Viele Musiker sagen, dass sie ihre Sorgen mit Musik bewältigen, Sänger singen ihre Traurigkeit heraus, und Schriftsteller schreiben nieder, was sie belastet. Für alle, die sich nur schwer öffnen und sich kaum vorstellen können, ihre tiefsten Gedanken und Gefühle mit einem Psychologen zu teilen, ist Kunsttherapie ideal, um Gefühle durch Zeichnen auszudrücken, statt sich unwohl beim Reden zu fühlen.
Wichtig ist: Du brauchst keine Vorkenntnisse und musst kein Künstler sein. Hier geht es nicht um perfekte Stillleben, sondern auch Strichmännchen sind willkommen. Zeichentherapie wirkt nachweislich positiv bei Problemen wie Konzentrationsschwierigkeiten, Trauerbewältigung, Wutregulierung oder Angstreduktion.

Diese sichere, kreative Therapieform hilft, Gedanken und Gefühle auszudrücken, schlechte Erinnerungen und negative Erlebnisse zu verarbeiten – alles in künstlerischer Form. Am verbreitetsten sind Zeichen- und Maltherapie, aber auch Bildhauerei oder Collagen können genauso wirksam sein. Jeder wählt die Methode, mit der er sich am besten ausdrücken kann.
Auch ohne ein konkretes Problem zu lösen, tut Kunsttherapie gut: Sie verbindet dich mit deinem wahren Ich, fördert Selbstverständnis und innere Harmonie. Für alle Altersgruppen ist sie gleichermaßen wirksam – von Kindern bis zu Senioren.
Die folgenden Kunsttherapie-Methoden helfen bei jeder schlechten Stimmung.
1. Wenn du traurig bist
Wer bedrückt ist und alles düster sieht, sollte einen bunten, fröhlichen Regenbogen malen.
2. Wenn du dir Sorgen machst
Wenn dich Sorgen auffressen, falten hilft! Ob Schiffchen oder Papierhut – das löst Ängste und beruhigt.
3. Wenn dich Gleichgültigkeit übermannt
Wer lustlos und gleichgültig ist, sollte Landschaften zeichnen, die Weite und Perspektiven eröffnen.

4. Wenn du frustriert bist
Fühlst du dich hilflos und willst Ruhe finden? Zeichne Linien. Klare, zielgerichtete Linien lösen Spannungen und bringen Fokus.
5. Wenn du dich konzentrieren willst, es aber nicht klappt
Um Fokus sichtbar zu machen, zeichne ein Raster mit einem Fadenkreuz in der Mitte.
6. Wenn du entscheidungsschwach bist
Kannst du keine wichtige Entscheidung treffen? Male oder male Wellen und Kreise. Sie müssen nicht perfekt sein – je mehr sie einer Amöbe ähneln, desto besser!
7. Wenn dir langweilig ist
Langweilst du dich und nichts begeistert dich? Versuche, mit verschiedenen Farben zu gestalten. Du kannst sogar mit den Händen arbeiten – Pinsel oder Stift sind nicht nötig. Die Vielfalt der Farben macht Spaß und regt an.

8. Wenn du wütend bist
Fühlst du zerstörerische Wut? Lass sie los, indem du ein oder mehrere Blätter Papier zerreißt. Langsam oder schnell – wie es dir gut tut.
9. Wenn du verzweifelt bist
Fühlst du dich von den Wellen überrollt und siehst keinen Ausweg? Male Wege. Gerade, kurvig, kurz oder lang – sie helfen dir, den Ausweg zu finden.
10. Wenn du das Gefühl hast, festzustecken
Steckst du in einer Lebenssituation fest und kommst nicht voran? Male Spiralen. Fang klein an und erweitere sie zu immer größeren Kreisen. Das symbolisiert, wie du deinen Raum öffnest.











