am Körper getragen wird, ist ein idealer Nährboden für Bakterien und Pilze wie Candida. Das kann zu Harnwegsinfektionen, Scheidenpilz oder Hautirritationen führen.
- Körperöle, Sonnencreme und Schweiß loswerden: Auch wenn der Badeanzug sauber aussieht, saugt er Hautöle, Schweiß und Sonnenschutzmittel auf – alles ideale Nährböden für Mikroorganismen und unangenehme Gerüche.
- Gerüche und Verfärbungen vorbeugen: Wer zu selten wäscht, kämpft irgendwann gegen eingedrungene Chlor-, Salz- oder Modergerüche – und das Material kann sich dauerhaft verfärben oder ausbleichen.
Unterm Strich ist das schonende, aber regelmäßige Waschen deines Badeanzugs nach jedem Tragen eine der einfachsten Maßnahmen, um sowohl das Material als auch deine Gesundheit zu schützen. Braucht es wirklich mehr Gründe, um es ab sofort zur Gewohnheit zu machen?











