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Ungarns lustigste Ortsnamen – 5 Dörfer, über die wir herzlich gelacht haben

Margarete Bauer4 Min. Lesezeit
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Ungarns lustigste Ortsnamen – 5 Dörfer, über die wir herzlich gelacht haben — Freizeit
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Manchmal braucht man keine große Geschichte – ein Name reicht aus, um zu schmunzeln. Ungarn ist voll von Ortschaften, deren Namen selbst eingefleischten Ungarn ein Grinsen ins Gesicht zaubern. Wir haben fünf davon herausgesucht, die nicht nur lustig klingen, sondern auch einen echten Besuch wert sind.

Táska – das Dorf, das wie eine Handtasche heißt

„Táska" bedeutet auf Ungarisch schlicht „Tasche" – und trotzdem ist dieser Name völlig ernst gemeint. Die kleine Gemeinde liegt im Südwesten Ungarns, in der Region Südtransdanubien, südlich des Plattensees im Komitat Somogy.

Die Umgebung ist geprägt von Sümpfen, Mooren und lichten Wäldern – ein Paradies für Wildtiere. Hirsche, Rehe und Damwild tummeln sich in den nahen Wäldern, und wer ruhig genug ist, kann sie beim Morgenspaziergang beobachten.

Táska ist uralt: Erstmals wurde die Gemeinde im Jahr 1121 urkundlich erwähnt, als das Kloster von Balatonalmádi Fischereirechte in der Nähe erhielt. Heute dreht sich das Leben hier vor allem um Ökotourismus, Angeln, Reiten und Jagd.

Wer kulturell Hunger hat, findet mit der St.-Martin-Kirche eine Station auf dem internationalen Martinusweg. Die Weinkeller von Öreghegy, Boróca und Aligvárom laden zum gemütlichen Verkosten ein – ein perfekter Abschluss eines Ausflugs in diese stille Ecke Ungarns.

Pókaszepetk – Zungenbrecher mit Charme

Dieser Name lässt selbst Muttersprachler kurz stolpern. Pókaszepetk liegt am Ufer der Zala und gehört zu den ältesten Siedlungen der Region – erstmals erwähnt 1262, zusammen mit den nicht minder skurril klingenden Nachbardörfern Pacsa, Tötös, Hazugd und Kerecseny.

Die Erklärung für den Namen ist prosaisch: 1943 wurden die beiden Dörfer Pókafa und Szepetk einfach zusammengelegt – und der Name eben auch.

Was das Dorf heute auszeichnet, ist vor allem seine Bio-Imkerei, die hochwertigen Honig produziert. Dazu kommen die Nähe zum Plattensee, reizvolle Naturlandschaften und – natürlich – gute Weine, die Ausflügler aus ganz Ungarn anziehen.

Gergelyiugornya – lang, länger, am längsten

Wer diesen Ortsnamen zum ersten Mal liest, denkt unweigerlich: War das wirklich nötig? Gergelyiugornya entstand 1939 aus der Zusammenlegung der Dörfer Gergelyi und Ugornya – und seit 1969 gehört die Gemeinde zur Stadt Vásárosnamény.

Die Lage ist dafür wunderschön: Das Dorf liegt im Komitat Szabolcs, am rechten Ufer der Theiß, genau gegenüber der Mündung des Szamos-Flusses. Das Zusammentreffen der beiden Flüsse macht die Gegend zu einem beliebten Ausflugsziel für Naturliebhaber und Wasserfreunde.

Viele kommen wegen des Freistrandbades an der Theiß oder des Atlantika Wasserparks – ideal für Familien mit Kindern, die einen aktiven Sommertag suchen.

Makkoshotyka – klingt wie aus einem Märchen

Makkoshotyka liegt im Nordosten Ungarns, im Komitat Borsod-Abaúj-Zemplén, mitten in der berühmten Weinregion Tokaj-Hegyalja – etwa 80 Kilometer nordöstlich von Miskolc.

Das hügelige Landschaftsbild, die verwunschenen Gässchen und das charmante Dorfmuseum machen den Ort schon für sich sehenswert. Doch das eigentliche Highlight ist das Meczner-Schloss, das heute als Waldschule genutzt wird und Schulklassen aus der ganzen Region anzieht.

Rund um das Schloss gibt es herrliche Wanderwege, Vogelbeobachtungsplätze und die Möglichkeit, heimische Heilpflanzen kennenzulernen – ein Ausflug, der Groß und Klein begeistert.

Vindornyalak – am Ende der Welt, aber wunderschön

Vindornyalak klingt wie ein Fantasiename – ist aber ein echtes Dorf im Komitat Zala, eingebettet in das Ost-West-Tal der Vindornya, in der sogenannten Tátika-Gruppe. Die Gemeinde liegt abseits aller großen Straßen, der öffentliche Nahverkehr lässt zu wünschen übrig – und genau das ist für viele Besucher der eigentliche Reiz: Stille, Ruhe und das Gefühl, die Welt hinter sich gelassen zu haben.

Das kulturelle Herzstück ist die Hertelendy-Kurie, ein spätbarockes Herrenhaus aus dem Jahr 1870, das heute prächtig restauriert der Gemeinde gehört. Direkt daneben steht eine ebenso sehenswerte spätbarocke Kirche.

Geschichts- und Naturliebhaber kommen gleichermaßen auf ihre Kosten: Steinkreuze erinnern an die religiöse Geschichte des Ortes, und das Vindornya-Moor beherbergt seltene Tier- und Pflanzenarten, die es sonst kaum noch zu sehen gibt.

Das absolute Highlight ist jedoch ein uralter Schwarzpappelbaum, bekannt als „Égigérő fa" – der „Himmelhohe Baum" oder auch „1000-jähriger Baum". Sein Stammumfang beträgt beeindruckende 10,35 Meter. Das Innere des Baumes ist so ausgehöhlt, dass man bei starkem Regen darin wie in einem natürlichen Zelt Schutz suchen kann. Wer in der Gegend ist, sollte diesen Baum auf keinen Fall verpassen.

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