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Warum du im Sommer öfter Migräne bekommst – und was du laut Expert:innen dagegen tun kannst

Nyul Debóra3 Min. Lesezeit
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Warum du im Sommer öfter Migräne bekommst – und was du laut Expert:innen dagegen tun kannst — Gesundheit
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Was passiert eigentlich in unserem Kopf?

Zunächst einmal: Migräne ist nicht einfach nur Kopfschmerz. Sie ist viel mehr als das. Sie beginnt oft mit einem dumpfen Druck und kann sich zu einem immer stärker werdenden, pulsierenden Schmerz entwickeln. Häufig kommen Übelkeit, Erschöpfung sowie Licht- und Geruchsempfindlichkeit hinzu. Laut der Cleveland Clinic ist Migräne eine neurologische Störung, die direkt das Gehirn betrifft – im Gegensatz zu herkömmlichen Kopfschmerzen, die eher von Schmerzrezeptoren im Gesicht und Schädel ausgehen.

Das Problem betrifft viele Menschen, und viele berichten, dass Migräne ihren Alltag stark beeinträchtigt – sei es bei der Arbeit, beim Lernen oder im sozialen Leben. Manche leiden sogar unter chronischer Migräne, was mindestens 15 schmerzhafte Tage im Monat bedeutet.

Migräne kann auch ganz überraschende Ursachen haben

Die Auslöser für Migräne sind bei jedem unterschiedlich, doch das National Institute of Neurological Disorders and Stroke nennt diese häufigen Trigger:

  • Hormonelle Schwankungen, zum Beispiel vor der Menstruation,
  • körperlicher oder psychischer Stress,
  • Bewegungsapparat-Erkrankungen,
  • niedriger Blutzuckerspiegel,
  • starke Lichter oder flackernde Bildschirme,
  • intensive Gerüche,
  • und auch Wetterwechsel.
Nyári migrén okai

So wirkt das Wetter auf unser Gehirn

Es klingt überraschend, aber Wetterphänomene wie plötzliche Abkühlung, Warmfronten oder stürmischer Wind können das chemische Gleichgewicht im Gehirn beeinflussen.

Die Mayo Clinic erklärt, dass solche Veränderungen sogar Neurotransmitter-Störungen auslösen können, etwa eine Veränderung des Serotoninspiegels, was Migräneattacken begünstigen kann.

Dr. Emad Estemalik, Spezialist für Kopfschmerzen und Migräne an der Cleveland Clinic, bringt es auf den Punkt: „Immer wenn das Wetter innerhalb von ein bis zwei Tagen um 10 bis 15 Grad Celsius schwankt – zum Beispiel von 10°C auf 27°C oder umgekehrt – kann das allein Migräne auslösen.“

Und das ist noch nicht alles: „Schon ein plötzlicher Regenschauer oder ein ungewöhnlich starker Sturm kann eine Migräneattacke starten“, verrät der Experte.

Was kannst du dagegen tun?

Auch wenn wir das Wetter nicht kontrollieren können, sind wir bei Migräne nicht machtlos. Dr. Estemalik nennt einige Wege, um Attacken vorzubeugen oder zu lindern:

  1. Achte auf deine Flüssigkeitszufuhr
    Gerade im Sommer ist es wichtig, genug zu trinken, denn Dehydration ist ein häufiger Migräneauslöser.
  2. Es gibt keinen Allheilmittel
    Jeder Körper reagiert anders. Führe ein Migränetagebuch und notiere, was vor einem Anfall passiert – so findest du deine persönlichen Auslöser leichter.
  3. Lebensstil anpassen
    Schlafmangel, unregelmäßige Mahlzeiten oder sogar scheinbar harmlose Früchte können Probleme machen. Wusstest du, dass Wassermelone oder Zitrusfrüchte wie Orange oder Limette bei manchen Migräne auslösen können?
  4. Leide nicht allein
    Wenn frei verkäufliche Schmerzmittel nicht helfen, zögere nicht, professionelle Hilfe zu suchen. Dr. Estemalik betont: „Seit 2018 hat sich in der Migränebehandlung viel getan – es gibt heute viel mehr Möglichkeiten als früher.“ Es gibt gezielte Therapien, langfristig wirksame Medikamente und sogar Injektionen, die Attacken vorbeugen können.

Wenn du das Gefühl hast, dass die Sommerhitze oder das wechselhafte Wetter dir sprichwörtlich „zu viel“ wird, ignoriere die Symptome nicht! Migräne ist keine Faulheit oder Zickerei, sondern eine ernstzunehmende, aber behandelbare Erkrankung. Pass gut auf dich auf, dokumentiere deine Symptome und such dir bei Bedarf Unterstützung von Expert:innen!

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