Ich liebe den Sommer! Mit all seinen Vor- und Nachteilen. Nur bei einer Sache fühle ich mich nicht wohl: bei hoher Luftfeuchtigkeit und Schwüle. Dann fällt mir das Atmen schwer und mein Wohlbefinden leidet. Ich schwitze mehr als bei bloßer Hitze durch Sonne. Sogar meine Stimmung kippt, ich werde nervöser und oft ungeduldiger. Ich wünsche mir einfach, dass dieses unangenehme Gefühl, das sich bis unter die Haut zieht, endlich aufhört. Nur weil ich es mir wünsche, hört es nicht auf – deshalb ist es wichtig, auf mich und die Signale meines Körpers zu achten.
Ich hasse es, dass ich bei solcher Schwüle zu nichts Lust habe. Ich will nicht rausgehen, weil ich sofort umkehren möchte, um den Rest des Tages in der Badewanne mit kaltem Wasser zu verbringen. Wenn ich doch raus muss, fühle ich mich in keiner Kleidung wohl, weil ich sofort schwitze und mein Make-up (wenn nicht wasserfest) verläuft. Hohe Luftfeuchtigkeit im Sommer ist am schlimmsten, wenn sie mit drückender Hitze einhergeht.
Was ist eigentlich Feuchtigkeit?
Wenn die Luft in deinem Zuhause – auch im Keller oder auf dem Dachboden – den Taupunkt erreicht, also die Temperatur, bei der die Luft keine Feuchtigkeit mehr halten kann, kondensiert Wasserdampf auf kühleren Oberflächen.

So wirkt sich Feuchtigkeit auf dich aus
Schon ab einer relativen Luftfeuchtigkeit von über 60 % fühlt man sich unwohl. Das liegt daran, dass man bei hoher Luftfeuchtigkeit das Gefühl hat, nicht richtig atmen zu können – die Luft wirkt drückend. Der Schweiß verdunstet nur sehr langsam, sodass die kühlende Wirkung fehlt. Dabei schwitzen wir sogar mehr als bei trockener Hitze.
Das kann den Körper schnell an den Rand der Dehydration bringen, ohne dass man es merkt.
Besonders wenn du Herz-Kreislauf-Probleme hast, reagierst du empfindlicher darauf. Hohe Luftfeuchtigkeit kann nicht nur dein Wohlbefinden beeinträchtigen, sondern auch deine Lunge belasten. Zu niedrige Luftfeuchtigkeit ist auch nicht ideal, denn dann trocknen die Schleimhäute aus, was zu Halsschmerzen, Husten, Ekzemen und anderen Hauttrockenheitssymptomen führen kann.
Neben Atembeschwerden können folgende Symptome auf hohe Luftfeuchtigkeit hinweisen:
- Reizung der Augen
- Halsschmerzen, Husten
- verstopfte Nase
- Atemnot
- Hautausschläge und andere Irritationen
- Kopfschmerzen, Migräne
- Schlafprobleme, Müdigkeit
- Muskelschmerzen
- Allergische Reaktionen
- häufigere Atemwegserkrankungen
- verstärkte Symptome bei Asthma
Feuchte, nasse Umgebungen lieben auch Schimmelpilze und Hausstaubmilben. Diese Bedingungen fördern das Wachstum von Schimmel und anderen Krankheitserregern. Die Schimmelsporen bleiben in der Luft und können eingeatmet werden – das belastet Lunge und Bronchien.

Darauf solltest du bei großer Schwüle achten
Plane an solchen Tagen keine intensiven Workouts, denn Bewegung führt zu Schwitzen, was bei feuchter Luft noch unangenehmer ist. Egal was du tust, trinke ausreichend Wasser und gleiche verlorene Elektrolyte aus. Trage luftige Kleidung, die nicht am Körper klebt – am besten aus Leinen oder Baumwolle. Halte dich möglichst im Schatten auf und vermeide unnötige Wege.
Achte auf deine Möbel und Bücher, denn hohe Luftfeuchtigkeit kann Holz angreifen und Bücher beschädigen.
Eine Klimaanlage oder ein Ventilator kann drinnen für Erleichterung sorgen. Wenn du Allergiker bist, achte besonders darauf, dass die Luftfeuchtigkeit gleichmäßig bleibt.
Vermeide Teppiche oder Teppichböden, denn sie saugen Feuchtigkeit aus der Luft auf und bieten Pilzen, Milben und Bakterien einen idealen Nährboden.











